Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Frankfurter Schulen vor dem Kollaps?

Vorlagentyp: AFRANKFURTER
43 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Wohnen verfolgen

Inhalt

Anfrage vom 08.05.2019, A 482

Betreff: Frankfurter Schulen vor dem Kollaps? Vorgang: Zwischenbescheide des Magistrats vom 13.08.2019 und 17.10.2019 Die langjährige Direktorin der Berthold-Otto-Schule in Griesheim, Ingrid König, hat zum Ende ihrer Berufslaufbahn das Buch "Schule vor dem Kollaps" vorgelegt, in dem sie Probleme und Mängel im Schulsystem klar benennt. "Wichtiger als die Digitalisierung ist es, in gut ausgebildete Lehrkräfte und in die Sanierung der Schulen zu investieren", betont König. Gerade Schulen in Stadtteilen mit finanziell schlechter gestellter Bevölkerung wurden aber in der Vergangenheit von der Stadt vernachlässigt. Den baulich maroden Zustand der Grundschule in Griesheim haben allein die Zuständigen im Frankfurter Magistrat zu verantworten. Gerade Kinder aus armen Verhältnissen brauchen gesellschaftliche Unterstützung, Schulen, in die sie gerne gehen, engagierte LehrerInnen, die auch schwierige Wahrheiten klar benennen und gute Nachmittagsangebote. Ihre im Buch dargelegte Kritik am Schulträger lassen sich teils durch bessere Zusammenarbeit zwischen Stadtschulamt und Schulleitungen, andere durch einen Perspektivwechsel, der die schwächeren BürgerInnen stärker in den Blick nimmt, lösen. Dies vorausgeschickt, frage ich den Magistrat: A. Fragen zur Schulpolitik und zum Kindeswohl

  1. Wenn Eltern als Unterstützer ihrer Kinder ausfallen, weil sie aufgrund fehlender deutscher Sprachkenntnisse nicht bei den Hausaufgaben helfen können, muss die Gesellschaft einspringen, z.B. durch gesicherte Nachmittagsbetreuung. Werden sogenannte Brenn-punktschulen in Zukunft beim Ausbau der Betreuung bis 17 Uhr bevorzugt? Wie werden Schulen, die am "Pakt für den Nachmittag" teilnehmen, räumlich und sächlich unterstützt?
  2. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist die Voraussetzung zur Integration. Wie lässt sich die Teilnahme von zugewanderten Eltern an Sprachkursen erhöhen?
  3. Die Broschüren zu den Deutschkursen, z.B. "Mama lernt deutsch", finden sich im Internet nur in deutscher Sprache. Wäre es nicht sinnvoll, diese in verschiedenen Sprachen zu veröffentlichen?
  4. Ist es richtig, dass die Missachtung der Schulpflicht, z.B. durch tage- oder wochenlange "Verlängerung" der Ferien durch die Eltern, vom Schul- und Jugendamt äußerst lax behandelt wird und es zu keinerlei Sanktionen kommt? Sieht die Stadt mit diesem Verhalten das Kindeswohl gesichert?
  5. Die Schreiben an die Eltern werden vom Stadtschulamt häufig in juristischer Sprache verfasst. Wäre es nicht angezeigt, solche Schreiben verständlicher zu gestalten?
  6. Jedes Kind muss an schulischen Angeboten teilhaben können. Was unternimmt der Magistrat, um zu gewährleisten, dass alle Mädchen und Jungen am Schwimmunterricht, gemeinsamen Theaterbesuchen, Klassenfahrten etc. teilnehmen? B. Fragen zur Zusammenarbeit mit den städtischen Dienstleistern
  7. Ist es richtig, dass die Schulleitungen keine festen Ansprechpartner im Stadtschulamt haben, der die Probleme der jeweiligen Schule kennt? Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und dem Stadtschulamt verbessern?
  8. Ist es richtig, dass für die Schulen das Facilitymanagement der Stadt Frankfurt nur schwer erreichbar ist und deshalb Vandalismus und Verschmutzungen nicht zeitnah und unkompliziert gemeldet werden können? Wie ist die Zusammenarbeit geregelt, was lässt sich verbessern?
  9. Schulische Arbeitsgeräte, z.B. Kopierer, werden von der Stadt zentral gemietet. Sind diese defekt, können sich die Schulen nicht selbst mit dem Geräteverleiher in Verbindung setzen, stattdessen wird ein bürokratischer Prozess in Gang gesetzt, in dessen Verlauf die Schulen auf ihre Arbeitsgeräte verzichten müssen. Wie kann man zukünftig eine zeitnahe Behebung von Defekten dieser Geräte gewährleisten?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 8. Mai 2019Sie sind hier
    AA 482Frankfurter Schulen vor dem Kollaps?
    STVV-Anfrage · FRANKFURTER
  2. 6. März 2020Antwort des Magistrats · nach 43 WochenBB 125Frankfurter Schulen vor dem Kollaps?Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 33 · 16.09.2019
TO I, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage A 482 spätestens in einem Monat vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 35 · 02.12.2019
TO I, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage A 482 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen