Drogenhandel
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Anfrage vom 15.11.2018, A 411
Betreff: Drogenhandel Der Magistrat beantwortete in der 26. Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung am 08.11.2018 die Frage Nr. 1516. Gegenstand der Frage war der Drogenhandel in der Stadt Frankfurt, der seit einigen Jahren signifikant angestiegen ist. Demnach hat sich unter anderem der illegale Handel/Schmuggel mit/von Kokain - Crack - von 56 Fällen im Jahr 2014 auf 250 Fälle im Jahr 2017 fast verfünffacht. Auf die Frage, worauf diese erhebliche Steigerung nach Ansicht des Magistrats hauptsächlich zurückzuführen ist, antwortete dieser, dass hierfür vor allem zwei Faktoren verantwortlich seien: "Zum einen erfolgte im Kontext der Maßnahmen im und um das Bahnhofsgebiet eine polizeiliche Schwerpunktsetzung auf den Handel mit Betäubungsmitteln (...) und zum anderen flossen erstmals im Jahr 2017 Fälle des Zolls in die Polizeiliche Kriminalstatistik der Stadt Frankfurt am Main ein". Der Magistrat behauptet somit, dass die Zahl der erfassten bzw. bekannten Fälle nur deshalb angestiegen ist, weil die Polizei vermehrt im Bahnhofsgebiet kontrolliert und zusätzlich Fälle des Zolls in die Statistik einfließen, die dort bislang nicht erfasst wurden. Er beabsichtigt offenbar, den Eindruck zu erwecken, dass der Drogenhandel selbst nicht zugenommen hat, sondern nur - aufgrund gründlicherer Kontrolle - die Fälle vermehrt erfasst werden. Hier verwechselt der Magistrat offensichtlich Ursache und Wirkung. Die intensivere Kontrolle des Bahnhofsbereichs durch die Polizei erfolgte deshalb, weil zahlreiche Bürger, Anwohner und Geschäftsinhaber seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme des Drogenhandels beobachten und dies wiederholt bei den zuständigen Stellen - u.a. dem Ordnungsdezernat und der Polizei - reklamieren. Genau auf diesen Umstand zielte die Frage des Fragestellers ab. Er fragte nach den Ursachen der von zahlreichen Anwohnern und Geschäftsinhabern seit Jahren beobachtete Zunahme des Drogenhandels. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Wurde der Magistrat in den vergangenen Jahren von Anwohnern und Geschäftsinhabern über die deutliche Zunahme des Drogenhandels im Bereich des Hauptbahnhofs informiert?
- Falls 1. zutreffend: was war der Inhalt der Beschwerden der genannten Personen?
- Was war die Ursache für die vermehrte Kontrolle des Bahnhofsbereichs durch die Polizei mit der Schwerpunktsetzung auf Drogendelikte?
- Wie viele Fälle von Drogenhandel sind dem Magistrat aus dem Bahnhofsbereich für die Jahre 2014 bis 2018 insgesamt bekannt (aufgeschlüsselt nach den einzelnen Drogen)?
- Welche Informationen hat der Magistrat über den Personenkreis der Tatverdächtigen (Alter, Geschlecht, Herkunft)?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. November 2018FF 1516In der Antwort auf die Frage Nr. 1434 in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung vom 27.09.2018 wurde über den sFragestunde-Frage
- 15. November 2018Sie sind hierAA 411DrogenhandelSTVV-Anfrage · AfD
- 4. Februar 2019Antwort des Magistrats · nach 14 WochenBB 25DrogenhandelMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate