Gymnasiale Nachfrage in den Stadtteilen Gallus und Griesheim
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Anfrage gem. § 18 (3) GOS vom 01.09.2011, A 36
Betreff: Gymnasiale Nachfrage in den Stadtteilen Gallus und Griesheim Immer mehr Schüler möchten ein Gymnasium besuchen. Das Staatliche Schulamt Frankfurt fordert inzwischen die Stadt auf, ein neues Gymnasium zu bauen. In den Stadtteilen Gallus und Griesheim gibt es kein einziges Gymnasium. Kinder aus diesen Stadtteilen sind daher gezwungen, weite Wege zurückzulegen um Gymnasien in anderen Stadtteilen aufzusuchen. Da es sich um bevölkerungsreiche Stadtteile handelt, ist dies kein Zustand der länger hingenommen werden kann. Da gleiche Bildungschancen als Voraussetzung für eine nachhaltige Integration vorauszusetzen sind, kann man unterstellen, dass etliche Schüler auf Grund der Wegesituation nicht ihren Anspruch auf Bildung einfordern und umsetzen. In beiden Stadtteilen ist die Dichte der Kinder mit Migrationshintergrund besonders hoch. Diese Gruppe von Frankfurter Kindern ist in den Gymnasien stark unterrepräsentiert. Man kann den Eindruck gewinnen, Arbeiterkinder oder Kinder der unteren Schichten bräuchten kein Gymnasium. Andererseits macht sich die Stadt Frankfurt für Integration stark. Integration ist aber ohne Bildung nicht möglich, und dennoch fördert man keinen Ausbau von Gymnasien in solchen Vierteln. Als Grund wird immer wieder angeführt, dass angeblich die mangelnde Nachfrage nach gymnasialen Plätzen eine solche Schule nicht rechtfertige. Dies vorausgeschickt, bitten wir um dringliche Beantwortung folgender Fragen:
- Wie viele Kinder aus den Stadtteilen Gallus und Griesheim besuchen nach der vierten Klasse Gymnasien in anderen Stadtteilen?
- In welche Stadtteile und in welche Gymnasien gehen diese Schüler?
- Wie hoch ist der relative Prozentsatz dieser Schüler in beiden Stadtteilen, die überhaupt auf ein Gymnasium gehen, im Verhältnis zu jenen Schülern, die eine andere schulische Laufbahn verfolgen?
- Wie viele dieser Schüler sind erfolgreich und erlangen das Abitur und wie viele brechen ihre schulische Laufbahn vorher ab?
- Wurden spezielle Förderungen in den vergangenen zehn Jahren gerade den Kindern mit Migrationshintergrund angeboten, um ihnen den Übergang auf ein Gymnasium zu erleichtern?
- Wenn ja, welche und wenn nein, warum nicht?
- Diese Zahlen bitte aufgeschlüsselt für die letzten zehn Jahren liefern und die Zahl der Kin der mit einem Migrationshintergrund differenziert benennen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. September 2011Sie sind hierAA 36Gymnasiale Nachfrage in den Stadtteilen Gallus und GriesheimSTVV-Anfrage · Bunte
- 24. Oktober 2011Antwort des Magistrats · nach 8 WochenBB 421Gymnasiale Nachfrage in den Stadtteilen Gallus und GriesheimMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und Piraten gegen FDP und FREIE WÄHLER (= Ablehnung der Dringlichkeit)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und Piraten gegen FDP und FREIE WÄHLER (= Ablehnung der Dringlichkeit)