Kein Platz für Stadtteilkultur: Vereine und Musikgruppen bald heimatlos?
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Petterweilstraße — 9 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 13.07.2026.
- Baumringe Petterweilstraße/Ecke Saalburgstraße bepflanzen13.07.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- In der Presse war zu lesen, dass die Nutzung des Hochbunkers in der Petterweilstraße nach wie vor ungeklärt ist und wohl18.06.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
- Zukunft und Nutzung des Bunkers in der Petterweilstraße 6816.06.2026 · V (Auskunftsersuchen)
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Anfrage vom 16.03.2013, A 318
Betreff: Kein Platz für Stadtteilkultur: Vereine und Musikgruppen bald heimatlos? Der ehemalige Luftschutzbunker Petterweilstraße 68 im Frankfurter Stadtteil Bornheim wird seit Jahrzehnten von Karnevalsvereinen für Proben, Vereinstreffen und Veranstaltungen sowie von zahlreichen Musikern als Proberäume genutzt. Die Vereine haben dabei nicht unerhebliche Summen und ehrenamtliches Engagement für den Ausbau ihrer Vereinsstätten investiert. Der Bunker ist im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und soll nach deren Willen ausgeschrieben beziehungsweise versteigert werden. Derzeit wird er noch von der Branddirektion Frankfurt verwaltet. Der zuständige Ortsbeirat 4 (Bornheim/Ostend) hat sich seit dem Jahr 2010 wiederholt für den Erhalt des Bunkers für die Stadtteil- und Vereinskultur eingesetzt. In der letzten Magistrats-Stellungnahme 1728 vom 19.11.2012 heißt es noch: "Der Magistrat wird sich um einen Erwerb des Bunkers Petterweilstraße 68 weiterhin bemühen. Eine Ausschreibung des Bunkers durch die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist bisher nicht erfolgt." Doch nun wurde angeblich den Gruppen aus "Brandschutzgründen" untersagt die Proberäume weiterhin zu nutzen, obwohl dies jahrzehntelang nicht beanstandet wurde. Der Karnevalsverein "Bernemer Käwwern" hat bereits "das Handtuch geworfen" und selbst eine relativ teure Alternative im Stadtteil gefunden. Hinzu kommt, dass durch die Schließung des Bürgertreffs Bornheim im vergangenen Jahr, sich der Druck bei der Raumsuche auf die zahlreichen Vereine erheblich verstärkt hat. Zu erwähnen ist hierbei, dass der Vereinsring Bornheim mit circa 70 Mitglieds-vereinen Frankfurts größter Vereinsring im Stadtverband Frankfurter Vereinsringe ist. Ihrer großen Enttäuschung gaben die Vereine und Musikgruppen des Petterweil-Bunkers am Samstag, den 16. März 2013 mit einer musikalischen Spontandemonstration und Unterschriften-sammlung auf dem Bornheimer Wochenmarkt Ausdruck, die positiven Anklang unter der Bevölkerung und den Marktbesuchern fand. Dies vorausgeschickt fragen wir den Magistrat:
- Wie ist denn der neuste Stand bezüglich der Gespräche beziehungsweise Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben?
- Ist es richtig, dass den Vereinen und Musikgruppen aus Brandschutzgründen die Nutzung der Vereins- und Proberäume untersagt wurde?
- Welche räumliche Alternative bietet sich seitens des Magistrats den Vereinen und Musikern des Bunkers Petterweilstraße?
- Wie ist es nach Einschätzung des Magistrats um die Zukunft der Frankfurter Stadtteil- und Vereinskultur und deren Stellenwert bestellt. Konkret - am Beispiel der Nutzer von Bunkern?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. März 2013Sie sind hierAA 318Kein Platz für Stadtteilkultur: Vereine und Musikgruppen bald heimatlos?STVV-Anfrage · RÖMER
- 10. Juni 2013Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 291Kein Platz für Stadtteilkultur: Vereine und Musikgruppen bald heimatlos?Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate