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Industriepark Höchst

Vorlagentyp: AAfD
11 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Diese Anfrage thematisiert die Schließungspläne von BASF im Industriepark Höchst und deren wirtschaftliche Begründungen. Ziel ist es, die Position des Magistrats zu den Zukunftsperspektiven des Industrieparks sowie die geplanten wirtschaftspolitischen Initiativen zu hinterfragen.

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Thema Stadtplanung verfolgen

Fragen an den Magistrat

In der Frankfurter Rundschau vom 12.07.2024 stand ein Artikel mit der Überschrift "BASF schließt Werk im Industriepark". In diesem wurde darüber berichtet, dass die 120 Arbeitsplätze des Werks nach Mitteilung von BASF zunächst bis Ende 2025 erhalten und anschließend in Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung schrittweise reduziert werden sollen.

BASF begründete das Aus für die Produktion des zur Unkrautvernichtung eingesetzten Wirkstoffs Glufosinat-Ammonium in Höchst mit wirtschaftlichen Gründen. Die Rede ist von steigender Konkurrenz und hohen Energie- und Rohstoffkosten. Trotz erreichter Kostensenkungen sei die "Mengen- und Profitabilitätsentwicklung" unzureichend. Deshalb würde BASF den Wirkstoff künftig von Drittanbietern beziehen.

Die BASF-Ankündigung sei nicht die erste schlechte Nachricht in diesem Jahr für den Industriepark. Im Juni seien Pläne der Sanofi-Tochter Euroapi bekannt geworden, die Produktion des Schmerzmittels Novalgin in Frankfurt einzustellen. Kurz darauf habe das in Höchst tätige Unternehmen Weylchem Innotec ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.

Hingegen hat mittlerweile der französische Pharmakonzern Sanofi entschieden, bis zum Jahr 2029 rund 1,3 Milliarden Euro in den Bau einer Insulinproduktionsanlage an seinem Standort im Frankfurt Stadtteil Höchst zu investieren (s. FAZ vom 02.08.2024). Der Pigmente-Hersteller Heubach mit über 900 Beschäftigten im Industriepark Höchst meldete dagegen schon im April Insolvenz an. Laut Wirtschaftswoche (wiwo.de) vom 26.04.2024 seien dem Vernehmen nach Investoren nicht mehr bereit gewesen zusätzliches Kapital zur Verfügung zu stellen.

Vor diesem Hintergrund zu den Entwicklungen im Industriepark Höchst, fragen wir den Magistrat:

  1. Wie bewertet der Magistrat die genannten BASF-Pläne im Industriepark Höchst, insbesondere die von BASF genannten Gründe für die geplante Schließung?
  2. Wurde der Magistrat von den Schließungsplänen von BASF überrascht oder inwiefern hatten sich diese für ihn angedeutet?
  3. Welche Bedeutung hat der geplante Neubau einer Insulinproduktionsanlage des Pharmakonzerns Sanofi für den Industriepark?
  4. Welche Gründe sind dem Magistrat ggf. hinsichtlich der Insolvenzanmeldung des Pigmente-Herstellers Heubach bekannt?
  5. Wie bewertet der Magistrat die aktuelle und mittelfristige Entwicklung des Industrieparks Höchst hinsichtlich seiner Auslastung und wirtschaftlichen Entwicklung?
  6. Rechnet der Magistrat auch in den nächsten Jahren mit konstant hohen Gewerbesteuerzahlungen der Unternehmen des Industrieparks Höchst?
  7. Wie haben sich die Gewerbesteuer-Zahlungen durch die Unternehmen des Industrieparks Höchst seit dem Jahr 2020 entwickelt?
  8. Wie hat sich die Anzahl der Beschäftigten im Industriepark Höchst seit dem Jahr 2020 entwickelt?
  9. Welche wirtschaftspolitischen Initiativen, insbesondere für den Industriepark Höchst, plant der Magistrat ggf. noch bis zum Frühjahr 2026 auf den Weg zu bringen?
  10. Welchen Stellenwert hat der Industriepark Höchst für die Stadt Frankfurt und insbesondere für den städtischen Haushalt?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 5. September 2024Sie sind hier
    AA 306Industriepark Höchst
    STVV-Anfrage · AfD
  2. 22. November 2024Antwort des Magistrats · nach 11 WochenBB 429Industriepark HöchstMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

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