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Kindergesundheitsbericht: Nötige Maßnahmen müssen getroffen werden!

Vorlagentyp: AFDP
23 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Inhalt

Anfrage vom 17.12.2012, A 267

Betreff: Kindergesundheitsbericht: Nötige Maßnahmen müssen getroffen werden! Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 15.03.2013 Das Amt für Gesundheit hat seit Beginn seiner Erhebung zur Kindergesundheit in den Jahren 2002 bis 2011 in Frankfurt 54.258 Kinder im Alter zwischen fünf- und sechseinhalb Jahren untersucht. Bei der Evaluierung wurde explizit zwischen Geschlecht, Migrationshintergrund und Stadtteil unterschieden und am Ende diese Ergebnisse miteinander verglichen. Es zeigt sich, dass die Kinder Frankfurts insbesondere unter Übergewicht, Adipositas und Entwicklungsauffälligkeiten leiden. Der durchschnittliche BMI bei den Einschulungskindern ist im Vergleich zu den Vorjahren angestiegen und liegt im Jahr 2010 bei 16,05kg/m2. Vor allem Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund wiesen bei der Einschulung häufiger Übergewicht und Adipositas auf, als Kinder deutscher Herkunft. Eine weitere Erkenntnis aus dem Bericht war, dass Kinder in den östlichen und westlichen Stadtteilen häufiger an Übergewicht litten, als Kinder aus anderen Stadtteilen Frankfurts. Ein Screening des Entwicklungstandes (S-ENS) hat bei der Studie insbesondere die Sprachkompetenz und auditive Informationsverarbeitung, Artikulationsmöglichkeiten und Deutschkenntnisse der Kinder geprüft. Über 70% waren in ihren Sprachkompetenzen unauffällig, während es bei Kindern mit Migrationshintergrund leichte Abweichungen gab. So sprachen nur 39,2% fehlerfrei Deutsch, 37,5% wiesen grenzwertige Ergebnisse auf und 23,3% zeigten auffällige Ergebnisse. Es konnte festgehalten werden, dass die Dauer des Kindergartenbesuchs einen deutlichen Einfluss auf die Sprachentwicklung eines Kindes mit Migrationshintergrund hat. Lediglich bei dem Impfstatus stehen Kinder mit Migrationshintergrund besser dar, als Kinder ohne Migrationshintergrund. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:

  1. Welche Konsequenzen zieht der Magistrat aus den Ergebnissen des Kindergesundheitsberichtes?
  2. Wie beurteilt der Magistrat, dass Kinder mit Migrationshintergrund einen deutlich schlechteren Versorgungsuntersuchungsstatus haben als Kinder ohne Migrationshintergrund?
  3. Was gedenkt der Magistrat gegen die Tendenz der Adipositas bei Jungen in der Stadt Frankfurt zu unternehmen? Was gegen die Tendenz zum Übergewicht bei Mädchen?
  4. Mit welchen Ernährungs- und Bewegungskonzepten will der Magistrat gegen die Problematik der Übergewichtigkeit bei Kindern vorgehen? Sind bereits erste Maßnahmen getroffen worden? Wenn ja, um welche Maßnahmen handelt es sich im Einzelnen? Wenn nein, warum nicht?
  5. Die S-ENS haben gezeigt, dass die Dauer des Kindergartenaufenthaltes einen deutlichen Einfluss auf die Sprachentwicklung eines Kindes hat. Welche konkreten Schritte wird der Magistrat unternehmen, damit insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund früh genug in Kindergärten kommen und ihre Sprachentwicklung ausreichend gefördert werden kann?
  6. Was wird der Magistrat unternehmen, damit mögliche Initiativen und Förderungen transparenter für Betroffene werden, um so Chancengleichheit für Kinder, gleich welcher Herkunft, zu gewährleisten?
  7. Welche Erklärung hat der Magistrat für den Umstand, dass Kinder in den östlichen und westlichen Stadtteilen häufiger an Übergewicht leiden, als Kinder aus anderen Teilen Frankfurts?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 17. Dezember 2012Sie sind hier
    AA 267Kindergesundheitsbericht: Nötige Maßnahmen müssen getroffen werden!
    STVV-Anfrage · FDP
  2. 27. Mai 2013Antwort des Magistrats · nach 23 WochenBB 275Kindergesundheitsbericht: Nötige Maßnahmen müssen getroffen werden!Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 20 · 03.06.2013
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat zwischenzeitlich einen Bericht (B 275) vorgelegt hat. Aktenzeichen: 51

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

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