Frühstück in der (Grund-) Schule
Zusammenfassung
Die Anfrage zielt darauf ab, Informationen über die Bereitstellung von Frühstück an Frankfurter Schulen zu erhalten, da viele Kinder hungrig zur Schule kommen. Es wird vorgeschlagen, die Angebote zu evaluieren und gegebenenfalls auszuweiten, um die Versorgung der Kinder zu verbessern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenFragen an den Magistrat
Viele Schulen schlagen Alarm: Immer mehr Kinder kommen hungrig in die Schule. Dank dem Engagement des Vereins brotZeit e.V. wird an verschiedenen Schulen in Frankfurt ein aus Spendenmitteln finanziertes Frühstück angeboten. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, meist Seniorinnen und Senioren, richten vor Unterrichtsbeginn das Frühstück an und nehmen sich auch Zeit dafür, sich mit den Kindern auszutauschen. So wird das Frühstück zu einem beliebten Treffpunkt, der auch den generationenübergreifenden Zusammenhalt stärkt. Das Angebot wird an den teilnehmenden Schulen gut angenommen. Ca. 35-40 Schülerinnen und Schüler frühstücken dort im Schnitt täglich in der Schule. Doch der Bedarf ist damit nur punktuell gedeckt, denn das Problem besteht stadtweit: Viele Eltern stellt die Versorgung ihrer Kinder aus den unterschiedlichsten Gründen vor große Herausforderungen. Sozial oder ökonomisch schwierige Familienverhältnisse, belastender Schichtdienst oder Überforderung mit der Erziehung - die Gründe, warum Eltern ihre Kinder nicht ausreichend mit Nahrung versorgen, sind vielfältig. Die Ergebnisse der Allensbach-Studie, der IGLU-Studie und andere Umfragen bestätigen: Jedes fünfte Kind kommt hungrig zur Schule. Insbesondere im Hinblick auf die Grundschulkinder sollte hier Abhilfe geschaffen werden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Gibt es eine Erhebung, an wie vielen Frankfurter Schulen derzeit ein (kostenloses) Frühstück angeboten wird?
- Wenn ja, welche sind dies, geschlüsselt nach Schulform und Stadtteil?
- Wenn nein, warum werden diese Informationen nicht erhoben?
- Kann jede Schule Kontakt zum Verein Brotzeit aufnehmen oder ist eine Genehmigung seitens der Stadt erforderlich?
- Bieten noch andere Vereine, Initiativen oder Träger ähnliche Angebote an Frankfurter Schulen an? Welche sind dies?
- Wie beurteilt der Magistrat solche Initiativen seitens privater Vereine?
- Wie schätzt der Magistrat die Möglichkeit ein, das Angebot des Vereins brotZeit oder ähnliche Projekte (ggfls. mit städtischer Unterstützung bei der Einwerbung von Spenden) auf weitere Frankfurter Schulen auszuweiten?
- Plant der Magistrat selbst etwas gegen das Problem zu tun? Wenn ja, was?
- Wäre es aus Sicht des Magistrats umsetzbar, seitens des Schulträgers zumindest an den Grundschulen ein Frühstück anzubieten?
- Welche Kosten würden der Stadt dafür schätzungsweise jährlich entstehen, unter der Annahme, dass das Frühstück an jeder Frankfurter Grundschule an fünf Tagen die Woche durchschnittlich von 40 Schülerinnen und Schülern in Anspruch genommen wird?
- Wäre eine Regelung analog zum Mittagessen denkbar, nach der ein Frühstück von Eltern individuell gebucht und (mit entsprechender Ermäßigung für Frankfurt-Pass-Inhaber/-innen) bezahlt werden kann?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. Oktober 2023Sie sind hierAA 248Frühstück in der (Grund-) SchuleSTVV-Anfrage · CDU
- 15. Januar 2024Antwort des Magistrats · nach 14 WochenBB 25Frühstück in der (Grund-)SchuleMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate