Entwicklung der Suizidzahlen in Frankfurt am Main nach Geschlecht in den Jahren 2010 bis 2025
Zusammenfassung
Die Anfrage beschäftigt sich mit der Entwicklung der Suizidzahlen in Frankfurt am Main nach Geschlecht von 2010 bis 2025. Dabei wird sowohl nach den Zahlen, den Ursachen als auch nach bestehenden Präventionsmaßnahmen gefragt.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFragen an den Magistrat
Öffentlich verfügbare statistische Angaben zu Todesursachen in Frankfurt zeigen, dass Suizide über Jahre hinweg überwiegend Männer betreffen. Bereits veröffentlichte Auswertungen weisen darauf hin, dass die Zahl männlicher Suizidopfer deutlich höher liegt, als die weiblicher Suizidopfer. Die geschlechtsspezifische Differenz ist auffällig und wirft Fragen nach gesellschaftlichen, psychologischen, gesundheitlichen sowie strukturellen Ursachen auf. Insbesondere stellt sich die Frage, ob bestehende Präventions- und Unterstützungsangebote unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ausreichend erreichen oder ob spezifischer Handlungsbedarf besteht. Darüber hinaus wird in öffentlichen Debatten wiederholt diskutiert, ob die aktuell gelebte geschlechterpolitische Schwerpunktsetzung und die gesellschaftlich etablierten Rollenbilder mögliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Männern haben könnten. Vor diesem Hintergrund wird es relevant zu klären, ob dem Magistrat hierzu wissenschaftliche Erkenntnisse, Untersuchungen oder Bewertungen für Frankfurt vorliegen. Eine transparente Darstellung der Entwicklung der Suizidzahlen in Frankfurt sowie Erkenntnisse über mögliche Ursachen der deutlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen erscheinen im Sinne einer zielgerichteten Unterstützung sinnvoll. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Wie viele Suizide wurden in Frankfurt in den Jahren 2010 bis einschließlich 2025 registriert?
- Wie verteilen sich diese Zahlen jeweils nach Geschlecht (männlich/weiblich)?
- Welche Bedeutung misst der Magistrat der Entwicklung der Suizidzahlen im genannten Zeitraum insgesamt zu?
- Inwiefern liegen dem Magistrat hinsichtlich der Ursachen oder Risikofaktoren für Suizide in Frankfurt Erkenntnisse vor?
- Welche Ursachen oder wissenschaftliche Erkenntnisse sind dem Magistrat zu den erheblichen geschlechtsspezifischen Unterschieden bei den Suizidzahlen bekannt?
- Liegen dem Magistrat Erkenntnisse darüber vor, ob gesellschaftliche Rollenbilder, geschlechterpolitische Entwicklungen oder politische Schwerpunktsetzungen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Männern und deren Suizidrisiko haben könnten? Wenn ja, welche?
- Welche Form von Präventions- und Unterstützungsangebote unabhängig der Altersstruktur bestehen speziell für:
- a)Männer?
- b)Frauen?
- Welche Maßnahmen wurden seit 2010 neu eingeführt oder ausgebaut, um die Suizidprävention in Frankfurt zu stärken?
- Sieht der Magistrat besonderen Handlungsbedarf hinsichtlich der psychischen Gesundheit von Männern vor dem Hintergrund der deutlich höheren Zahl männlicher Suizide?
- In welchem Verhältnis stehen sich nach Einschätzung des Magistrats geschlechterspezifische Förder- und Unterstützungsangebote für Frauen einerseits sowie Angebote zur psychischen Gesundheitsprävention für Männer andererseits gegenüber?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. Juni 2026Sie sind hierAA 13Entwicklung der Suizidzahlen in Frankfurt am Main nach Geschlecht in den Jahren 2010 bis 2025STVV-Anfrage · AfD
- 14. August 2026Antwort des Magistrats · nach 8 WochenBB 246Entwicklung der Suizidzahlen in Frankfurt am Main nach Geschlecht in den Jahren 2010 bis 2025Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate