Barrierefreies Fußwegnetz: Ampelübergang an der U-Bahn-Haltestelle Fritz-Tarnow-Straße blindengerecht verbessern
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Fritz-Tarnow-Straße — 6 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 24.09.2026.
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Neues zu Fritz-Tarnow-Straße per E-MailInhalt
Anfrage vom 05.01.2010, A 1129
Betreff: Barrierefreies Fußwegnetz: Ampelübergang an der U-Bahn-Haltestelle Fritz-Tarnow-Straße blindengerecht verbessern Bei einem Ortstermin am 10.12.2009 mit zwei blinden bzw. stark sehbehinderten Personen am südlichen Zugang zur Haltestelle Fritz-Tarnow-Straße über die jeweils zwei Fahrspuren der Eschersheimer Landstraße sowie über die U-Bahngleise wurden von den beteiligten Personen Mängel festgestellt und Verbesserungen vorgeschlagen, um die Orientierung zu erleichtern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Beim Verlassen der Fahrbahn sowie beim Betreten und Verlassen des Gleiskörpers muss mit dem Blindenstock eine Bordsteinkante ertastbar sein. Der mit Zementplatten ausgelegte Weg über die Schienen ist mit Blindenstock schwer zu erkennen. Weiterhin sind die schadhaften bzw. fehlenden Teer-Ausfüllungen am Schienenaußenrand beim Abtasten mit dem Blindenstock irritierend, denn die Absenkungen können eine Stolperfalle sein. Zu bedenken ist dabei, dass zur Sehbehinderung häufig Gehbehinderungen kommen. Hier sollten zum einen die Ausfüllungen ergänzt werden und zum anderen ggf. ein taktiler Leitstreifen angebracht werden. Weiterhin zeigte sich, dass insbesondere der westliche Pfosten mit der Blindentastatur vor den Schienen so angebracht ist, dass beim Geradeausgehen die Gleisabsperrung als Hindernis im Weg steht (s. Abbildung). Hier sollte der Pfosten bis auf Höhe des Zaunendes versetzt werden oder der Übergang verbreitert werden, wobei der Zaun bis zum Pfosten mit dem Ampelschalter zurückgenommen werden sollte. An dem betreffenden Tag war der Kraftfahrzeuglärm auf regennasser Fahrbahn sehr hoch, so dass die akustische Signalisierung der Fußweg-Ampeln sehr schlecht bis gar nicht zu hören war. Wenn sich Personen bei Straßenquerungen ausschließlich auf das Gehör verlassen müssen, ist die Konzentration und Aufmerksamkeit darauf immens und wie immer wieder von blinden Menschen gesagt wird: "Die Konzentration aufs Hören kostet viel Energie". Zu bedenken ist, dass rund 80% der stark sehbehinderten Menschen die Sehbeeinträchtigung im Alter bekommen, in der Zeit, in der die Hörfähigkeit ebenfalls abnimmt, so dass Signale entsprechend laut bzw. in der richtigen Frequenz sein müssen. Als weitere Erschwernis und Lärmquelle kamen beim Ortstermin zur Mittagszeit die zahlreichen lärmenden Schüler und Schülerinnen hinzu, die an der Haltestelle unterwegs waren. Für die Querung über die Fahrspuren der Eschersheimer Landstrasse sowie über die mittig liegenden Schienen sollten die Ampelsignale deutlich lauter wahrnehmbar sein. Für die Ton-Signalisierung sollte die neueste Technik verwendet werden, damit sich andere Menschen nicht unangenehm gestört fühlen. In jedem Fall sollte jedoch die Verkehrssicherheit für stark sehbehinderte Personen Vorrang haben. Wir bitten den Magistrat in Zusammenarbeit mit Blindenverbänden um Beantwortung folgender vier Vorschläge, die sich auf die blindengerechte Ampelquerung an der Fritz-Tarnow-Straße beziehen, aber auch nach Prüfung und Befürwortung an den anderen ebenerdigen Querungen der Eschersheimer Landstraße in gleicher Weise als Standard ausgeführt werden sollten: Abbildung: Gleisabsperrung an der Fritz-Tarnow-Straße als Gehhindernis Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, die angesprochenen Mängel zu beseitigen ?
- Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, um blinden und sehbehinderten Personen die Überquerung der Straße und der Gleise im Bereich der Eschersheimer Landstrasse zu erleichtern?
- Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, die akustischen Signale für blinde und sehbehinderte Personen im Bereich der Eschersheimer Landstrasse besser wahrnehmbar zu gestalten?
- Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, die Gleisabsperrung an der Fritz-Tarnow-Straße so zu gestalten, dass sie kein Hindernis mehr für blinde und sehbehinderte Personen darstellt?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Januar 2010Sie sind hierAA 1129Barrierefreies Fußwegnetz: Ampelübergang an der U-Bahn-Haltestelle Fritz-Tarnow-Straße blindengerecht verbessernSTVV-Anfrage · FAG
- 23. April 2010BB 245Barrierefreies Fußwegnetz: Ampelübergang an der U-Bahn-Haltestelle Fritz-Tarnow-Straße blindengerecht verbessernMagistratsbericht
- 9. August 2010Antwort des Magistrats · nach 31 WochenBB 502Barrierefreies Fußwegnetz: Ampelübergang an der U-Bahn-Haltestelle Fritz-Tarnow-Straße blindengerecht verbessernMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate