Lebenssituation für Wohnsitzlose in Frankfurt am Main menschenwürdig gestalten
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Anfrage vom 26.01.2012, A 103
Betreff: Lebenssituation für Wohnsitzlose in Frankfurt am Main menschenwürdig gestalten Auch im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Wohnsitzlosen weiter an. Die stadteigenen Wohnungsbaugesellschaften selbst tragen mit ihrer aggressiven Einforderung von Mietzahlungen zur Verschärfung der Situation bei. Nach Auskunft des Magistrats sind in 2011 alleine von der ABG Holding 449 Räumungsklagen angestrengt worden. Aber selbstverständlich sind die Ursachen von Wohnungslosigkeit und die steigende Anzahl von Wohnsitzlosen vielfältig, auch in Frankfurt am Main. Der Magistrat wird daher gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten: 1) Betreibt die Stadt eine Ursachenforschung hinsichtlich der Zunahme von Wohnsitzlosen? 2) Wie wird die Zunahme von Wohnsitzlosen dokumentiert? 3) Wie wird auf die Zunahme von Wohnsitzlosen aktuell reagiert? Das Öffnen der B-Ebene und der Verweis auf die maximale Aufnahmekapazität für 1800 Menschen reichen nicht aus. 4) Sieht der Magistrat eine Möglichkeit bahnhofsnah eine zentrale Anlaufstelle für Wohnungslose einzurichten, die täglich 24 Stunden geöffnet ist? 5) Wo finden Menschen ohne Wohnsitz nach 17.00 Uhr in Frankfurt einen Schlafplatz? 6) Warum verschließt die Stadt die Augen vor der Zunahme von wohnsitzlosen Frauen, auch mit Kindern? Warum existieren hier keine ausreichenden Angebote? 7) Warum nutzt die Stadt für die Unterbringung von Wohnsitzlosen keinen Leerstand in der Innenstadt? Zurzeit fehlen jede Nacht mindestens 80 Übernachtungsmöglichkeiten. 8) Es fehlen niedrigschwellige Angebote, die die Menschen mit Lebensmitteln versorgen, Gutscheine für die öffentliche Infrastruktur zur Verfügung stellen, beispielsweise für die Nutzung des ÖPNV, und die medizinische Grundversorgung sichern. Wie und wo wird die Stadt hier aktiv?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Januar 2012Sie sind hierAA 103Lebenssituation für Wohnsitzlose in Frankfurt am Main menschenwürdig gestaltenSTVV-Anfrage · LINKE.
- 16. April 2012Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 158Lebenssituation für Wohnsitzlose in Frankfurt am Main menschenwürdig gestaltenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate