Green IT in der Stadtverwaltung
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Thema Umwelt und Energie verfolgenInhalt
Anfrage vom 17.08.2009, A 1016
Betreff: Green IT in der Stadtverwaltung Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 22.10.2009 Immer mehr Arbeitsabläufe innerhalb der Stadtverwaltung werden durch Informationstechnik (IT) unterstützt. Gleiches gilt für die Kommunikation mit den Bürgern. Diese im Grundsatz positive Entwicklung führt jedoch gleichzeitig zu hohen Strom- und Kühlleistungen, die insbesondere bei Servern und Rechenzentren anfallen. Deutschlandweit soll sich der Energiebedarf von IT in den Jahren von 2000 auf 2006 verdoppelt haben, während sich die Energiepreise im gleichen Zeitraum verdreifachten. In den Rechenzentren könnte der Energieverbrauch bald die eigentliche technische Ausstattung als größten Kostenfaktor abgelöst haben. Auch aus Sicht des Umweltschutzes wirft dies Probleme auf: Mehrere wissenschaftliche Studien belegen, dass die Produktion und der Betrieb von IT einen bedeutenden und zunehmend großen Beitrag zur Belastung der Umwelt mit CO2 leisten. Unter Green IT wird die Idee verstanden, den gesamten Lebenszyklus einer IT-Anlage umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Dabei stehen zwei Themen im Vordergrund: zum einen der Energieeinsatz bei der Produktion und der Nutzung von Hardware und zum anderen die Umweltverträglichkeit der verwendeten Materialien und Produktionsmittel. Dies vorausgeschickt bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:
- Wird in der Verwaltung der Stadt Frankfurt ein Konzept angewandt, das die Idee hinter Green IT umsetzt? Falls Ja, wie sieht dies aus? Fall Nein, warum nicht?
- Welche Green-IT-Maßnahmen (z.B. Virtualisierung und Bündelung der Server, Optimierung der Energiebilanz in Rechenzentren, Einsatz von energieeffizienter Hardware, Optimierung der Recyclingprozesse für Altgeräte) werden in welchem Umfang in der Stadtverwaltung umgesetzt?
- Wie hoch beziffert der Magistrat die Energiekosten pro Jahr, die durch Green IT in der Stadtverwaltung eingespart werden könn(t)en?
- Hat sich der Magistrat - ähnlich der Bundesregierung, die den durch IT verursachten Energieverbrauch bis 2013 um 40% reduzieren will - Ziele zur Senkung des IT-bezogenen Energieverbrauchs bzw. der IT-bezogenen Energiekosten gesetzt?
- Verfügt der Magistrat über Zahlen zur Anzahl der Server und Einzelplatzrechner (Laptops, Desktops-PCs) in der Stadtverwaltung? Falls Ja, wie haben sich diese in den letzten fünf Jahren entwickelt?
- Verfügt der Magistrat über Zahlen zum Energieverbrauch des Rechenzentrums? Falls Ja, wie hat sich dieser in den letzten fünf Jahren entwickelt? Falls Nein, strebt der Magistrat die künftige Erhebung solcher Zahlen an?
- In welchem Maße wird bei Neuanschaffungen von IT deren Energieverbrauch berücksichtigt? Finden auch die verwendeten Materialen, der Energieeinsatz bei der Produktion oder die Recyclingquote Eingang in die Entscheidung? Welche Zertifikate oder Prüfsiegel werden dabei berücksichtigt?
- Sind in den IT-Budgets auch die durch den Betrieb entstehenden Energiekosten enthalten oder erfolgt für diese eine eigenständige Kostenrechnung (z.B. über das Facility-Management)? Falls letzteres zutrifft, gibt es seitens des Magistrats Überlegungen, dies als Anreiz für energieeffizientes Handeln zu ändern?
- Findet im Bereich Green IT ein Austausch bzw. eine Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder IT-Unternehmen statt? Bericht des Magistrats vom 05.03.2010, B 145 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Recht, Verwaltung und Sicherheit Versandpaket: 19.08.2009
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. August 2009Sie sind hierAA 1016Green IT in der StadtverwaltungSTVV-Anfrage · FDP
- 5. März 2010Antwort des Magistrats · nach 29 WochenBB 145Green IT in der StadtverwaltungMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und Freie Wähler