Hitzeschutzkonzept für den Frankfurter Nordosten
Zusammenfassung
Es wird vorgeschlagen, zusätzliche Hitzeschutzmaßnahmen im Frankfurter Nordosten zu planen, um gefährdete Bevölkerungsgruppen vor Hitzewellen zu schützen und die Lebensqualität während heißer Sommermonate zu verbessern. Dies ist notwendig, da in diesem Jahr bereits viele Menschen aufgrund der Hitze gestorben sind und es nur sehr wenige Kühlorte in Frankfurt gibt.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFragen an den Magistrat
Der Magistrat wird aufgefordert, zu erläutern,
- welche zusätzlichen Hitzeschutzmaßnahmen im Frankfurter Nordosten geplant sind, um vulnerable Gruppen vor den vermehrt auftretenden Hitzewellen zu schützen und die zu erwartenden Hitzesommer für die Bevölkerung insgesamt erträglicher zu machen,
- welcher Zeitraum dafür vorgesehen ist,
- welche Bereiche und Maßnahmen priorisiert sind.
Begründung
Nach Berechnungen des RKI sind in Deutschland aufgrund der großen Hitze in diesem Jahr zwischen 14.500 und 17.000 Menschen gestorben. Allein die Hitzewelle Ende Juni hat je nach Quelle 5.100 bis 8.300 Todesopfer gefordert. In Frankfurt hat sich die Zahl der Einsätze der Rettungsdienste während der Hochphase, als Temperaturen um die 40°C gemessen wurden, verdreifacht; die Zahl der Notfall-Türöffnungen sogar verfünffacht (Quelle: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/frankfurter-feuerwehr-chef-die-hitzewell e-bringt-das-system-an-seine-grenzen-v1,hitzeeinsaetze-rettungsdienst-100.html). Im ganzen Gebiet des Ortsbeirates 10 gibt es aber nur neun "Kühle Orte" - die meisten davon Friedhöfe. Davon entfallen je drei auf die Stadtteile Bonames und Preungesheim; zwei auf Eckenheim und einer auf Berkersheim. Im dicht besiedelten Stadtteil Frankfurter Berg gibt es keinen (Quelle: offizielle Karte der Kühlen Orte der Stadt Frankfurt https://frankfurt.de/themen/gesundheit/hitze/kuehle-orte). Das ist bei einer Bevölkerungszahl von 45.000 viel zu wenig. Zudem gibt es im ganzen Ortsbezirk keine Trinkbrunnen und es fehlen klimatisierte Räume, in denen sich besonders hitzebetroffene Einwohnerinnen und Einwohner wenigstens zeitweise abkühlen können. Da derartige Hitzewellen infolge des Klimawandels häufiger auftreten werden, sind zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung dringend erforderlich. Die Information des Ortsbeirats über die geplanten Maßnahmen ist ebenfalls geboten, damit dieser sich in die Planung einbringen und die Bevölkerung informieren kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.
- 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
- 2direkt an den Magistrat
- 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
- 4Magistrat antwortet (12 Wochen)
Frist: 12 Wochen
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. September 2026 brachte der Ortsbeirat 10 diese Anfrage ein.