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Auskunftsersuchen zum Bahnprojekt Knoten Frankfurt Stadion - Errichtung von Ersatzbrunnen für den Bereich des Wasserwerks Goldstein

Vorlagentyp: STMagistrat
47 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit dem Bahnprojekt Knoten Frankfurt Stadion und der Errichtung von Ersatzbrunnen für das Wasserwerk Goldstein. Es wird erläutert, dass die Planung und der Bau der Brunnen sowie Infiltrationsanlagen koordiniert werden, um die Trinkwasserversorgung im Falle von Güterzugshavarien sicherzustellen. Die Maßnahmen sollen bis spätestens 2030 umgesetzt werden.

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Stellungnahme des Magistrats

Die Hessenwasser GmbH & Co. KG, eine Beteiligung der Mainova AG, teilt hierzu mit:

zu 1.:

Die HOAI-Leistungsphasen 1 bis 3 sind abgeschlossen. Die noch ausstehenden Leistungsphasen 5 bis 7 sowie das Vergabeverfahren und die Bauphase werden so koordiniert, dass die Ersatzbrunnen sowie die zugehörigen Infiltrationsanlagen (siehe unten unter 3.) 1 Jahr vor Inbetriebnahme des Vorhabens "Umbau Knoten Frankfurt (Main) - Sportfeld 2. BS" bzw. 1 Jahr vor der Inbetriebnahme des Vorhabens "Umbau Knoten Frankfurt (Main) - Stadion 3. BS" (siehe unten unter 2.) betriebsfertig zur Verfügung stehen. Nach derzeitigem Informationsstand soll das Vorhaben "Umbau Knoten Frankfurt (Main) - Sportfeld 2. BS" 2030 in Betrieb gehen, so dass die Brunnen spätestens zu diesem Zeitpunkt in Betrieb zu nehmen wären. Das Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben "Umbau Knoten Frankfurt (Main) - Stadion 3. BS" wurde noch nicht eingeleitet.

zu 2.:

Siehe oben unter

  1. Die Anlagen sind 1 Jahr vor Inbetriebnahme des Vorhabens "Umbau Knoten Frankfurt (Main) - Sportfeld
  2. BS" oder des Vorhabens "Umbau Knoten Frankfurt (Main) - Stadion
  3. BS" in Betrieb zu nehmen, je nachdem, welches DB-Vorhaben zuerst in Betrieb genommen wird. zu 3.: Die Planfeststellungsunterlagen* zu dem DB-Vorhaben "Umbau Knoten Frankfurt/M. - Sportfeld,
  4. Ausbaustufe" diesem Verfahren beinhalten in Anlage 18c, Hydrologisches Gutachten, Kapitel 9.4.3, eine Betroffenheitsanalyse der Brunnen des WW Goldstein im Havariefall und in Kapitel 10 die Beschreibung der vorgesehenen Maßnahmen zur Ersatzwasserbeschaffung. Diese umfassen den Bau von fünf zusätzlichen Brunnen entlang der Vogelschneise und drei neuen Infiltrationsorganen an der Tiroler Schneise. (* Download: https://www.bscw.bund.de/pub/bscw.cgi/157519962). Planung, Genehmigung und Umsetzung dieser Maßnahmen zur Kompensation einer Beeinträchtigung der östlichen Brunnen des Wasserwerks Goldstein und damit der öffentlichen Trinkwasserversorgung im Fall von Güterzugshavarien wurden vertraglich geregelt. Basis der umzusetzenden Maßnahmen ist eine umfassende, von 2013 bis 2016 in enger Abstimmung mit der Hessenwasser GmbH & Co. KG und der zuständigen Oberen Wasserbehörde, Regierungspräsidium Darmstadt, Dezernat IV/F 41.1 - Grundwasser, Bodenschutz Ost durchgeführte Standortfindung und Standorterkundung. Mit dem Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben "Umbau Knoten Frankfurt(M) - Sportfeld,
  5. Ausbaustufe" vom 04.10.2021 liegt die Genehmigung für Bau und Betrieb der Brunnen und Infiltrationsanlagen vor, letzteres in Form der in den Planfeststellungsunterlagen, Erläuterungsbericht, Kapitel 16.8 beantragten Änderung des Wasserrechtsbescheids des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 06.07.2005. zu 4.: Planung und Bau der Ersatzbrunnen und Infiltrationsanlagen inklusive Verbindungsleitungen erfolgen durch die DB Netz AG in Abstimmung mit Hessenwasser. Hinsichtlich der wasserrechtlichen Aspekte und Genehmigungen war und ist die Obere Wasserbehörde, Regierungspräsidium Darmstadt, Dezernat IV/F 41.1 - Grundwasser, Bodenschutz Ost eingebunden bzw. zuständig. zu 5.: Die vorgesehenen Maßnahmen in Form des Baus von Brunnen und Infiltrationsorganen zielen auf die Kompensation des Risikos im Betrieb der geplanten Bahntrassen ab, das darin besteht, dass bei Güterzugshavarien sehr große, nicht beherrschbare Mengen von wassergefährdender Ladung freigesetzt werden können und dabei entstehende Großbrände den Einsatz sehr großer Mengen Löschmittel erfordern können. Das Risiko einer Verunreinigung von Boden und Grundwasser und damit des in den Brunnen des WW Goldstein gewonnenen Rohwassers während der Bauphase wird durch umfassende, im Planfeststellungsbeschluss festgelegte Schutzmaßnahmen minimiert. Neben präventiven Maßnahmen wie z.B. der regelmäßigen Kontrolle von Maschinen, dem Unterlegen von Folien, räumlichen Einschränkungen und Anweisungen für Betankungsvorgänge sowie Auflagen für die verwendeten Baustoffe wurde auch ein Havariemanagementkonzept entwickelt, das gewährleistet, dass beim Freiwerden von Schadstoffen schnellstmöglich alle Schritte zur Eindämmung der Ausbreitung sowie zur Aufnahme und Entsorgung des kontaminierten Materials ergriffen werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. Juni 2023OFOF 836/5Auskunftsersuchen zum Bahnprojekt Knoten FrankfurtStadion - Errichtung von Ersatzbrunnen für den Bereich des Wasserwerks GoldsteinOrtsbeiratsantrag · SPD
  2. 14. Juli 2023VV 722Auskunftsersuchen zum Bahnprojekt Knoten FrankfurtStadion - Errichtung von Ersatzbrunnen für den Bereich des Wasserwerks GoldsteinAnfrage
  3. 27. Mai 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 47 Wochen
    STST 993Auskunftsersuchen zum Bahnprojekt Knoten Frankfurt Stadion - Errichtung von Ersatzbrunnen für den Bereich des Wasserwerks Goldstein
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
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