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Programm des Landes Hessens "herkunftsprachlicher Unterricht" (HSU) auf Französisch erweitern

Vorlagentyp: STMagistrat
51 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt vor, den herkunftssprachlichen Unterricht (HSU) in Hessen um die französische Sprache zu erweitern, um den Bedürfnissen von Familien mit Migrationsgeschichte gerecht zu werden. Dies soll die Bildungschancen der Kinder verbessern und die Anerkennung ihrer Familiensprachen fördern.

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Stellungnahme des Magistrats

In Hessen wird "herkunftssprachlicher Unterricht" (HSU) in den Sprachen der sogenannten "Anwerberländer" angeboten. Das Angebot des HSU erstreckt sich auf derzeit 13 Sprachen. Familien in Hessen bringen jedoch weitaus mehr unterschiedliche Sprachen mit. Damit wird deutlich, dass eine Vielzahl von Herkunftssprachen der Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte nicht in Form eines HSU angeboten werden, darunter auch das Französische. Für einige Sprachen bieten auch die sogenannten Samstagsschulen einen HSU an. Dennoch bleiben viele Familiensprachen dabei unberücksichtigt.

Die Befürchtung ist berechtigt, dass die Ausrichtung an den ehemaligen sogenannten "Anwerberländern" sowie die Auslagerung für manche Sprachen in die Verantwortung der Konsulate (z.B. für Spanisch) in Verbindung mit zusätzlichen Teilnahmebedingungen eine Benachteiligung bestimmter Sprechergruppen darstellen kann.

Eine Literalisierung von Kindern auch in deren Familiensprachen wirkt sich positiv auf den erfolgreichen Erwerb der Bildungssprache Deutsch aus und kann deshalb als ein wirksamer Baustein für Bildungschancen und Bildungserfolg betrachtet werden. Darüber hinaus besteht teilweise die Möglichkeit, sich die Teilnahme am HSU in die regulären Schulzeugnisse eintragen zu lassen, sodass die Literalisierung in der Familiensprache auch dadurch als zusätzliche, schulische Kompetenz und Ressource anerkannt wird.

Die Angebote für den HSU an den Anmeldezahlen für bestimmte Sprachen auszurichten und anzupassen könnte daher eine angemessene Vorgehensweise darstellen, die eine Ausgrenzung bestimmter Sprachen vermeidet. Diese Vorgehensweise ist bspw. in Nordrheinwestfalen mit derzeit 30 Sprachen im HSU Angebot bereits etabliert (Herkunftssprachlicher Unterricht | Bildungsportal NRW (schulministerium.nrw)).

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 22. Mai 2023KK 135Programm des Landes Hessens „herkunftsprachlicher Unterricht“ (HSU) auf Französisch erweiternKAV-Anregung
  2. 13. Mai 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 51 Wochen
    STST 946Programm des Landes Hessens "herkunftsprachlicher Unterricht" (HSU) auf Französisch erweitern
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
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