Quartiersmanager für Ginnheim?
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Wohnen verfolgenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 18.05.2018, ST 943
Betreff: Quartiersmanager für Ginnheim? Die Platensiedlung wird seit 2006 durch das Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft im Rahmen des modularen Unterstützungsmanagements unterstützt. Aufgrund eines Magistratsberichtes hatten Ortsbeirat und Stadtverordnetenversammlung zugestimmt (§ 2509 / 2007, zum Vortrag des Magistrats vom 16.07.2007, M 134, Beschluss OBR 09 vom 30.08.2007). Hintergrund war, dass die wichtige Arbeit der Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner durch den Magistrat mittels einer erforderlichen weiteren intensiven Steuerung der Prozesse vor Ort unterstützt werden sollte. Daher wurde das Quartiersmanagement seit dem 01.08.2006, zuletzt seit dem Jahr 2010, mit dem Verein I.d.e.a.L. e.V. in Verbindung mit der Projektsteuerung des Frankfurter Programms des Magistrats durchgeführt. Aufgrund der eingeschränkten kapazitären Möglichkeiten des Vereins I.d.e.a.L. e.V. ist es aus Sicht des Magistrats erforderlich das bestehende Quartiersmanagement mit einem Vollzeit-Quartiersmanagement fortzusetzen, um den Herausforderungen wie Nachverdichtung und beginnende soziale Erosion entgegenzuwirken und dem Bedürfnis der Bewohnerinnen und Bewohner nach einem liebens- und lebenswerten Stadtteil gerecht zu werden. Dies vorausgeschickt nimmt der Magistrat wie folgt Stellung:
Zu 1.: Die Aufgabenbeschreibung ist mit den Trägern des Quartiersmanagements vereinbart und wie folgt definiert: - Einrichtung eines Quartiersmanagements vor Ort durch Arbeit eines Quartiersmanagers vor Ort und Unterhaltung eines Stadtteilbüros bzw. einer Arbeitsmöglichkeit vor Ort mit regelmäßigen Öffnungszeiten. - Aktivierung der Bewohner innerhalb der Quartiere durch Initiierung und/oder Begleitung von Selbsthilfepotentialen in der Bewohnerschaft, Initiierung und/oder Begleitung von Aktivitäten zur Verbesserung der Kommunikation der Bewohner/Innen im Sinne positiver Nachbarschaft, aktiven Stadtteillebens und der Bereitschaft zur Beteiligung an Maßnahmen zur Veränderung im Stadtteil, Initiierung und/oder Begleitung von Aktivitäten und Maßnahmen zur Verbesserung der persönlichen (individuellen und familiären) Wohnsituation, der Wohnumfeldbedingungen und der sozialen, kulturellen und freizeitbezogenen Infrastruktur. - Vernetzung von Akteuren in den Quartieren durch Vernetzung von Planungen und Aktivitäten im Rahmen der Quartiersentwicklung der Bewohner und unterschiedlicher Akteure, Initiierung und/oder Begleitung eines Stadtteilarbeitskreises, in dem interessierte Bewohnerinnen und Bewohner, Interessengruppen und Vertreter der städtischen Ämter mitarbeiten, Beratung von Initiativen, Vereinen, Gewerbetreibenden u. a. über mögliche Projektfinanzierungen und -trägerschaften. - Einleitung von Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durch Aktive Mitwirkung bei der Umsetzung der Ziele des Frankfurter Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsprogramms in Kooperation mit der Stadt, der Beratungsstelle des Frankfurter Arbeitsmarktprogramms und dem Jobcenter. Enge Kooperation bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen, insbesondere mit den Wohnungsbaugesellschaften/Vermietern, Gewerbetreibenden, städtischen Ämtern, Verbänden und Stiftungen sowie Quartiersmanager/innen in anderen Gebieten des kommunalen "Frankfurter Programms - Aktive Nachbarschaft", Initiierung und/oder Begleitung von Maßnahmen, die die Qualifikation der Bewohnerinnen und Bewohner des Quartieres verbessern, um somit die Chancen am Arbeitsmarkt erhöhen.
Zu 2.: Der Magistrat erwartet von einem Quartiersmanagement folgendes Anforderungsprofil: - abgeschlossenes Studium der Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik, der Raumplanung oder ein vergleichbares Studium - Engagement und Flexibilität (auch für Abend- und Wochenendtermine) - hohe kommunikative, soziale und interkulturelle Kompetenzen - Konfliktfähigkeit in einem schwierigen sozialen Umfeld - Fähigkeit zu selbstständiger, eigenverantwortlicher und eigeninitiativer Arbeit - Koordinations- und Organisationsfähigkeit - einschlägige Erfahrungen in der Vorbereitung und Durchführung von Beteiligungsverfahren (auf Quartiersebene) - Erfahrungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Produkten der Öffentlichkeitsarbeit Zu 3.: Für Personal- und Sachkosten entstehen 85.000 € pro Jahr und für Projekte 25.000 €, somit insgesamt 110.000 €. Der Magistrat ist gerne bereit, sich mit dem Ortsvorsteher ins Benehmen zu setzen, um die gestellten und auch ggf. weitere Fragen zu beantworten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Februar 2018OFOF 420/9Quartiersmanager für Ginnheim?Ortsbeiratsantrag · FDP
- 22. Februar 2018OMOM 2814Quartiersmanager für Ginnheim?Direktanregung
- 18. Mai 2018Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 WochenSTST 943Quartiersmanager für Ginnheim?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab