Die Geobohrung am Rebstock
Zusammenfassung
Der Magistrat unterstützt den Wunsch des Ortsbeirates 2 nach einer Informationsveranstaltung zur Forschungsbohrung Rebstockbad. Ziel ist es, die Anwohner:innen über den Projektstand und die Ergebnisse der geologischen Untersuchungen zu informieren.
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Thema Stadtplanung verfolgenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat nimmt den Wunsch des Ortsbeirates 2 bezüglich einer Informationsveranstaltung zur "Forschungsbohrung Rebstockbad" innerhalb der Bürgerfragestunde sehr gerne auf. Die BäderBetriebe Frankfurt stehen einer Informationsveranstaltung offen gegenüber.
Für das einzigartige Projekt der "Forschungsbohrung Rebstockbad" haben sich das Hessische Wirtschaftsministerium, das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) als zuständige Behörde für die geologische Landesaufnahme und die Bauherrin und Auftraggeberin Stadt Frankfurt am Main, vertreten durch das Klimareferat, mit mehreren Partnern zusammengefunden. Die BäderBetriebe Frankfurt GmbH stellten das Grundstück zur Verfügung.
Das Projekt fußte auf Feststellungen des HLNUG, welches im Rahmen der Geologischen Landesaufnahme schon vor über zehn Jahren die Annahme der Existenz einer geothermischen Anomalie im Bereich des Innenstadtgebietes von Frankfurt getroffen hat. Sämtliche Forschungstätigkeiten an der Bohrung wurden vom HLNUG koordiniert. Hierbei ging es darum, neue Erkenntnisse zum Untergrund zu erlangen. Zum einen handelt es sich um das Gestein, das so genannte "Rotliegend", und dessen hydraulische und geothermische Eigenschaften (z. B. Durchlässigkeit, Wärmeleitfähigkeit). Darüber hinaus spielt aber auch das Grund- bzw. Thermalwasser sowie die Zusammensetzung eine entscheidende Rolle. Der geplante Untersuchungsumfang wurde vom HLNUG mit verschiedenen Partnern festgelegt und durchgeführt.
Im Laufe der Forschungsbohrung ließen sich die Prognosen der Geologen des HLNUG hinsichtlich des Untergrundes und dem Antreffen der Gesteinsschicht "Rotliegend" nicht bestätigen. Geplant war eine Bohrtiefe von ca. 680 m. Im Laufe der Forschungsbohrung zeigte sich aber, dass wesentlich tiefer gebohrt werden musste, um die entsprechende Gesteinsschicht zu erlangen und Informationen zu den jeweiligen Eigenschaften zu gewinnen. Dies führte u. a. zu einer deutlichen Verlängerung der Forschungsbohrung als ursprünglich geplant.
Bereits vor und während der Durchführung der Forschungsbohrung hat der Magistrat die Anwohner:innen regelmäßig durch Postwurfsendungen über den Projektstand informiert. Darüber hinaus gab es auch die Möglichkeit, in den entsprechenden Bürgersprechstunden im Infocontainer-Büro detailliertere Projektinformationen über die Mitarbeiter:innen der Stadt Frankfurt zu erhalten.
Mitte 2023 wurde die Forschungsbohrung Rebstockbad mit einer Endtiefe von 1.060 m beendet und ging Anfang des Jahres in den Besitz der BäderBetriebe Frankfurt GmbH über.
Das HLNUG wertet derzeit sämtliche bei dem Projekt erhobenen Daten aus. Gerne fragt der Magistrat beim HLNUG an, wann einer der Mitarbeitenden für eine Präsentation der Forschungsergebnisse zur Verfügung steht.
Die energetische Nutzung der Bohrung im Rahmen des entstehenden Rebstockbades ist geplant.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 19. November 2023OFOF 784/2Die Geobohrung am RebstockOrtsbeiratsantrag · SPD
- 22. Januar 2024OMOM 5015Die Geobohrung am RebstockDirektanregung
- 6. Mai 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 24 WochenSTST 917Die Geobohrung am RebstockStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab