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Programm für Hausgeburten

Vorlagentyp: STMagistrat
28 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat sieht derzeit keinen erhöhten Bedarf für ein Programm für Hausgeburten in Frankfurt am Main. Die Mehrheit der Hausgeburten wird von gebildeten Müttern der mittleren und oberen Einkommensklassen in Anspruch genommen, während das städtische Angebot "Frühe Hilfen" vor allem junge Mütter mit besonderen Bedürfnissen unterstützt.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Nicht viele Frauen bringen ihre Babys zu Hause zur Welt. 2020 fanden laut der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V. (QUAG) lediglich 1,8% aller Geburten außerhalb der Klinik statt.

Im PLZ-Gebiet 60 waren das nach der QUAG 2019 220 und 2020 264 Geburten.

Es gibt in Frankfurt am Main einige wenige Hebammen, die außerklinische Geburten zuhause und im Geburtshaus anbieten. Diese Angebote werden fast ausschließlich von gebildeten Müttern der mittleren und oberen Einkommensklassen in Anspruch genommen, die sich detailliert auf die Geburt vorbereitet haben und sich mit frühkindlichen gesundheitlichen Belangen auseinandergesetzt haben.

Die Mütter, die im Rahmen des speziellen städtischen Angebotes der "Frühen Hilfen Frankfurt am Main" betreut werden, wurden meist schon in der Schwangerschaft durch die behandelnden Frauenärzt:innen, das Jugendamt oder die Babylotsen an die Frühen Hilfen im Gesundheitsamt gemeldet.

Es handelt sich meist um junge Mütter mit ggf. psychischen Erkrankungen, ausländischer Herkunft und geringer Schulbildung. Sie erhalten eine engmaschige Betreuung mit gesundheitlicher Beratung, Ernährungsberatung und Begleitung zu Beratungsinstitutionen etc. Dies erfolgt durch speziell ausgebildete Familienhebammen oder Kinderkrankenschwestern während des ersten Lebensjahres des Babys.

Für Frauen und ihre Partner, die über keine Krankenversicherung verfügen, bietet das Gesundheitsamt, in Kooperation mit Entbindungskliniken in Frankfurt am Main, auch ein Programm an, das für 700 € eine ambulante Geburt in einer Klinik durch Hebamme oder Arzt bzw. Ärztin bietet und damit auch eine sichere Geburt im Falle von unvorhersehbaren Komplikationen.

Resümierend besteht aus Sicht des Magistrates daher zurzeit kein erhöhter Bedarf für ein Programm für Hausgeburten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 28. Juni 2021KK 12Programm für HausgeburtenKAV-Anregung
  2. 10. Januar 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 28 Wochen
    STST 8Programm für Hausgeburten
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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