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Maßnahmen zur Bekämpfung der sozialen Isolation älterer Frauen der ersten Einwanderergeneration

Vorlagentyp: STMagistrat
15 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren
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Idee
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats beschreibt verschiedene Projekte in Frankfurt am Main, die darauf abzielen, die soziale Isolation älterer Frauen der ersten Einwanderergeneration zu bekämpfen. Diese Initiativen bieten vielfältige Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe, Bildung und Unterstützung, um die Lebensqualität der betroffenen Frauen zu verbessern.

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Stellungnahme des Magistrats

Zu 1. und 2.:

In Frankfurt am Main gibt es Projekte, die einzelne der genannten Aspekte abdecken, aber keines, das alle gleichermaßen abdeckt.

infrau e.V. bietet Frauen ab 50 Jahren - mit und ohne Migrationserfahrung - neue Wege, ihren Lebensalltag in Frankfurt zu gestalten und erleichtert ihnen somit den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe. In Form von niedrigschwelligen Treffen, die Freizeitaktivitäten mit Information und kultureller Bildung kombinieren, knüpfen die Frauen Kontakte und bilden sich ungezwungen weiter. Die Exkursionen in der Gruppe, die individuelle Beratung und persönliche Beziehungsarbeit nehmen Schwellenängste und eröffnen ihnen neue Wege und Zugänge: zu Sportvereinen, Museen oder Theatern, zu weiterführenden Bildungseinrichtungen und in institutionelle Strukturen. Workshops und Präsentationen zu den Themen Gesundheitsprävention und Selbstfürsorge im Alter sind ebenfalls Bestandteil der wöchentlichen Treffen.

Die Beratungsstelle des DRK "Hiwa!" für ältere Migrant:innen umfasst verschiedene Angebote - von Einzelfall- und Gruppenberatungen über psychosoziale Beratung, Informationsveranstaltungen, Hausbesuche und Begleitungen, zum Beispiel zu Behörden, Ärzt:innen als auch Freizeitaktivitäten wie Senior:innenreisen.

Der Interkulturelle Treff OASI (Offen, Aktiv, Senior:innen, Interkulturell) in Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, ab 55 Jahren. In der Einrichtung mit offenem und partizipativem Charakter gibt es verschiedene Angebote und Beratung zu seniorenrelevanten Themen. OASI hat das Ziel Offenheit für andere Menschen, Länder und Kulturen zu fördern, Vorurteile und Stereotypisierungen abzubauen, Nachbarschaftshilfe zu unterstützen und Vereinsamung vorzubeugen. Die Teilnehmer:innen können verschiedene Sprachen wie Spanisch, Italienisch, Deutsch, Englisch, Tigrinja und Farsi sprechen. OASI arbeitet zusammen mit verschiedenen Institutionen und Einrichtungen der Altenhilfe und ist gut in den westlichen Stadtteilen vernetzt. OASI hat 2009 den Deutschen Altenhilfepreis erhalten. Das Monatsprogramm wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen entwickelt. Zu den Angebote gehören: Frauenfrühstück, gemeinsames Kochen, Beratung zu seniorenrelevanten Themen wie Patientenverfügung und Vollmacht, Pflegeversicherung, ambulante und stationäre Hilfen und Einrichtungen, Hausnotruf, Essen auf Rädern und Haushaltshilfe, Spielenachmittag, gemeinsames Essen gehen, Filmnachmittag, Ausflüge im Rhein-Main-Gebiet, Teilnahme an regionalen Festen und Veranstaltungen wie dem Höchster Suppenfest, Informationsveranstaltungen, Kooperation mit anderen Einrichtungen und Trägern der Altenhilfe in Frankfurt, Sensibilisierungsarbeit zu Diskriminierung. Eine Anmeldung oder regelmäßige Teilnahme ist nicht erforderlich.

Das Internationale Familienzentrum e.V. bietet im Gusti-Gebardt-Haus im Ostend Beratungsangebote und auch Begegnungsangebote für ältere Migrant:innen und Deutsche.

Im Rahmen der Beratungsangebote erhalten sie Informationen und bei Bedarf Weitervermittlungen zu u. a. folgenden Themen: Grundsicherung und Pflegeversicherung, Wohnungsprobleme im Alter, Vermittlung ambulanter Dienste, von Alten- bzw. Pflegeheimplätzen, Betreutes Wohnen, Nachbarschafts- und Selbsthilfeprojekte, Stadtteilinformationen.

Sowohl ältere Migrant:innen als auch deutsche Senior:innen haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich regelmäßig in der Ostendstraße 70 zum gemeinsamen Austausch zu treffen. Die Angebote sind hierbei nicht auf den Stadtteil Ostend beschränkt, sondern gelten stadtweit. Ziele der Angebote sind die Vorbeugung der altersbedingten Vereinsamung sowie das Bereitstellen von Informationen, die zum Abbau von (psychosozialen) Belastungen führen können. Konkret gibt es aktuell einen wöchentlich stattfindenden Nachmittagstreff für ältere Männer aus Bosnien, Kroatien und Serbien und einen wöchentlichen Treff für ältere Frauen aus der Türkei.

Der Verein zur Unterstützung russischsprachiger Mitbürger:innen in Frankfurt e.V. hat beim Amt für multikulturelle Angelegenheiten im Rahmen des WIR-Programms ein Projekt beantragt, das sich speziell an russischsprachige Senior:innen richtet. Es soll ein Senior:innenclub eingerichtet werden mit dem Ziel, regelmäßige Austausch- und Informationsveranstaltungen anzubieten und damit Isolation entgegenzuwirken.

Die Angebote werden durch die Vereine selbst an die entsprechenden Zielgruppen und in die Communitys hinein kommuniziert. Auch das AmkA stellt diese Informationen im Rahmen ihres Informations- und Orientierungsangebotes bereit.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. Januar 2024KAKA 44Maßnahmen zur Bekämpfung der sozialen Isolation älterer Frauen der ersten EinwanderergenerationKAV-Anfrage
  2. 26. April 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 Wochen
    STST 797Maßnahmen zur Bekämpfung der sozialen Isolation älterer Frauen der ersten Einwanderergeneration
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
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