Fernwärme im Ortsbezirk 2
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt erarbeitet eine Kommunale Wärmeplanung, die durch die Mainova AG unterstützt wird. Ziel ist die Dekarbonisierung und der Ausbau des Fernwärmenetzes, um erneuerbare Energiequellen besser zu integrieren. Die Ergebnisse des Fernwärme-Transformationsplans werden in die Planung einfließen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Aktuell erarbeitet die Stadt Frankfurt die Kommunale Wärmeplanung, die nach dem Hessischen Energiegesetz für Kommunen ab einer Größe von 20.000 Einwohnern und dem im November 2023 im Bundestag verabschiedeten Wärmeplanungsgesetz (WPG) verpflichtend ist. Die Mainova AG unterstützt die Stadt Frankfurt bei der Erarbeitung der Kommunalen Wärmeplanung mit ihrer Expertise. Ergänzend dazu arbeitet Mainova an einem Fernwärme-Transformationsplan, in dem sowohl die Dekarbonisierung als auch der Ausbau des Netzes beschrieben wird. Der Fernwärme-Transformationsplan führt die Kundenbedarfe mit den mit aktuellen Wärmequellen in einer Gesamtplanung zusammen. Nach Fertigstellung des Fernwärme-Transformationsplans wird Mainova über die Ergebnisse informieren. Mainova setzt bei der Erzeugung von Fernwärme auf drei Säulen der Fernwärmeversorgung. Zum einen wird die Wärme aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Dafür werden im Müllheizkraftwerk Nordweststadt und im Biomassekraftwerk Fechenheim bereits heute emissionsarm Strom und Wärme erzeugt. Ergänzend dazu sollen langfristig weitere Quellen wie Geo- oder Solarthermie integriert werden. Insbesondere für die bessere Integration erneuerbarer Energiequellen in das Fernwärmesystem, sind Wärmespeicher geplant. Außerdem soll Abwärme aus Rechenzentren verstärkt für die Wärmeversorgung eingesetzt werden. Schon heute nutzt Mainova Abwärme aus Rechenzentren zu Heizzwecken. Diese kann entweder für Bestandsbauten, Neubauquartiere oder im Zusammenspiel mit Wärmepumpen für die Einspeisung in das Fernwärmenetz verwendet werden. Zudem wird auch weiterhin konventionelle Kraftwerkstechnik in der Kraft-Wärme-Kopplung benötigt. Dies soll langfristig mit erneuerbaren Brennstoffen erfolgen. Zu diesem Zweck wird das Heizkraftwerk West zunächst auf Erdgas und perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt. Hinsichtlich des Ausbaus der Fernwärme untersucht Mainova jedes potenzielle Gebiet für Fernwärme genau und ermittelt bei Eignung, in welchem Zeitraum und mit welcher Priorität der Anschluss an das Fernwärmenetz erfolgen kann. Die Ergebnisse des Fernwärme-Transformationsplans sind daher in der Kommunalen Wärmeplanung zu berücksichtigen. In Teilen des Westends-Süd, Westends-Nord und Bockenheims befindet sich bereits ein Fernwärmenetz, dessen genaues Ausbaupotential im Rahmen des Fernwärme-Transformationsplans noch geprüft wird. Weitere allgemeine Informationen zur Fernwärme für Frankfurt, darunter auch zum aktuellen Bestandsnetz, sind unter folgendem Link zu finden: www.mainova.de/de/ihre-mainova/ueber-uns/waerme-stromversorgung/fernwaerme
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. September 2023OFOF 747/2Fernwärme im Ortsbezirk 2Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 16. Oktober 2023VV 774Fernwärme im Ortsbezirk 2Anfrage
- 19. April 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 29 WochenSTST 787Fernwärme im Ortsbezirk 2Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab