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Nah- und Fernwärme für Harheim

Vorlagentyp: STMagistrat
43 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt erarbeitet eine Kommunale Wärmeplanung, unterstützt von der Mainova AG. Aufgrund der hohen Kosten für einen Fernwärmeanschluss ist kein Ausbau der Fernwärme in Harheim geplant, und es wird kein Nahwärmenetz betrieben. Eine konkrete Planung und Wirtschaftlichkeitsberechnung sind erforderlich, um zukünftige Nahwärmenetze zu evaluieren.

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Stellungnahme des Magistrats

Aktuell erarbeitet die Stadt Frankfurt die Kommunale Wärmeplanung, die nach dem Hessischen Energiegesetz für Kommunen ab einer Größe von 20.000 Einwohnern verpflichtend ist. Die Mainova AG unterstützt die Stadt Frankfurt am Main bei der Erarbeitung der Kommunalen Wärmeplanung mit ihrer Expertise.

Ergänzend dazu arbeitet die Mainova AG an einem Fernwärme-Transformationsplan, in dem sowohl die Dekarbonisierung als auch der Ausbau des Netzes beschrieben wird. Der Fernwärme-Transformationsplan führt die Kundenbedarfe mit den mit aktuellen Wärmequellen in einer Gesamtplanung zusammen.

Hinsichtlich des Ausbaus der Fernwärme untersucht die Mainova AG jedes potenzielle Gebiet für die Fernwärme und es wird festgelegt, in welchem Zeitraum und mit welcher Priorität der Anschluss an das Fernwärmenetz erfolgen kann.

Daher sollte der Fernwärme-Transformationsplan im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung berücksichtigt werden.

Bei der Untersuchung und Festlegung der potenziellen Fernwärmegebiete werden unterschiedliche Faktoren betrachtet, beispielsweise:

- Entfernung des Gebietes zum derzeitigen Fernwärme-Bestandsnetz,

- Länge der erforderlichen Anschlussleitung an das Bestandsnetz: Je weiter ein Hausanschluss von der bestehenden Versorgungsleitung entfernt ist, desto mehr Leitungsmeter müssen verlegt werden, um die Liegenschaften anzuschließen. Da die Kostenkalkulation pro verlegtem Meter Rohrleitung erfolgt, sind kürzere Anschlussleitungen entsprechend wirtschaftlicher;

- Wärmedichte des Gebietes: beschreibt den spezifischen Wärmeverbrauch der Anschlüsse des Gebietes. Mehrparteienhäuser mit einem Anschluss haben einen höheren Wärmeverbrauch als Einfamilienhäuser, weshalb ein Fernwärmeanschluss für Mehrparteienhäuser grundsätzlich eher wirtschaftlich ist.

Im Zusammenspiel dieser Faktoren wird ermittelt, ob die Erschließung des Gebietes und der dortigen Liegenschaft wirtschaftlich abbildbar ist, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Anschlusskosten von den Anwohnerinnen und Anwohner getragen werden.

Der Stadtteil Harheim liegt zu weit entfernt vom aktuellen Bestandsgebiet der Mainova AG. Aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten für einen Fernwärmeanschluss, ist kein Ausbau der Fernwärme in Harheim geplant.

Derzeit wird seitens der Mainova AG kein Nahwärmenetz in Harheim betrieben.

Pauschale Aussagen zu zukünftigen Nahwärmenetzen sind leider nicht möglich. Grundsätzlich bedarf es einer konkreten Planung und Berechnung der Wärmequellen und -verbraucher in einem festgelegten Bereich, sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Gerne unterstützt die Mainova AG hier mit Ihrer Expertise und Erfahrung aus einer Hand. Hierfür bedarf es einer konkreten Beauftragung der Mainova AG durch die Stadt Frankfurt am Main oder eines Dritten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 18. Juni 2023OFOF 151/14Nah- und Fernwärme für HarheimOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 3. Juli 2023OMOM 4168Nah- und Fernwärme für HarheimDirektanregung
  3. 15. April 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 43 Wochen
    STST 724Nah- und Fernwärme für Harheim
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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