Obdachlosigkeit im Frankfurter Süden - Menschen helfen und hygienische Zustände verbessern
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main plant verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung obdachloser Menschen im Süden der Stadt. Dazu gehören ein differenziertes Hilfesystem, präventive Ansätze zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit sowie verbesserte hygienische Bedingungen. Ziel ist es, die Lebenssituation obdachloser Menschen nachhaltig zu stabilisieren und ihre Integration in den Wohnungsmarkt zu fördern.
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Thema Wohnen verfolgenStellungnahme des Magistrats
- Verbesserung der Lebenssituation obdachloser Menschen Zur Stabilisierung der Lebenssituation obdachloser Menschen setzt die Stadt Frankfurt am Main auf ein stadtweites differenziertes Hilfesystem. Dazu zählen niedrigschwellige Angebote wie Notübernachtungen, Tagesaufenthalte, Straßensozialarbeit sowie spezialisierte Beratungs- und Unterstützungsangebote. Mobile Sozialarbeit und Streetwork sind auch im Frankfurter Süden aktiv, um obdachlose Menschen direkt im öffentlichen Raum zu erreichen, zu beraten und in bestehende Hilfesysteme zu vermitteln. Ergänzend werden auch in den Südlichen Stadtteilen aufsuchende medizinische Angebote eingesetzt.
- Nachhaltige Reduzierung von Wohnungslosigkeit Zur nachhaltigen Verhinderung und Reduzierung von Wohnungslosigkeit verfolgt der Magistrat einen präventiven Ansatz. Zentrale Instrumente sind dabei die Wohnraumsicherung, die Vermeidung von Wohnungsverlusten sowie Programme zur schnellen Vermittlung von Wohnraum ("Housing-First"-Ansätze). Bestehende Unterstützungsangebote müssen so frühzeitig anzusetzen, so dass Wohnungslosigkeit gar nicht erst entsteht. Menschen ohne Wohnsitz sollen möglichst schnell wieder in eigenen Wohnraum vermittelt werden, ergänzt durch sozialpädagogische Begleitung. Gleichzeitig werden Anstrengungen unternommen, weitere Zugänge zu bezahlbarem Wohnraum zu schaffen. Bei Neubau-Vorhaben können bzw. müssen Programme der Wohnungsbauförderung in Anspruch genommen werden. Die ergänzenden stadteigenen Programme bedingen eine niedrigere Einstiegsmiete für neu geschaffenen Wohnraum. Berechtigte Haushalte, die sich nicht auf dem ersten Wohnungsmarkt adäquat mit Wohnraum versorgen können, haben entsprechend der Registrier- und Vergaberichtlinien der Stadt Frankfurt am Main die Möglichkeit, eine geförderte Wohnung zu beziehen. Vergleichbares gilt für den Erwerb von Belegungsrechten an bestehendem Wohnraum. Grundsätzlich gilt, dass nur dauerhaft bezahlbarer Wohnraum für Menschen, die obdachlos sind oder in Unterkünften leben müssen, die Chance birgt, auf dem ersten Wohnungsmarkt eine Wohnung zu finden. Ein besonderes Augenmerk des Magistrats muss daher in Zukunft sein, dieses Segment des Wohnungsmarkts zu stärken und auszubauen.
- Verbesserung der allgemeinen Situation von obdachlosen Menschen in südlichen Stadtteilen Zur Verbesserung der hygienischen/ gesundheitlichen Situation obdachloser Menschen stehen in Frankfurt am Main verschiedene Angebote zur Verfügung. Spezielle Dusch- und Waschmöglichkeiten in Tagesaufenthalten und Übernachtungsstätten sowie diverse Kleiderkammern dienen diesem Zweck. Auch die medizinischen Angebote der Wohnungsnotfallhilfe sind darauf ausgelegt, hier abhilfe zu schaffen. Diese Angebote werden regelmäßig überprüft und den Bedarfen angepasst. Im Frankfurter Süden wird derzeit geprüft, wie bestehende Einrichtungen besser genutzt, erweitert oder durch zusätzliche Angebote ergänzt werden können. Dabei wird auch berücksichtigt, wie durch Kooperationen mit sozialen Trägern und quartiersbezogene Lösungen eine bessere Versorgung erreicht werden kann.
- Ausblick Der Magistrat wird die Situation obdachloser Menschen im Frankfurter Süden weiterhin aufmerksam beobachten und die bestehenden Maßnahmen bedarfsgerecht fortentwickeln. Hinweise und Anregungen aus den Ortsbeiräten werden dabei in die laufenden Prüf- und Entscheidungsprozesse einbezogen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Januar 2026OFOF 1657/5Obdachlosigkeit im Frankfurter Süden - Menschen helfen und hygienische Zustände verbessernOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 23. Januar 2026VV 1382Obdachlosigkeit im Frankfurter Süden - Menschen helfen und hygienische Zustände verbessernAnfrage
- 7. April 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 WochenSTST 663Obdachlosigkeit im Frankfurter Süden - Menschen helfen und hygienische Zustände verbessernStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab