Was macht der Kormoran in der Corona-Krise
Zusammenfassung
Der Magistrat plant Maßnahmen zur Verbesserung der Nidda, einschließlich des Rückbaus des Hausener Wehres und des Neubaus des Rödelheimer Wehres. Diese Maßnahmen sollen die Lebensräume für Flora und Fauna fördern und das Landschaftsbild verbessern. Zudem wird die Notwendigkeit von Vergrämungsabschüssen für Kormorane geprüft.
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E-Mail-Abo einrichtenStellungnahme des Magistrats
Zu Frage 1: Die Ausnahmeerlaubnis vom Tötungsverbot für Kormorane läuft Ende März 2021 aus. Vor dem Hintergrund des Rückgangs der Art wird der Magistrat, als Untere Naturschutzbehörde, mit der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt am Main, sowie mit der zuständigen Stelle für Waffen-, Jagd- und Fischereiwesen beim Ordnungsamt die weitere Vorgehensweise abstimmen und die Notwendigkeit von Vergrämungsabschüssen erneut prüfen. Zu Frage 2: Die größte strukturelle Verbesserung an der Nidda ist der Rückbau des Hausener Wehres. Hier wird nicht nur das bewegliche Wehr abgerissen und durch eine feste Rampe ersetzt. Es sollen auch die Altarme 7, 8 und 9 geöffnet und an die Nidda angebunden werden. Mit dieser Maßnahme wird ein naturnahes Verbundsystem von 1,5 km Länge entstehen. Nicht nur neue Lebensräume für Flora und Fauna werden sich bilden, sondern auch das Landschaftsbild wird schöner. Im Zuge dieser Renaturierungsmaßnahme werden die Nidda-Ufer wieder struktur- und abwechslungsreicher. Es profitieren so Natur und Mensch. Die Uferzonen werden breiter, die Uferlinien geschwungener und die Böschungen werden stellenweise flacher. Der Fluss wird erlebbarer. Eine weitere größere Baumaßnahme wird der Abriss und Neubau des Rödelheimer Wehres sein. Das Rödelheimer Wehr wurde 1928 errichtet. Es entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und muss erneuert werden. Zurzeit prüft der Magistrat die verschiedenen Möglichkeiten des Ersatzneubaus, unter Berücksichtigung des im Jahr 2010 bereits durchgeführten Anschluss des Mühlkanals. Weitere Maßnahmen sind zurzeit an der Nidda nicht geplant. Zu Frage 3: Es liegen dem Magistrat keinerlei Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Artenreichtum und Hochwasserschutz vor. Die in den letzten Jahren durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen an der Nidda haben den Hochwasserschutz nicht verringert. Bezüglich der Fischpopulation gibt es Untersuchungen, die zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sich die Artenvielfalt verbessert hat und die Fischwanderung in den Oberlauf der Nidda durch das bereits umgebaute Höchster Wehr, den Anschluss des Rödelheimer Mühlkanals sowie die Wehrsenkung bestens funktioniert. Zu Frage 4: Generell werden vom Magistrat der Stadt Frankfurt, Stadtentwässerung Frankfurt am Main, einmal im Jahr, außerhalb der Brut- und Setzzeit (von März bis September) die Ufer der Nidda gemäht. An dieser Vorgehensweise wird sich auch in Zukunft, abgesehen von den naturnah umgestalteten Bereichen, nichts ändern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 10. August 2020BB 355Was macht der Kormoran in der Corona-Krise?Magistratsbericht
- 7. Oktober 2020OFOF 521/7Was macht der Kormoran in der Corona-Krise?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 27. Oktober 2020VV 1809Was macht der Kormoran in der Corona-Krise?Anfrage
- 12. März 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 31 WochenSTST 636Was macht der Kormoran in der Corona-KriseStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab