Fotovoltaik möglichst schnell auf möglichst alle Messedächer!
Zusammenfassung
Die Messe Frankfurt GmbH plant den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern, um den Umwelt- und Klimaschutz zu fördern. Derzeit sind bereits Anlagen installiert, jedoch gibt es verschiedene Hindernisse, die den Ausbau erschweren. Zukünftige Projekte sollen die Nutzung von Photovoltaik weiter prüfen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die Messe Frankfurt GmbH ist sich ihrer Verantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz bewusst und fördert daher den Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen auf dem Gelände. Es erfolgt eine stete Prüfung auf Basis des aktuellen Stands der Technik, ob auf weiteren Dachflächen der Liegenschaft PV-Anlagen zur Eigenstromerzeugung ausgebaut werden können.
Die Fragen des Ortsbeirates 02 beantwortet der Magistrat wie folgt:
- Welche Photovoltaik-Kapazitäten sind auf dem Messegelände bereits installiert?
Derzeit wird bereits auf drei Dachflächen der Messe Frankfurt Strom durch Photovoltaikanlagen erzeugt. Die Stromerzeugung auf den Dachflächen der Halle 10 (490 kW) und des Parkhauses Rebstock (600 kW) wurde durch die Sonneninitiative e.V. als Mitarbeiter-/Bürgerbeteiligung geplant und umgesetzt.
Im Zuge des Neubaus der Halle 12 wurde auf der Dachfläche eine rund 1,5 MW große PV-Anlage zur Eigenstromerzeugung durch die Messe Frankfurt installiert.
- Welche Leistungen werden bereits durch die installierten Anlagen erbracht?
Siehe Frage 1
- Welche Möglichkeiten werden gesehen, den Ausbau der Photovoltaik auf den Hallendächern der Messe Frankfurt zu erweitern und zu beschleunigen?
Die Messe Frankfurt prüft stetig und auf Basis des aktuellen Stands der Technik, ob auf bestehenden Dachflächen der Liegenschaft PV-Anlagen zur Eigenstromerzeugung ausgebaut werden können. Derzeit befindet man sich in der Vorplanung für eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Gürtelbau der Halle 9.
Darüber hinaus wird weiterhin bei zukünftigen Neubauprojekten geprüft, ob die Nutzung von Photovoltaikanlagen auf Dach- und Fassadenflächen technisch und wirtschaftlich möglich ist.
- Welche Hindernisse für einen erweiterten bzw. beschleunigten Ausbau seitens der Messegesellschaft und der Stadt werden gesehen?
Durch die über Jahrzehnte gewachsene Liegenschaft ist eine Vielzahl der vorhandenen Dachflächen nicht zur solaren Energiegewinnung ausgelegt oder wurden für eine andere Nutzung konzipiert, gleiches gilt für die vorhandene Netzinfrastruktur. Hierzu einige Beispiele:
Die Dachflächen werden als Parkflächen oder Aufstellflächen für technische Anlagen (Rückkühlwerke etc.) benötigt. Der Denkmalschutz und architektonische Besonderheiten lassen die Installation von Solarmodulen nicht zu. Einige Dächer weisen nicht die nötige Baustatik für den Ausbau von Photovoltaikmodulen und deren Aufständerung auf. Das größte Problem sind dabei nicht die Gewichte der Anlagen selbst, sondern die auftretenden Windkräfte, die sicher aufgenommen werden müssen. Einige Dachflächen lassen eine Aufstellung der Module nicht in der optimalen Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen zu. Die nachträgliche Installation von PV-Anlagen erfordert auch umfangreiche Eingriffe in das Stromverteilnetz im Gebäude. Eine Anpassung dieser Anlagen in den Versammlungsstätten ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden, der die Nachrüstung oft unwirtschaftlich werden lässt.
Die Messe Frankfurt GmbH wird aber die weitere technische Entwicklung von Solarstromanlagen sehr sorgfältig beobachten. Bei weiter steigenden Wirkungsgraden und sinkenden Preisen könnten auch jetzt unwirtschaftlich erscheinende Investitionen in Zukunft rentabel werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. November 2022OFOF 550/2Fotovoltaik möglichst schnell auf möglichst alle Messedächer!Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 5. Dezember 2022OMOM 3313Fotovoltaik möglichst schnell auf möglichst alle Messedächer!Direktanregung
- 24. Februar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 WochenSTST 559Fotovoltaik möglichst schnell auf möglichst alle Messedächer!Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab