Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung
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Stellungnahme des Magistrats vom 10.05.2005, ST 556
Betreff:
Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung
Das im Bericht B 70 vom 14.01.2005 beschriebene Versorgungsziel im Kindergartenbereich (95% in Bezug auf 3,5 Jahrgänge) bezieht sich auf die Gesamtstadt. In den einzelnen Planungsbezirken ist ein Versorgungsziel von 85 bis 95% ausreichend, da es in Frankfurt viele Einrichtungen mit einem gesamtstädtischen Bezug gibt.
Diese Einrichtungen, die z.B. ein spezielles pädagogisches Profil (Waldorfpädagogik, Montessori etc.) haben oder betriebsnahe Einrichtungen sind, versorgen Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet, auch aus dem Ortsbezirk 9. In der Anlage 1 des o.g. Berichts sind sie unter der Planungsbezirksnummer 99 (gesamtstädtischer Bezug) aufgeführt. Im Jahr 2004 stehen in diesen Einrichtungen insgesamt 975 Kindergartenplätze zur Verfügung.
Im Bereich des Ortsbezirks 9 befinden sich beispielsweise 2 solche Einrichtungen in der Friedlebenstrasse 52 (Waldorfkindergarten und Waldorfhort).
Allein diese beiden Einrichtungen bieten 63 Kindergarten- und 75 Hortplätze an, die im Bericht bei den Planungsbezirksdaten für den Ortsbezirk 9 nicht mit eingerechnet sind.
Im Übrigen sind in der Regel die Versorgungszahlen in den einzelnen Schulbezirken nur rechnerisch zu bewerten. Wegen der Kleinräumigkeit und den für die Kindergartensituation oft nicht relevanten Grenzziehungen sind die Gesamtzahlen der Planungsbezirke für die Versorgungssituation aussagekräftiger.
Zu 1.
a)
In Ginnheim hat sich zum Stichtag 1.11.2004 in Bezug auf das Angebot an Kindergartenplätzen nichts verändert, es stehen nach wie vor 642 Plätze zur Verfügung. Da die Kinderzahlen im Vergleich zu 2003 in Ginnheim aber gesunken sind, hat sich der Versorgungsgrad auf 90% erhöht.
Zu 1.
b)
Das Angebot im Kindergartenbereich wird für Ginnheim als ausreichend angesehen. Ein weiterer Ausbau ist zurzeit nicht geplant.
Zu 2.
a)
Im Planungsbezirk Eschersheim/Dornbusch gibt es zum Stichtag 1.11.2004 insgesamt 831 Kindergartenplätze:
Im Schulbezirk Ludwig-Richter-Schule 113 Plätze
Im Schulbezirk Heinrich-Seliger-Schule 429 Plätze
Im Schulbezirk Peter-Petersen-Schule 189 Plätze
Im Schulbezirk Fried-Lübbecke-Schule 100 Plätze
Auch in diesem Planungsbezirk sind die Kinderzahlen rückläufig, der Versorgungsgrad hat sich gegenüber 2003 erhöht und liegt nun bei 97%.
Zu 2.
b)
Die Gesamtsumme der Plätze ist im Bereich Eschersheim die realistischere Rechenvariante. Die 3 Schulbezirke sind relativ klein, Einrichtungen befinden sich teilweise an den Bezirksgrenzen und versorgen überwiegend Kinder, die im angrenzenden Schulbezirk wohnen. Daher erklärt sich z.B. auch der überdurchschnittliche Versorgungsgrad im Bereich der Peter-Petersen-Schule (140%). Rein rechnerisch existiert hier eine Überversorgung, die Einrichtungen sind aber ausgelastet, d.h. sie versorgen Kinder aus Nachbarbezirken. Es ist daher weder geplant hier Kapazitäten abzubauen, noch einen Ausbau im Bereich der Fried-Lübbecke- oder der Ludwig-Richter-Schule vorzunehmen.
Im Bereich Dornbusch ist im Dezember der Kita-Neubau der evangelischen Dornbuschgemeinde (Grünhof) in Betrieb gegangen. Hier sind die 4 vorhandenen Gruppen aus dem Altbau übernommen worden, die neue Einrichtung hat allerdings nun eine Kapazität für 6 Gruppen (insgesamt 120 Plätze). Die neue Einrichtung befindet sich zwar auf dem Gebiet des Ortsbezirks 2 Westend/Bockenheim, aber im Schulbezirk Heinrich-Seliger-Schule. Die politischen Grenzen zwischen den Ortsbezirken sind hier, wie in vielen anderen Fällen im Stadtgebiet auch, nicht mit den Schulbezirksgrenzen identisch.
Die neue Einrichtung hat einen vorrangigen Versorgungsauftrag für den Bereich Heinrich-Seliger-Schule, wird aber durch ihre Lage auch Kinder aus den angrenzenden Stadtteilen Ginnheim (Schulbezirk Astrid-Lindgren-Schule) und Westend (Schulbezirk Holzhausenschule) mitversorgen können.
Da die Einrichtung erst im Dezember 2004 in Betrieb gegangen ist, sind die zusätzlich entstandenen Kapazitäten (+ 40 Plätze) bei den o.g. Bestandszahlen zum Stichtag 1.11.2004 noch nicht mitgezählt, kommen also faktisch noch dazu.
Zu 3.
a)
In Ginnheim existieren im Hortbereich 353 Plätze, darüber hinaus gibt es 57 Plätze in Über-Mittag-Betreuungen (22 an der Diesterweg- und 35 an der Astrid-Lindgren-Schule). Der Versorgungsgrad ist zum Stichtag 1.11.2004 auf 46% (in Bezug auf 4 Jahrgänge) angestiegen.
Zu 3.
b)
Im Jahr 2004 wurde eine neue Horteinrichtung in Ginnheim geschaffen. Im Schülerladen Ginnheim, im Ginnheimer Hohl 36, betreut der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern e.V. insgesamt 20 Schulkinder.
Zu 4.
a)
Im Bereich Eschersheim/Dornbusch ist die Zahl der angebotenen Hortplätze auf 385 gestiegen, darüber hinaus gibt es an den 4 Schulen insgesamt 100 Plätze in Über-Mittag-Betreuungen. Der Versorgungsgrad hat sich hier für den gesamten Planungsbezirk auf 53% erhöht.
Zu 4.
b)
Die o.g. neue Einrichtung der Dornbuschgemeinde (Grünhof) wird auch ein Hortangebot aufbauen (im Rahmen einer altersgemischten Gruppe mit 10 Kindergarten- und 10 Hortplätzen), welches noch nicht in die Bestandszahlen eingeflossen ist.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 14. Januar 2005BB 70Stand und Perspektiven der Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung für Frankfurt am Main - Fortschreibung -Magistratsbericht
- 24. Februar 2005OFOF 1133/9Kindertagesstätten-EntwicklungsplanungOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 10. März 2005VV 1418Kindertagesstätten-EntwicklungsplanungAnfrage
- 10. Mai 2005Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 556Kindertagesstätten-EntwicklungsplanungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab