Hitzeaktionsplan
Zusammenfassung
Der Magistrat von Frankfurt am Main hat einen Hitzeaktionsplan entwickelt, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Risiken durch extreme Hitze zu schützen. Der Plan umfasst Maßnahmen zur Warnung, Prävention und Surveillance, um insbesondere vulnerable Gruppen zu unterstützen und die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Deutschland und Europa haben in den vergangenen Jahren mehrere extreme sommerliche Hitzeperioden sowie immer wieder neue Rekorde in Bezug auf extreme Temperaturen erlebt. Es wird erwartet, dass Hitzeepisoden mit gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung häufiger auftreten werden.
Der Magistrat beschäftigt sich an unterschiedlichen Stellen mit Hitzeschutzmaßnahmen für die Stadt Frankfurt am Main. Derzeit ist ein KlimaWandelAktionsPlan (KWAP) für die gesamte Stadt in Bearbeitung. Der KWAP beinhaltet sowohl Maßnahmen, um Gesundheitsgefahren durch Hitze zu reduzieren als auch Klimawandelanpassungsmaßnahmen, um Menschen, Infrastrukturen und Ökosysteme vor den Folgen des Klimawandels (z. B. Sturm, Starkregen, Dürre) zu bewahren, bzw. sie daran anzupassen.
Das Gesundheitsamt legt einen besonderen Fokus auf hitzebedingte gesundheitliche Probleme. Darstellen lassen sich die gesundheitliche Belastung durch Hitze anhand von Daten zur Sterblichkeit an Hitzetagen sowie durch Erkrankungshäufungen oder Anstiege von Krankenhauseinweisungen durch Rettungsdiensteinsätze an "Hitzetagen".
Seit dem Hitzesommer von 2003 verfolgt der Magistrat das Ziel, insbesondere vulnerable Personengruppen an Hitzetagen zu schützen. Im Laufe der Jahre wurden mehrere Systeme zu Information, Warnung und Surveillance etabliert. Diese können im weiteren Sinne als Maßnahmen zur Hitzeschutzplanung bezeichnet werden und gelten natürlich auch für den Ortsbezirk
- Zu den Hitzeschutzmaßnahmen (Hitzeaktionsplanung) gehören folgende:
- Hitzewarnung:
- Das Gesundheitsamt warnt zusätzlich zu den öffentlichen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes bei besonderer Konstellation: Beispielsweise wird die Öffentlichkeit per Pressemitteilung gewarnt, direkte Informationen gehen an Krankenhäuser und die Arbeitsgemeinschaft Privater Heime und Ambulanter Dienste Bundesverband e.V. (APH) bei zu erwartender besonderer Belastung. Anpassungen des Systems finden fortlaufend und nach Analyse von hitzebedingten Gesundheitsbelastungen statt.
- Präventionsmaßnahmen:
- Informationsveranstaltungen
- Beratung von Einrichtungen wie Kitas, Schulen und weitere Einrichtungen (Massenunterkünfte), um entsprechende Maßnahmen proaktiv und frühzeitig zu treffen: Lokalisierung von Wärmequellen, Einbau von Sonnenschutz, Prüfung der Nachtlüftungskonzepte, Reduzierung der innerthermischen Lasten.
- Städtische Trinkbrunnen
- Ausreichende Trinkwasserversorgung in Einrichtungen, die sich um prekäre/vulnerable Personengruppen sorgen
- Beschattung von öffentlichen Plätzen zur Abkühlung, u.a. Beschattung des Frankfurter Zooeingangs durch große Sonnenschirme.
- weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sind in der Diskussion
- Hitzesurveillance
- Durchführung von Analysen in den Sommermonaten (Juni-August) unter Betrachtung der Wirkung auf Morbidität und Mortalität
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 25. August 2022OFOF 461/2HitzeaktionsplanOrtsbeiratsantrag · CDU
- 12. September 2022OMOM 2756HitzeaktionsplanDirektanregung
- 9. Januar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 38HitzeaktionsplanStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab