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Bahnhofsgebiet I: Verdrängung der Drogenszene in umliegende Stadtteile?

Vorlagentyp: STMagistrat
15 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats beschreibt die Situation der Drogenszene im Bahnhofsviertel von Frankfurt. Es wird festgestellt, dass es keine Verdrängung in umliegende Stadtteile gibt und die Fallzahlen rückläufig sind. Der positive Trend im Bahnhofsviertel wirkt sich nicht negativ auf die Nachbarstadtteile aus.

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Stellungnahme des Magistrats

Aufgrund der Zuständigkeit der Landespolizei wurde diese über das Polizeipräsidium Frankfurt um Stellungnahme gebeten: "Nach Auswertung der Statistiken zu allgemeinen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ist keine Verdrängung der offenen Drogenszene aus dem Bahnhofsviertel heraus in die umliegenden Stadtteile festzustellen, wenn gleich nicht von der Hand zu weisen ist, dass Klientel auch außerhalb des Bahnhofsgebiets Konsummöglichkeiten wahrnimmt. Im Einzelnen stellt sich die Situation wie folgt dar: Während im Bahnhofsviertel selbst nach einem Anstieg im Vorjahr für das Jahr 2024 wieder ein deutlicher Rückgang der registrierten Betäubungsmitteldelikte zu verzeichnen ist, zeigen die Daten der umliegenden Stadtteile keine korrespondierenden Steigerungsraten, die auf einen "Spill-Over-Effekt" hindeuten würden. Gallus: Entgegen der Befürchtung einer Verlagerung zur Galluswarte ist in dem Stadtteil eine beständig rückläufige Tendenz zu beobachten. Die Fallzahlen im Bereich der allgemeinen Betäubungsmittelkriminalität haben sich hier über die letzten Jahre kontinuierlich nach unten entwickelt und erreichten 2024 den niedrigsten Stand im betrachteten Zehn-Jahres-Zeitraum. Im spezifischen Bereich der Galluswarte wurden keine Feststellungen getroffen, die auf eine Szeneverlagerung hindeuten. Innenstadt & Gutleutviertel: Auch in diesen Bereichen, die das Mainufer sowie das direkte Stadtzentrum umfassen, sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Es lässt sich hier kein Anstieg feststellen, der auf eine verstärkte Präsenz des Drogenhandels hindeutet. Westend-Süd: Im Bereich des südlichen Westends bewegen sich die Zahlen auf einem konstant niedrigen Niveau mit leicht sinkender Tendenz gegenüber dem Vorjahr. Soweit dort Schwerstabhängige anzutreffen sind, handelt es sich lediglich um Einzelfälle und ebenfalls um kein neuartiges Phänomen. Eine kausale Verdrängung aus dem Bahnhofsgebiet konnte hier nicht verifiziert werden. Sachsenhausen-Nord: Für das südliche Mainufer, das Areal um den Metzlerpark sowie das Vergnügungsviertel "Alt-Sachsenhausen", weist die Statistik ebenfalls eine rückläufige Entwicklung bei Verstößen gegen das BtMG aus. Handel aus Fahrzeugen: Der Betäubungsmittelhandel aus Fahrzeugen heraus ist ein weit bekanntes Phänomen und beschränkt sich nicht auf spezifische Hotspots. An den in der Anfrage explizit genannten Örtlichkeiten wurden diesbezüglich keine auffälligen Häufungen oder besonderen Feststellungen getätigt. Fazit: Die polizeiliche Kriminalstatistik liefert keine Belege für eine Verlagerung der Betäubungsmittelkriminalität in die benannten Nachbarstadtteile. Die positive Entwicklung rückläufiger Fallzahlen im Bahnhofsviertel geht nicht zulasten der umliegenden Quartiere. Die genannten Bereiche sind in die Kontrolltätigkeit der Landespolizei einbezogen und werden zudem regelmäßig bestreift." Das Drogenreferat und die Stadtpolizei führen dazu aus, dass der Kontrolldruck der Ordnungsbehörden dazu führt, eine Verlagerung der Drogenszene temporär zu begünstigen. Davon betroffen sind unter Umständen die Grünanlagen und die Verkehrsbauwerke im Umfeld. Es besteht die Möglichkeit, dass aufsuchende Projekte der Drogenhilfe vor Ort, bedarfsabhängig, tätig werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 10. November 2025OFOF 1788/1Bahnhofsgebiet I: Verdrängung der Drogenszene in umliegende Stadtteile?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 25. November 2025VV 1319Bahnhofsgebiet I: Verdrängung der Drogenszene in umliegende Stadtteile?Anfrage
  3. 23. Februar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 Wochen
    STST 367Bahnhofsgebiet I: Verdrängung der Drogenszene in umliegende Stadtteile?
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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