Kein Wachstum um jeden Preis am Frankfurter Flughafen - Einsatz für die Aufnahme von Klima- und Umweltschutzkriterien in den Konsortialvertrag zwischen der…
Vollständigen Titel anzeigen
Kein Wachstum um jeden Preis am Frankfurter Flughafen - Einsatz für die Aufnahme von Klima- und Umweltschutzkriterien in den Konsortialvertrag zwischen der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main strebt an, bis 2050 emissionsfrei zu werden und hat Maßnahmen zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an den Klimawandel beschlossen. Der Magistrat fordert die Berücksichtigung von Klima- und Umweltschutzkriterien im Konsortialvertrag mit dem Land Hessen, um die Lebensqualität in Frankfurt zu verbessern.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Mit dem "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" hat die Stadt Frankfurt am Main das Ziel einer emissionsfreien Stadt 2050 beschlossen. Darin wird eine Reduktion des Energieverbrauchs um 50 Prozent und eine Dekarbonisierung der noch benötigten Energiequellen anvisiert. Mit der "Klimaallianz" hat sie sich verpflichtet, gesamtstädtisch Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel umzusetzen mit dem Ziel, der Klimaallianz die Lebensqualität für Menschen, Tiere und Pflanzen in Frankfurt am Main zu erhalten und zu verbessern. In den Grundsatzbeschlüssen "Klimaneutrales Frankfurt 2035" hat sich die Stadt Frankfurt das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden, die Stadtverwaltung bereits bis 2030. Die Kommunale Energie- und Treibhausgasbilanz für Frankfurt am Main für das Bilanzjahr 2021 vom Dezember 2023 sagt aus, dass "die mit dem Flugverkehr verbundenen THG (Treibhausgas)-Emissionen knapp 500.000 Tonnen CO2 eq aus[machen]". In einer Frankfurter THG- Bilanz mit Flugverkehr beträgt der Anteil des Flugverkehrs damit etwas mehr als 6 % der gesamten Frankfurter THG-Emissionen. Im Sektor Verkehr dominierte beim Endenergieverbrauch der Kraftstoffverbrauch aus dem Straßenverkehr mit 72 % (4.400 GWh). Der Kerosinverbrauch bei Start- und Landebewegungen am Frankfurter Flughafen machte 24 % (1.500 GWh) aus. Der Stromverbrauch war mit einem Anteil von knapp 4 % (300 GWh) relativ gering. Die THG-Emissionen im Flugverkehr steigerten sich aufgrund des erhöhten Flugaufkommens über die Jahre. Zwischen 1995 und 2017 erhöhten sich die mit Flugverkehr verbundenen THG-Emissionen um 33 %. Die THG-Emissionen lagen im Jahr 2021 allerdings deutlich niedriger (- 39 % gegenüber 1995). Mit der Corona-Pandemie gab es in den Jahren 2020 und 2021 einen großen Einbruch bei den Fluggastaufkommen und den Flügen. Die Daten für das Jahr 2022 und erste Prognosen für 2023 zeigen, dass sich diese Werte wieder dem Niveau vor der Pandemie annähern und entsprechend die THG-Emissionen aus dem Flugverkehr wieder steigen werden. Technologische Lösungen zur Reduktion von Treibhausgasen wie etwa die Entwicklung neuer Antriebskonzepte stehen auch im Fokus der Luftverkehrsbranche. Dabei sind vor allem Biokraftstoffe, E-Fuels/Power-to-Liquid, elektrisches Fliegen sowie grüner Wasserstoff zu nennen. Die Herausforderung bei diesen Lösungen ist, diese Lösungen und Energieträger klimaneutral in der benötigten Menge bis zum Zieljahr 2035 bereitzustellen bzw. zu erzeugen. Ein weiterer Ansatzpunkt zur Emissionsreduzierung des Frankfurter Flughafens kann die Verringerung der Zahl der planbaren Starts und Landungen sein. Diese und ggf. weitere Maßnahmen wären von den Anteilseignern zu prüfen, inwieweit sie zur Zielerreichung beitragen können. Die Anteilseigner können aufgrund fehlender Zuständigkeit nur teilweise zur Reduktion der Klimaauswirkungen beitragen. Viele Maßnahmen müssten somit von anderen Institutionen verschärft bzw. umgesetzt werden. Erfreulicherweise konnte mit den Vertragspartnern bzgl. einer aktuell verhandelten Anpassung des Konsortialvertrages zur Laufzeitverlängerung erfolgreich verhandelt werden, dass die vg. Ziele stärker berücksichtigt werden. Es wird insoweit zukünftig heißen: "... Der wirtschaftliche Flughafenbetrieb sowie die Reduktion von betriebsbedingten lokalen umwelt- und lärmbedingten Auswirkungen, sowie die Einhaltung der Anforderungen des Klimaschutzes mit einem perspektivisch lokal klimaneutralen Betrieb sollen dabei in höchstmöglichem Maß in Übereinstimmung gebracht werden. ...".
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. September 2023OFOF 947/5Kein Wachstum um jeden Preis am Frankfurter Flughafen - Einsatz für die Aufnahme von Klima- und Umweltschutzkriterien in den Konsortialvertrag zwischen der Stadt Frankfurt und dem Land HessenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 20. Oktober 2023OMOM 4681Kein Wachstum um jeden Preis am Frankfurter Flughafen - Einsatz für die Aufnahme von Klima- und Umweltschutzkriterien in den Konsortialvertrag zwischen der Stadt Frankfurt und dem Land HessenDirektanregung
- 5. Februar 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 18 WochenSTST 297Kein Wachstum um jeden Preis am Frankfurter Flughafen - Einsatz für die Aufnahme von Klima- und Umweltschutzkriterien in den Konsortialvertrag zwischen der Stadt Frankfurt und dem Land HessenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab