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Erfahrungen mit dem Radfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 9

Vorlagentyp: STMagistrat
19 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Thema Fahrradfahren verfolgen

Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 09.01.2012, ST 26

Betreff: Erfahrungen mit dem Radfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 9 Die Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung hat sich insgesamt im Stadtgebiet Frankfurt am Main, damit auch in den Stadtteilen Eschersheim, Ginnheim und Dornbusch, bewährt. Das Angebot wird von den Radfahrern sehr gut angenommen. Auch die Verkehrsunfallzahlen sprechen für die Freigabe der Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Verkehrsunfälle zwischen auf der Fahrbahn gegen die Richtung der Einbahnstraße fahrenden Radfahrern und entgegenkommenden bzw. kreuzenden Kraftfahrern traten sehr selten auf. Die Gesamtzahlen der polizeilich gemeldeten Radverkehrsunfälle in Frankfurt am Main und im Ortsbezirk 9 stellen sich wie folgt dar:

Jahr Frankfurt/M Ortsbezirk 9 Unfälle Unfälle Unfälle (%) Tote Schwer-verletzte (SV) Leicht-verletzte (LV) 2006 919 48 5,2 0 5 33 2007 969 53 5,5 0 5 39 2008 967 61 6,3 0 3 44 2009 990 58 5,9 0 7 48 2010 923 36 3,9 0 3 28 bis 30.06.2011 530 33 6,2 0 3 25 Die Verkehrsunfälle, bei denen Radfahrer Einbahnstraßen in Gegenrichtung befuhren, sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Verkehrsunfälle Radfahren gegen die Einbahnstraße Ortsbezirk 9 Jahr erlaubt nicht erlaubt Anzahl Verletzte Anzahl Verletzte 2006 0 0 1 1 LV 2007 1 1 LV 1 2 LV 2008 1 1 LV 1 1 LV 2009 4 2 LV 0 0 2010 1 1 LV 0 0 bis 30.06.2011 3 1SV, 1LV 0 0 ∑: 10 1SV/6LV 3 4LV Seit dem Jahr 2006 bis zum 30.06.2011 ereigneten sich im Ortsbezirk 9 von 289 Verkehrsunfällen mit Radfahrerbeteiligung lediglich zehn Verkehrsunfälle, be i denen Radfahrer für den Radverkehr geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung befuhren. Das entspricht einem Anteil von 3,5 % aller Radverkehrsunfälle in den o.a. Stadtteilen. Bei diesen Verkehrsunfällen wurden sechs Radfahrer leicht verletzt und einer schwer verletzt. Im gleichen Zeitraum kam es in den Straßen, die nicht geöffnet waren, zu drei Verkehrsunfällen, was einem Anteil von 1,0 % entspricht. Dabei wurden vier Radfahrer leicht verletzt. Es zeigt sich, dass mit der Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr, wie alle wissenschaftlichen Untersuchungen vorhersagten, keine gravierenden negativen Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit verbunden sind. Tendenziell sind sogar eher positive Auswirkungen zu verzeichnen, denn mit der Öffnung der Einbahnstraßen konnte die Attraktivität des Radverkehrs erheblich verbessert werden. So können Radfahrerinnen und Radfahrer mit dieser neuen Regelung jetzt die kürzeste Route durch einen Wohnbezirk nehmen; auch für die Anwohnerinnen und Anwohner verkürzen sich die Wege mit dem Fahrrad zu ihren Wohnhäusern erheblich. Auch haben sie jetzt die Möglichkeit, abseits der konflikt- und unfallträchtigeren Hauptverkehrsstraßen zu fahren. Dies dient sowohl der objektiven Sicherheit als auch dem subjektiven Sicherheitsgefühl. Das Fahren in Erschließungsstraßen ist für Radfahrer zudem wegen der geringeren Beeinträchtigungen durch Kraftfahrzeuge (Lärm, Abgase) attraktiver als auf Hauptverkehrsstraßen. Es entsteht so ein dichtes Netz von Verbindungen und Abkürzungen, das die Nutzung des Fahrrades weiter effektiv fördert.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 31. August 2011OFOF 170/9Erfahrungen mit dem Radfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 9Ortsbeiratsantrag · FDP
  2. 22. September 2011OMOM 438Erfahrungen mit dem Radfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 9Direktanregung
  3. 9. Januar 2012Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 19 Wochen
    STST 26Erfahrungen mit dem Radfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 9
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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