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Kühlung des Nidda-Wasser nach Pariser Vorbild prüfen

Vorlagentyp: STMagistrat
21 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Prüfung der Kühlung des Nidda-Wassers nach Pariser Vorbild. Aufgrund von Umweltauflagen und der hohen Wassertemperaturen im Sommer wird die Machbarkeit als fraglich erachtet. Es wird empfohlen, den Kältebedarf durch bauliche Maßnahmen zu minimieren.

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Stellungnahme des Magistrats

Die Energieversorgung in Frankfurt am Main soll bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Durch die Erstellung von integrierten Quartierskonzepten möchte das Klimareferat dieses Ziel auf die Frankfurter Stadtteile herunterbrechen und Wege und Möglichkeiten zu deren klimaneutralen Umgestaltung durch die energetische Sanierung und die Neuordnung der Energieversorgung aufzeigen.

Ein erstes integriertes Quartierskonzept z.B. für den Stadtteil Sossenheim wird bis Januar 2023 erarbeitet und weitere sollen in den nächsten Jahren folgen. Im Rahmen der Konzepterstellung wird das Potential zur Flusswärmenutzung der Nidda zur Wärmeversorgung des Quartiers "Im Mittleren Sand" über ein Nahwärmenetz untersucht.

Die Ergänzung des Nahwärmenetzes um eine Kälteversorgung ist nicht Teil der Untersuchung.

Aus Umweltgründen ist jedoch eine zu starke Aufwärmung oder Abkühlung im Zuge der Flusswassernutzung nicht gestattet, was deren Potential zur Konditionierung des Gebäudebestandes wesentlich begrenzt. Die Flussabflussmenge reduziert sich in Folge von Trockenperioden, die bekanntlich überwiegend in Sommer auftreten. Aufgrund des Klimawandels verstärkt sich zudem dieser Effekt. Damit wird es sehr fraglich, ob dann, wenn Kühlung benötigt wird, diese auch durch das Flusswasser erfolgen kann. Im Juli 2022 wurden in der Nidda Temperaturen über 25°C gemessen. Eine Flusswasserkühlung müsste dann abgeschaltet werden.

Wichtig ist in erster Linie Kältebedarf zu vermeiden. Dazu gehören Maßnahmen wie außenliegende Verschattung, eine helle Gebäudefarbe und Begrünungsmaßnahmen an den Gebäuden und deren Umgebung. Damit können diese klimaresilient umgestaltet und eine Verbesserung der mikroklimatischen Verhältnisse in Sommer erzielt werden.

Fazit: Die Machbarkeit durch Flusswasser zu kühlen steht durch die geringe Wassermenge und hohe Wassertemperaturen der Nidda im Sommer in Frage. Dazu kommt, dass das angesprochene Fernwärmenetz nicht zur Verteilung der Kälte genutzt werden kann, da die Fernwärme im Sommer zur Warmwasserbereitung in den Häusern benötigt wird.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 29. August 2022OFOF 193/8Kühlung des Nidda Wasser nach Pariser Vorbild prüfenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 13. Oktober 2022OMOM 2957Kühlung des Nidda-Wasser nach Pariser Vorbild prüfenDirektanregung
  3. 23. Januar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 21 Wochen
    STST 231Kühlung des Nidda-Wasser nach Pariser Vorbild prüfen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
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