Baumkataster im Ortsbezirk 10
Zusammenfassung
Der Magistrat hat die Digitalisierung des Baumkatasters in Frankfurt am Main seit 2006 vorangetrieben und dabei eine Vielzahl von Bäumen erfasst. Die kontinuierliche Aktualisierung des Katasters erfolgt dynamisch, um den sich verändernden Beständen gerecht zu werden. Ziel ist es, die Baumbestände nachhaltig zu verwalten und Nachpflanzungen im Verhältnis 1:1 anzustreben, was jedoch nicht immer möglich ist.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat - Grünflächenamt - hat im Jahr 2006 begonnen, die Straßenbaumbestände in eine digitale Datenbank zu überführen. Dabei wurden nicht nur die bisher im analogen Kataster geführten ca. 35.000 Straßenbäume übertragen, sondern auch alle vom Grünflächenamt betreuten Bäume in Grünanlagen, Parks und auf Spielplätzen. Es folgten die Bäume in Schulen, städtischen Kindertagesstätten und auf den Flächen des Sportamtes. Dieser Prozess erfolgte im Wesentlichen über einen Zeitraum von 8 Jahren bis einschließlich 2014. Im Jahr 2014 wurde damit begonnen, auch die Bäume auf den Liegenschaften der städtischen Friedhöfe in das digitale Baumkataster zu überführen. Dieses Vorhaben konnte im Jahr 2018 abgeschlossen werden.
Das Baumkataster der Stadt Frankfurt wird auf einer einheitlichen Datengrundlage fortlaufend aktualisiert und fortgeführt. Die Datenhaltung eines Katasters ist ein dynamischer Prozess, aufgrund zahlreicher sich verändernder Flächen und Bestände.
Bei Nachpflanzungen in bestehenden Straßen wird eine Ersatzpflanzung im Verhältnis 1:1 angestrebt. Dies ist jedoch aufgrund von Leitungstrassen, beengten Standortverhältnissen oder Baumaßnahmen nicht immer möglich. In Grünanlagen werden Nachpflanzungen unter Berücksichtigung des vorhandenen Baumbestandes vorgenommen. Auch hier ist eine Ersatzpflanzung im Verhältnis 1:1 oft nicht möglich, da eine Nachpflanzung aufgrund des Schatten- und Wurzeldrucks anderer Gehölze keine Chance hat, anzuwachsen. Darüber hinaus gibt es in Grünanlagen häufig Naturverjüngung durch Sämlinge, die sich am Standort entwickeln sollen.
Bei der Entwicklung des Baumbestandes im Bestand des Baumkatasters ist anzumerken, dass hier nicht nur die Anzahl der Fällungen und Baumneu- und Nachplanzungen zu berücksichtigen ist, die die Bestandsentwicklung beeinflussen. Die wachsende Anzahl erfasster bzw. zu erfassender Bäume ist auch durch folgende Umstände geprägt:
- Bäume aus der Naturverjüngung durch Sämlinge werden ab einer entsprechenden Größe als Ersterfassung ins Baumkataster aufgenommen.
- In den letzten Jahren gab es im Stadtgebiet auch weiterhin noch Flächen im Außenbereich, die als Flächenzuwachs neu zu erfassen waren und dementsprechend auch als Ersterfassung von Bäumen im Baumkataster registriert wurden.
- Das Baumkataster ist ein dynamisches System. Die Auswertungen erfolgen stichtagsgenau. Somit kommt es zu Mengenunterschieden bei den zwischenzeitlichen Eintragungen und den tatsächlich vor Ort vorgenommenen Tätigkeiten, da Aktualisierungen im System nur periodisch erfolgen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 19. Oktober 2021OFOF 148/10Baumkataster im Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag · FDP
- 2. November 2021OMOM 1021Baumkataster im Ortsbezirk 10Direktanregung
- 31. Januar 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 WochenSTST 227Baumkataster im Ortsbezirk 10Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab