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Gesundheitsversorgung älterer Migrantinnen und Migranten

Vorlagentyp: STMagistrat
15 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat von Frankfurt am Main engagiert sich aktiv für die Gesundheitsversorgung älterer Migrantinnen und Migranten durch regelmäßig stattfindende Workshops und eine gezielte Information über Beratungsstellen. Es wird darauf geachtet, dass die Angebote kultursensibel sind und es keine geplanten Kürzungen der bestehenden Leistungen gibt.

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Thema Senioren verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Zu 1. und 2. Die Stadt Frankfurt hat die Zielgruppe der Migrant:innen fest im Blick und sorgt dafür, dass die Weiterentwicklung der Altenhilfe den Bedürfnissen älterer Menschen mit Einwanderungsgeschichte gerecht wird. Mitarbeiter:innen des Jugend- und Sozialamtes beteiligen sich regelmäßig am Arbeitskreis "HIWA! Ältere Migrant:innen". Dieser Arbeitskreis setzt sich für eine kultursensible und interkulturelle Arbeit mit älteren Menschen ein. Die Mitarbeiter:innen informieren dort gezielt über die Fach- und Antragsstellen des Jugend- und Sozialamtes und greifen Erfahrungen sowie Anliegen aus der Beratungsarbeit auf. Zudem unterstützen sie die Arbeit der verschiedenen Beratungsstellen (siehe Tabelle 1). Darüber hinaus entwickeln und gestalten sie Workshops für Senior:innen, die zum Beispiel im Rahmen der jählichen Aktionswochen Älterwerden angeboten werden. Die Teilnehmer:innen des diesjährigen Fachtages des "Frankfurter Programms Würde im Alter" haben sich am 20. November 2025 mit dem Thema "Pflege und Altenhilfe in einer transkulturellen Gesellschaft: Wunsch und Wirklichkeit" auseinandergesetzt. Das Programm enthielt vier Fachvorträge von Prof. Dr. Julia Hahmann (Hochschule RheinMain), Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin (Alice-Salomon Hochschule Berlin), Prof. Dr. Miriam Stagge (IU Internationale Hochschule) und Dr. Edward Omeni (Deutsches Zentrum für Integration- und Migrationsforschung). Zudem stellten zahlreiche Frankfurter Organisationen ihre kultursensiblen Projekte und Konzepte vor. Die KAV war zu diesem Fachtag eingeladen. Das Gesundheitsamt bietet ein breites Spektrum barrierefreier und kostenfreier Angebote. Dazu zählen insbesondere eine regelmäßig stattfindende Vortragsreihe im Gesundheitsamt Frankfurt am Main, sowie Programme zur Förderung sozialer Teilhabe und zur Verringerung von Einsamkeit. Die Angebote werden in der zweimal jährlich erscheinenden Broschüre "Gesund durchs Jahr" veröffentlicht. Darüber hinaus unterstützt eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie die Kolleg:innen des Jugend- und Sozialamts in der aufsuchenden Versorgung älterer Bürger.innen. Aktuell gibt es die folgenden Beratungsstellen für ältere Migrant:innen in Frankfurt am Main: Name Träger Web/Kontakt HIWA! Beratungsstelle für ältere Migrant*innen Deutsches Rotes Kreuz https://www.drkfrankfurt.de/angebote/soziale-dienste/hiwa-be ratungsstelle-fuer-aeltere-migrantinnen.html Interkultureller Treff OASI Caritas https://www.caritas-frankfurt.de/ich-suche-hilfe/mensc hen-staerken/migration-und-flucht/erwachsene/interkultureller-treff-oasi/interku ltureller-treff-oasi Türkisches Volkshaus Frankfurt e.V. Verein https://www.halkevi-frankfurt.de/ Infrau e.V. interkulturelle Beratungs- und Bildungszentrum für Frauen, Mädchen und Seniorinnen Der Paritätische https://www.infrau.de/ Kommunale Gesundheitsinitia-tiven interkulturell (KoGi) Gesundheitsamt Frankfurt https://frankfurt.de/themen/gesundheit/gesundheitsfoerderung /kommunale-gesundheitsinitiativen-interkulturell Mentoren für Gesundheitsaufklärung (MEGA e.V.) Verein https://megaev.de/ KIZ Mehrgenerationenhaus im Gallus e.V. Verein Projekt "BELL- Bildung und Engagement ein Leben lang" https://www.kiz-gallus.de/tag/bell/ Maisha e.V. Verein https://www.maisha.org/ Die Beratungsangebote werden von Fachkräften (zumeist Sozialarbeiter:innen) durchgeführt. Mitarbeitende die ehrenamtliche unterstützen, werden von Fachkräften angeleitet.

Zu 3. Die Beratung findet in vielen unterschiedlichen Sprachen statt. Das Angebot variiert je nach Mitarbeiter:innen und Einsatz von Dolmetscher:innen. Die Angebote des Gesundheitsamtes werden von Mitarbeitenden der Abteilung Psychische Gesundheit vor allem aus den Bereichen Medizin, Soziale Arbeit und Psychologie durchgeführt. Zur sprachlichen Unterstützung können sowohl Dolmetschende als auch telefonische Dolmetscherdienste angefordert werden. Das Sprachangebot richtet sich hier nach der Nachfrage. Dadurch ist sichergestellt, dass Menschen mit unterschiedlichsten Sprachbedarf die Angebote wahrnehmen können. Die Informationsmaterialien des Pflegestützpunktes Frankfurt am Main und des Ehrenamtlichen Dienstes liegen als Flyer in sieben Sprachen vor (Englisch, Französisch, Italienisch, Türkisch, Polnisch, Spanisch und Arabisch). Der neue Flyer der Leitstelle Älterwerden des Rathauses für Senioren wird derzeit übersetzt. Formulierungen in leichter Sprache und barrierefreie Dokumente (online) erlauben es Nutzer:innen, die Informationen in weitere Sprachen zu übersetzen.

Zu 4. Der Magistrat plant aktuell keine Kürzungen des Angebotes. Er ist sich bewusst, dass die wachsende Zahl älterer Migrant:innen gut erreichbare und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote der Altenhilfe und der Gesundheitsversorgung erfordert.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 20. Oktober 2025KAKA 61Gesundheitsversorgung älterer Migrantinnen und MigrantenKAV-Anfrage
  2. 2. Februar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 Wochen
    STST 218Gesundheitsversorgung älterer Migrantinnen und Migranten
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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