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Bäume für die Ostzeil

Vorlagentyp: STMagistrat

Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Problematik der Baumgruben auf der Ostzeil, die zu klein sind, um ein gesundes Wurzelwachstum zu ermöglichen. Zudem wird auf die Herausforderungen durch Klimaveränderungen hingewiesen, die die Entwicklung der Bäume beeinträchtigen. Es wird ein Versuch gestartet, um durch geeignete Maßnahmen eine dauerhafte Begrünung zu erreichen.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Hier spielen hauptsächlich zwei Faktoren zusammen:

  1. Die Baumgrube ist zu klein Vergleicht man Wurzeln und Stamm eines Baumes auf dem natürlichen Standort, ergibt sich, abhängig von Alter, Art und Bodenbeschaffenheit, ein Verhältnis von 1:1 bis 1:6. Ein Baum mit einem Meter Kronendurchmesser müsste zumindest einen Durchmesser von 1 - 6 m für seine Wurzeln zur Verfügung haben. Nach neuesten Erkenntnissen muss ein Straßenbaum eine Pflanzgrube von mindestens 12 m3 haben, optimal wären 36 m3. Da dies in der Praxis durch bestehende Ver- und Entsorgungstrassen jedoch nicht möglich ist und nie für ein ganzes Baumleben reichen kann, ist es unabdingbar Maßnahmen zu ergreifen, durch die der Baum Bodenbereiche außerhalb der Baumgrube erschließen kann. Notwendig ist die Erweiterung des durchwurzelbaren Raums durch z. B. überbaubares Substrat unter Belagsflächen und/oder Verbindungsgräben zwischen den Baumgruben. Da die Bäume auf der Ostzeil auf Trassen sitzen (U-Bahntunnel, Kanal, Strom, etc.), wurden damals Schachtringe mit einem Durchmesser von 2 m und einer Tiefe von 1,5 m eingebaut, um ein unkontrolliertes Wurzelwachstum zu verhindern und somit Schäden an den Baulichkeiten zu vermeiden. Dies funktioniert nur bedingt auf der Zeil zwischen Konstabler- und Hauptwache, da hier die Platanen jährlich formiert werden und somit dem Wurzelwachstum angepasst werden.
  2. Klimaveränderung Sämtliche Straßenbäume in diesen Bereichen stehen auf Extrem-Standorten. Durch die beengten Verhältnisse müsste die Wasser- und Nährstoffversorgung optimal sein, um erfolgreiche Baumpflanzungen etablieren zu können. Da die natürlichen Niederschlagsmengen der letzten Jahre kontinuierlich zurückgegangen sind, wird deutlich, warum die Bäume auf der Ostzeil unter den vorherrschenden Bedingungen kaum eine Entwicklungschance haben. Derzeit wird auf der Ostzeil - vor dem OLG - ein Versuch gestartet, der die unveränderbaren Faktoren aufnimmt und mit Vergrößerung der Baumscheibe, geeigneter Baumart und intensiver manueller Bewässerung eine dauerhafte Begrünung möglich machen soll. Ob dies jedoch für die ganze Ostzeil möglich ist, kann noch nicht gesagt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab

Der Weg dieser Vorlage

Am 3. Dezember 2021 veröffentlichte der Magistrat diese Stellungnahme. Mit dieser Stellungnahme antwortet der Magistrat auf V 140 — Anfrage vom 7. September 2021.

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