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Immer weniger Kinder können Rad fahren

Vorlagentyp: STMagistrat
15 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

In der Stellungnahme wird die aktuelle Situation der Radfahrkompetenzen von Kindern in Frankfurt am Main thematisiert. Es wird darauf hingewiesen, dass trotz Radfahrausbildung an Schulen immer weniger Kinder Rad fahren können, was auf die Covid-Pandemie und mangelnde Bewegungsförderung im Elternhaus zurückzuführen ist. Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrserziehung sowie spezielle Angebote für verschiedene Zielgruppen werden beschrieben.

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Thema Fahrradfahren verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Zur Beantwortung wurde ebenfalls eine Stellungnahme der Landespolizei eingeholt.

Zu 1.: An allen Frankfurter Grundschulen findet in der Jahrgangsstufe 4 eine Radfahrausbildung mit Prüfung durch die Verkehrserziehung der Hessischen Landespolizei, hier Polizeipräsidium Frankfurt am Main, statt. Aktuell betreibt diese sieben Jugendverkehrsschulen. Diese sind nach Stadtteilen aufgeteilt. Insofern darf davon ausgegangen werden, dass Grundkenntnisse im Radfahren in der Breite durchaus vorhanden sind. Bereits in der Vorschule und in den

  1. Klassen kommen die Kinder mit den Inhalten der Verkehrserziehung in Berührung. Der Schwerpunkt liegt in der Durchführung praktischer Übungen im Rahmen der Radfahrausbildung von Kindern in den 3. und
  2. Klassen. Zusätzlich erklären Lehrer:innen wie wichtig ein verkehrssicheres Fahrrad und gute Erkennbarkeit im Straßenverkehr sind. Zu Beginn der Radfahrbeschulung nehmen die Verkehrserzieher:innen diese Inhalt nochmals auf und kontrollieren mit den Kindern mitgebrachte Fahrräder und Fahrradhelme. Die ersten Unterrichtseinheiten werden auf dem Schulhof geübt und finden abschließend im Realverkehr - dem öffentlichen Straßenverkehr - statt. Anschließend erhalten die Kinder den Fahrradpass als Nachweis, dass sie an der Radfahrbeschulung teilgenommen haben. Jedoch wird polizeilich beobachtet, dass Kinder in den Grundschulen immer weniger Radfahren können. Die motorischen und kognitiven Fertigkeiten und Fähigkeiten sind bei vielen Kindern begrenzt. Laut Landespolizei sind die Ursachen in den Jahren und Folgejahren der Covid-Pandemie zu sehen. Aber auch das Elternhaus muss dafür Sorge tragen, dass die Kinder mehr in Bewegung gebracht werden. Es ist zutreffend, dass mehr Kinder "auf dem Lande" im Radfahren geübt sind, als in der Stadt. Das dürfte nach Erfahrung der Landespolizei insbesondere auch daran liegen, dass die Möglichkeiten "auf dem Lande" zu wohnen/leben für Radfahrer:innen besser geeignet sind (insgesamt weniger Verkehr, weniger Mischverkehr, bekannte Straßen, Wege, Plätze...). Zu 2. und 4.: Die Verkehrserziehung der Städtischen Verkehrspolizei unterrichtet in den ersten Klassen und Vorschulklassen. Ziel ist hier die Sensibilisierung für ein sicheres Verhalten zu Fuß im Straßenverkehr. Neben der Radfahrausbildungen kann der sogenannte Ferienfahrradpass in den Sommer- und Herbstferien absolviert werden. Die Stadt Frankfurt am Main bietet dieses Konzept an, das von der Landespolizei durchgeführt wird. Konkret bedeutet dies, dass die Kinder in den genannten Ferien gesondert beschult werden. Des Weiteren gibt es die Gefahrensensibilisierung in der
  3. Klasse, ebenfalls ein Angebot der Landespolizei. Hier werden motorische Trainingseinheiten angeboten. Allerdings fand dieses Training letztmalig in 2024 statt. Zukünftig sind unter Berücksichtigung der Auftragslage, weitere Trainingseinheiten zur Gefahrensensibilisierung geplant. Darüber hinaus gibt es Angebote (Landespolizei) bei beeinträchtigten Kindern der Förderschulen sowie anderen Einrichtungen wie der Praunheimer Werkstätten oder der Lebenshilfe. Weitere Angebote bestehen in Form der umA-Beschulung (unbegleitete minderjährige Asylsuchende). Diese werden durch D 630 - Verkehrserziehung gesondert beschult; dabei ist in aller Regel noch eine weitere Aufsichtsperson dabei, die diese Personengruppe begleitet. Zu 3.: Weitergehende Angebote sind nicht geplant.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 20. Oktober 2025KAKA 63Immer weniger Kinder können Rad fahrenKAV-Anfrage
  2. 2. Februar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 Wochen
    STST 212Immer weniger Kinder können Rad fahren
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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