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Den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für die Familien im Ortsbezirk 9 umsetzen

Vorlagentyp: STMagistrat
26 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren
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Zusammenfassung

Der Magistrat plant, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder im Ortsbezirk 9 bis 2026 umzusetzen. Dies umfasst die Weiterentwicklung bestehender Programme und die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze. Ziel ist es, eine 100%ige Versorgung aller Kinder in den Schulbezirken sicherzustellen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

  1. Welche Schulen im Ortsbezirk 9 nehmen derzeit am Pakt für den Ganztag teil?

Im Ortsbezirk 9 gibt es sechs Grundschulen von denen eine den Pakt für den Ganztag (Diesterwegschule) umsetzt und fünf eine Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) haben.

Der Pakt für den Ganztag und das Programm der Erweiterten Schulischen Betreuung ermöglichen an fünf Tagen in der Woche bis 17 Uhr eine Betreuung für Frankfurter Familien und ihre Kinder. Beide Programme beinhalten eine Frühbetreuung, Mittagessen sowie eine Ferienbetreuung (bei 25 Schließtagen). Damit leisten beide Programme einen großen Anteil, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten.

Der Pakt für den Ganztag versorgt alle Kinder der Schule (gemeinsam mit den Horten im Quartier) mit Betreuungsplätzen.

2. Wie viele Schülerinnen und Schüler können in diesem Schuljahr an den jeweiligen

Schulen teilnehmen?

Im Schuljahr 2022/23 konnten an der Diesterwegschule insgesamt 343 Kinder am Pakt für den Ganztag teilnehmen. Der Pakt wird in Kooperation mit den umliegenden Horteinrichtungen umgesetzt.

An der Heinrich-Seliger-Schule gibt es neben der ESB (inklusive Frühbetreuung) mit 140 Plätzen noch das Ganztagsprogramm des Landes Hessen Profil 1, welches an drei Tagen eine Betreuung bis 14:30 Uhr inklusive Mittagessen ermöglicht.

An der Ludwig-Richter-Schule gibt es 125 ESB Plätze (inklusive Frühbetreuung).

Die Grundstufe der IGS Eschersheim hat eine Erweiterte Schulische Betreuung inklusive Frühbetreuung mit 40 Plätzen.

Die Fried-Lübbecke-Schule stellt für Familien 100 Plätze in der ESB (mit Frühbetreuung) bereit.

An der Astrid-Lindgren-Schule gibt es eine ESB (inklusive Frühbetreuung) mit 100 Plätzen. Hinzu kommen Angebote an fünf Tagen bis 16 / 17Uhr im Rahmen des Ganztagsprogramms des Landes Hessen Profil 2 (inklusive Mittagessen).

Neben den Angeboten in der Schule werden die Kinder im Bezirk auch durch die Horte mit Betreuungsplätzen versorgt (s. nachfolgende Tabelle).

3. Wie vielen Familien konnte bisher kein Platz angeboten werden/wie hoch ist die

Versorgungsquote derzeit in den Schulbezirken?

Das kindernetfrankfurt unterstützt Eltern bei der digitalen Suche nach einem Betreuungsplatz und Jugendhilfeträger bei der Platzvergabe. Anhand eines Stichtages kann die Anzahl der Vormerkungen im Schulbezirk angegeben werden. Die Zahl der Vormerkungen ist nicht identisch mit der Bedarfszahl, weil Eltern immer die Möglichkeit haben, ihr Kind auf Wartelisten vorzumerken, auch wenn es bereits eine Betreuungseinrichtung besucht (Wechselwunsch). Den Prozess der Nachbelegung freier Plätze steuern Träger und Einrichtungen autonom.

Alle Frankfurter Träger sind verpflichtet, ihre Plätze gestaffelt nach gesetzlich festgelegten Kriterien zu vergeben (vgl. § 24 Abs. 1 SGB VIII und Veröffentlichung im Kindernetfrankfurt). Träger und Einrichtungen besetzen freiwerdende Hortplätze unterjährig sofort nach.

Im Folgenden eine aktuelle Übersicht zur Versorgungssituation mit Schulkind-Betreuungsplätzen im Ortsbezirk 9 (Stichtag 30.06.2022):

PlanungsbezirkSchulbezirkGrundschul-kinderPlätze Hort und ESBVersorgungsgrad
GinnheimDiesterwegschule46923049 %*
Astrid-Lindgren-Schule42224255 %
EschersheimLudwig-Richter-Schule26716060 %
IGS Eschersheim17714180 %
Fried-Lübbecke-Schule22715367 %
DornbuschHeinrich-Seliger-Schule49830661 %

* Die Diesterwegschule ist im Programm Pakt für den Ganztag, so dass die Versorgungsquote höher liegt.

4. Ist im kommenden Schuljahr eine Erweiterung der Angebote an den bereits

teilnehmenden Schulen geplant?

Das Ganztagsprogramm Pakt für den Ganztag sieht eine 100% Versorgung aller Schülerinnen und Schüler am jeweiligen Standort beziehungsweise im Quartier vor. Mit Blick auf den Rechtsanspruch 2026 werden alle Frankfurter Grundschulen hinsichtlich des Pakts für den Ganztag beraten und bei der Umsetzung begleitet.

In den folgenden Jahren sollen die Astrid-Lindgren-Schule, IGS Eschersheim, Ludwig-Richter-Schule, Fried-Lübbecke-Schule sowie die Heinrich-Seliger-Schule zum Pakt für den Ganztag weiterentwickelt werden.

Darüber hinaus wird aktuell an der Ludwig-Richter-Schule eine Aufstockung der ESB Plätze geprüft.

5. Welche Schulen werden im kommenden Schuljahr am Pakt für den Nachmittag

teilnehmen?

Eine Weiterentwicklung dieser Schulen zum Pakt für den Ganztag ist zum neuen Schuljahr 2023/24 leider nicht umsetzbar.

6. Wie viele Schulen werden sich im Ortsbezirk auf den Weg zur gebundenen

Ganztagsschule oder zur Ganztagsschule im Profil III machen?

Durch den anstehenden Rechtsanspruch 2026 (für die

  1. Klassen) beziehungsweise 2029 (für alle Kinder der Grundschulen), müssen alle Schulen sich zum Pakt für den Ganztag weiterentwickeln und eine 100% Versorgung der Betreuung sicherstellen. Über die Gebundenheit des Angebotes entscheiden die Schulgemeinschaften auf der Grundlage ihres pädagogischen Konzeptes.

7. Welchen Bedarf erwartet der Magistrat für 2026 im Ortsbezirk?

Für das Schuljahr 2026/27 werden für den Ortsbezirk 9 stabile (Ginnheim) bis mäßig ansteigende (Eschersheim und Dornbusch) Schulkinderzahlen erwartet. Wir rechnen mit einem Platzbedarf bis zu 100% der Kinder in den Schulbezirken.

8. Welche weiteren Maßnahmen wird er konkret im Ortsbezirk ergreifen, um den

Rechtsanspruch auf Ganztag für Grundschulkinder bis dahin umgesetzt zu haben?

(ESB/Horte)

Der Rechtsanspruch wird aktuell von allen beteiligten Akteuren und Akteurinnen vorbereitet. Es ist geplant, dass perspektivisch alle Schulen den Pakt für den Ganztag umsetzen. Zusammen mit dem künftigen Gesamtkonzept Ganztag bildet er die Grundlage für die Umsetzung des Rechtsanspruchs für Grundschulkinder.

Konkret bedeutet dies, dass die Schulen und Träger vor Ort bezüglich des Pakts für den Ganztag beraten und bei der Weiterentwicklung ihrer Programme und Konzepte begleitet werden. Bauliche Maßnahmen werden, im Rahmen der Möglichkeiten, geplant und realisiert, um so die Grundlage für die Umsetzung des Pakts zu schaffen.

Zudem entstehen in den nächsten Jahren im Ortsbezirk 9 durch Umbau und Erweiterung verschiedener Einrichtungen des Trägers Kita Frankfurt zusätzliche Platzkapazitäten in den Hortgruppen, um die Versorgung der Grundschulkinder zu verbessern.

In Eschersheim wird es 4 zusätzliche Hortplätze im Kinderzentrum im Mellsig (Fried-Lübbecke-Schulbezirk) und 8 weitere Hortplätze im Kinderzentrum Victor-Gollanc-Weg (Schulbezirk IGS-Eschersheim) geben.

Im Dornbusch werden 12 weitere Hortplätze im Kinderzentrum Eckernförder Straße (Heinrich-Seliger-Schulbezirk) geplant.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 25. Februar 2023OFOF 488/9Den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für die Familien im Ortsbezirk 9 umsetzenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 16. März 2023VV 637Den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für die Familien im Ortsbezirk 9 umsetzenAnfrage
  3. 28. August 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 26 Wochen
    STST 1779Den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für die Familien im Ortsbezirk 9 umsetzen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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