Von Offenbach lernen!
Zusammenfassung
Der Magistrat stellt fest, dass die Wiesen im Straßenbegleitgrün in Preungesheim noch nicht ihre volle Entwicklung erreicht haben und daher nicht dem gewünschten Erscheinungsbild entsprechen. Eine Neugestaltung wird abgelehnt, um den natürlichen Entwicklungsprozess nicht zu stören und den Artenreichtum zu erhalten.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die in den Jahren 2016 und 2018 unter der Federführung des BUND angelegten Wiesen im Straßenbegleitgrün auf der Höhe der Endhaltestelle der U 5 in Preungesheim, haben ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Aus diesem Grunde entsprechen sie nicht dem Erscheinungsbild einer optisch ansprechenden blütenreichen Wiese. Bei Neueinsaaten arbeitet man mancherorts mit oftmals nicht heimischen einjährigen Arten, um einen schnellen Schauwert zu erzielen. Diese Verfahrensweise geht allerdings zu Lasten der Artenvielfalt und entspricht nicht dem Konzept des Frankfurter Wiesenprojekts, das vorwiegend ökologische Aspekte verfolgt. Die Stadt Frankfurt wurde vom Label "Stadtgrün naturnah" für das Wiesenkonzept bereits zweimal mit Gold ausgezeichnet.
Bei der Umwandlung der Fläche auf der Verkehrsinsel in eine Ökowiese, konnte nur auf Teilflächen mit Initialsaaten gearbeitet werden. Aufgrund vorhandener Baumwurzeln wäre die erforderliche Bodenvorbereitung auf der Gesamtfläche oder gar ein Bodenaustausch nicht umsetzbar gewesen. Somit ist in einigen Bereichen weiterhin Druck durch noch vorhandene Gräser gegeben, die bereits bei der Umwandlung des Vielschnittrasens bestandsbildend waren.
Der optimale Zustand der Wiese soll wie in den Jahren zuvor über eine zweischürige Mahd und den Abtransport des Schnittguts erreicht werden. Dies benötigt allerdings einige Zeit, bis sich die Pflanzengesellschaften entsprechend den Standortverhältnissen ausgeprägt haben. Die Umstellung der Mähintervalle einschließlich der Initialansaaten war unter Berücksichtigung der Standortbedingungen bei der damaligen Umwandlung von Vielschnittrasen in eine Ökowiese das schonendste und kostengünstigste Verfahren für diesen Standort. Dabei sind allerdings keine schnellen Erfolge zu erwarten und deshalb ist Geduld gefordert. Derzeit wird geprüft, die Mähzeitpunkte weiter zu optimieren, so dass sich das Bild in den kommenden Vegetationsperioden zunehmend verbessert.
Der Magistrat sieht derzeit weiterhin keine Veranlassung aufgrund der aktuellen Entwicklung eine Neugestaltung zu veranlassen und diesen natürlichen Entwicklungsprozess vorzeitig zu stoppen. Dies würde zu Verlusten des bereits verbesserten Artenreichtums führen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. Juni 2024OFOF 848/10Von Offenbach lernen!Ortsbeiratsantrag · FDP
- 2. Juli 2024OMOM 5666Von Offenbach lernen!Direktanregung
- 11. Oktober 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 1775Von Offenbach lernen!Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab