Fragen zum Beruflichen Gymnasium an der Ludwig-Erhard-Schule
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Stellungnahme des Magistrats vom 26.10.2007, ST 1583
Betreff:
Fragen zum Beruflichen Gymnasium an der Ludwig-Erhard-Schule
Gymnasiale Oberstufen und Berufliche Gymnasien müssen gemäß § 144 a des Hessischen Schulgesetzes auf Dauer im Durchschnitt der Jahrgangsstufen eine Schüler/innen-Zahl von 50 je Jahrgangsstufe (= insgesamt mindestens 150) erreichen. Die Stadt Frankfurt am Main ist derzeit Schulträger von 3 Beruflichen Gymnasien, von denen 2 (Ludwig-Erhard-Schule, Klingerschule) in der Fachrichtung "Wirtschaft“ und eines (Heinrich-Kleyer-Schule) in der Fachrichtung "Technik“ betrieben werden. Die Nachfrage nach einer Beschulung an einem Beruflichen Gymnasium der Fachrichtung "Wirtschaft“ ist in den letzten Jahren trotz intensiver Informations- und Werbemaßnahmen der betroffenen Schulen erheblich zurückgegangen. Die Zahl der Neuanmeldungen von Schülerinnen und Schülern für diesen Bildungsgang und diese Fachrichtung lassen es aufgrund der Vorgabe des § 144 a HSchG nicht zu, 2 Berufliche Gymnasium dieses Profils in städtischer Trägerschaft vorzuhalten. Daher hat das Kultusministerium entschieden, dass die Neuaufnahme von Schüler/innen in die Jahrgangsstufe 11 nur noch an der Klingerschule erfolgt. Die Entscheidung wurde im Vorfeld der ministeriellen Entscheidung intensiv zwischen dem Magistrat, den betroffenen Schulleitungen und dem Staatlichen Schulamt beraten.
Zum Schuljahr 2007/2008 lagen in der Klingerschule insgesamt 129 Anmeldungen für das Berufliche Gymnasium vor; davon wurden 95 Schüler/innen aufgenommen. Davon wiederum kamen 24 aus den westlichen Stadtteilen.
Es dient zur Kenntnis, dass das Friedrich-Dessauer-Oberstufengymnasium in Höchst inzwischen das Fach "Wirtschaftswissenschaften“ anbietet, und damit einen Teil des Schulprofils der Ludwig-Erhard-Schule übernommen hat.
Das Berufliche Gymnasium an der Ludwig-Erhard-Schule wurde bislang von vielen Schülerinnen und Schülern der benachbarten Landkreise, insbesondere des Main-Taunus-Kreises, als Gastschüler/innen besucht. Es ist nicht erforderlich, dass die Stadt Frankfurt a.M. für diese Schüler/innengruppe weiterhin ein kostenintensives spezifisches Schulangebot vorhält.
Mit der Zuständigkeit für den Bildungsgang "Fachoberschule - Organisationsform A“, Fachrichtung "Wirtschaft und Verwaltung“ wird die Ludwig-Erhard-Schule ein attraktives Angebot unterbreiten, das im Gegensatz zum Beruflichen Gymnasium in der Praxis sehr stark nachgefragt wird. Dies zeigen die seit Jahren steigenden Schüler/innen-Zahlen an der bisher einzigen Beruflichen Schule für diesen Bildungsgang und diese Fachrichtung, der Franz-Böhm-Schule. Daher wurde im Gebäude der Ludwig-Erhard-Schule eine Dependance der Franz-Böhm-Schule errichtet, in der insbesondere Schüler/innen der westlichen Stadtteile beschult werden. Die Umwandlung der Dependance in einen Bildungszweig der Ludwig-Erhard-Schule stärkt das Schulprofil der Ludwig-Erhard-Schule. Damit wird der fachliche und quantitative "Verlust“ des Beruflichen Gymnasiums mehr als kompensiert. Mit der FOS-A, FR Wirtschaft und Verwaltung erhalten Absolventen mit Mittlerem Abschluss die Möglichkeit, die Fachhochschulberichtigung einschließlich fachrichtungsbezogener beruflicher Qualifizierung nach 2 Schuljahren zu erwerben. Die Perspektive einer Allgemeinen Hochschulberechtigung (Universitätsstudium), wie sie durch das 3-jährige Berufliche Gymnasium besteht, ist für diese Schüler/innen-Gruppe offenbar nicht nachfragerelevant.
Der Magistrat ist der Auffassung, dass durch die schulorganisatorischen Änderungen das Unterrichtsangebot für die westlichen Stadtteile insgesamt verbessert wird. Die Option "Berufliches Gymnasium an der Klingerschule“ ist unter den gegebenen innerstädtischen Mobilitätsbedingungen eine vertretbare Lösung für Bildungsinteressenten aus den westlichen Stadtteilen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. Juli 2007MM 128Umsetzung des Schulentwicklungsplan der Stadt Frankfurt am Main - Teil B Berufliche SchulenMagistratsvortrag
- 21. August 2007OAOA 442Fragen zum Beruflichen Gymnasium an der Ludwig-Erhard-Schule Vortrag des Magistrats vom 09.07.2007, M 128Anregung
- 26. Oktober 2007Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 1583Fragen zum Beruflichen Gymnasium an der Ludwig-Erhard-SchuleStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab