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Quartiersmanagement in der Heinrich-Lübke-Siedlung

Vorlagentyp: STMagistrat
18 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Das Quartiersmanagement in der Heinrich-Lübke-Siedlung wird seit 2010 betrieben und hat sich zum Ziel gesetzt, benachteiligte Bewohner:innen zu unterstützen und soziale Segregation entgegenzuwirken. Durch verschiedene Projekte und Kooperationen wird die Vernetzung der Siedlungen gefördert, um ein integratives Zusammenleben zu ermöglichen.

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Stellungnahme des Magistrats

Das Quartiersmanagement (QM) in der Heinrich-Lübke-Siedlung ist seit Beginn im Jahr 2010 mit 1,5 Personalstellen ausgestattet und, nach einem Personalwechsel, seit dem 14. März 2022 wieder vollständig besetzt.

Das QM richtet sich in erster Linie an Bewohner:innen, die aus unterschiedlichen Gründen, wirtschaftlich und damit auch gesellschaftlich benachteiligt sind. Das QM arbeitet siedlungsübergreifend, um einer Segregation entgegenzuwirken.

Verschiedene Angebote, wie zum Beispiel die Sozialberatung, Angebote in den Räumlichkeiten der Siedlung Westhausen sowie ein Graffiti-Projekt verbinden die Heinrich-Lübke-Siedlung und die Siedlung Westhausen miteinander und stellen somit einen Kontakt der Bewohnerschaft untereinander her. Auch die Eröffnung des "nebenan" in Westhausen im vergangenen Jahr, dessen Räumlichkeiten unter anderem für die ehrenamtliche Sozialberatung, das Familiencafé sowie für die Beratung durch das Orientierungsmobil genutzt werden, war ein wichtiger Schritt in Richtung Vernetzung beider Siedlungen.

Das QM arbeitet in vielen Projekten mit verschiedenen Kooperationspartner:innen, sowie relevanten Akteur:innen des Stadtteils zusammen. So entstand zum Beispiel eine Arbeitsgruppe, in der sich die Jugendsozialarbeit, der Frankfurter Verband, die ABG Frankfurt Holding, die Polizei und das Amt für multikulturelle Angelegenheiten zusammenschlossen, um eine kontinuierliche Bearbeitung der im vergangenen Jahr entstandenen Konfliktsituation zwischen verschiedenen Bewohner:innengruppen und um die Konzeption eines moderierten Dialogprozesses zu gewährleisten. In Kooperation mit dem Sozialrathaus Bockenheim startet im Mai 2022 eine aktivierende Befragung in den Siedlungen Westhausen und Heinrich-Lübke. Am 21. Mai 2022 findet das Siedlungsfest in der Heinrich-Lübke-Sieglung statt, das gemeinsam mit den in der Siedlung vertretenen Institutionen organisiert wird.

Sowohl das QM in der Heinrich-Lübke-Siedlung als auch das QM Praunheim schätzen die Ausweitung der Arbeit des QMs über die Grenzen der Heinrich-Lübke-Siedlung hinweg als sinnvoll und essentiell wichtig ein. Eine bestehende, stark ausgeprägte soziale Segregation der einzelnen Siedlungsteile macht es notwendig, dass die Arbeit des QMs über die Heinrich-Lübke-Siedlung hinausgeht, um dieser entgegenwirken zu können, Begegnungen unterschiedlicher Bewohner:innengruppen zu ermöglichen und zu fördern und somit einen Beitrag zum integrativen Zusammenleben leisten zu können. Die Beschränkung auf einen Siedlungsteil hingegen würde einer Verbesserung der Lage kontraproduktiv gegenüberstehen.

Die Arbeits- und Maßnahmeplanung wird vom QM auf Grundlage der personellen Kapazitäten vorgenommen. Dies erfolgt durch die Einschätzung der Quartierungsmanagerin/ des Quartierungsmanagers selbst sowie in Rücksprache mit der jeweiligen Trägervertreterin/ dem jeweiligen Trägervertreter und der Fachstelle Aktive Nachbarschaft.

Das QM entwickelt, entsprechend der identifizierten Bedarfe der Bewohner:innen, Projekte, stößt diese an und zieht sich nach erfolgreicher Etablierung wieder zurück. Die Betreuung von Projekten obliegt dann den Bewohner:innen, was dazu führt, dass die Personalkapazitäten der Quartiersmanagerin / des Quartiersmanagers wieder freigesetzt werden.

Eine strategische Vereinbarung zwischen der Fachstelle Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft und dem Caritasverband ist, dass sich die Arbeit des QMs Praunheim auf das Wohngebiet "Heinrich-Lübke-Sieglung" unter Berücksichtigung dessen Einbindung in den gesamten Stadtteil bezieht. Darüber hinaus wird vereinbart, dass, bei besonderen Problemstellungen oder Querschnittsaufgaben eine Erweiterung der regionalen Zuständigkeit des QMs in einvernehmlicher Absprache erfolgt.

Regelmäßig stattfindende Rücksprachen sowie ein stetiger Austausch mit dem QM Praunheim und dem Caritasverband stellen sicher, dass eine Überlastung der Quartiersmanager:in frühzeitig identifiziert und entsprechend reagiert werden kann.

Die bereits bestehende gute Vernetzung des QMs mit ansässigen sozialen Institutionen und Vereinen sowie das ehrenamtliche Engagement im Stadtteil tragen dazu bei, dass die erfolgreiche Arbeit des QMs, über die Grenzen der Heinrich-Lübke-Siedlung hinausgeht.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 27. Februar 2022OFOF 132/7Quartiersmanagement in der Heinrich-Lübke-SiedlungOrtsbeiratsantrag · SPD
  2. 22. März 2022OMOM 1876Quartiersmanagement in der Heinrich-Lübke-SiedlungDirektanregung
  3. 4. Juli 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 18 Wochen
    STST 1506Quartiersmanagement in der Heinrich-Lübke-Siedlung
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
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