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Gedenkveranstaltungen am Geschichtsort Adlerwerke

Vorlagentyp: STMagistrat
15 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren
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Idee
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Eröffnung des Geschichtsortes Adlerwerke, das an die Opfer des KZ Katzbach und der Zwangsarbeit erinnert. Das Projekt wird seit 2016 vom Dezernat für Kultur und Wissenschaft unterstützt und bietet einen Raum für Bildung und Erinnerung. Die Gedenkveranstaltungen werden vom Förderverein organisiert und finden jährlich statt.

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Thema Kultur verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Nach über drei Jahrzehnten des Engagements der Zivilgesellschaft für die Einrichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte zum KZ "Katzbach" und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main, fand am 25. März 2022 die feierliche Eröffnung des "Geschichtsort Adlerwerke: Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager" statt. Das Dezernat für Kultur und Wissenschaft unterstützt seit 2016 das Projekt finanziell wie tatkräftig. Der Magistrat begrüßt das rege Interesse der KAV an dem Thema.

Der Ausstellungsraum in der Kleyerstraße 17 ist rund 160 Quadratmeter groß und befindet sich im historischen Gebäudekomplex der ehemaligen Adlerwerke in direkter Blickachse zum Turm des östlichen Eckrisalits, in dem sich das grausame Konzentrationsaußenlager unter dem Decknamen "Katzbach" befunden hat. In einer Kooperation zwischen dem Förderverein zur Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main e.V., dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V. und dem Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt entstand ein innovatives und zeitgemäßes Konzept, das vom Kuratorenteam, bestehend aus Thomas Altmeyer, Politikwissenschaftler, Dozent an der Goethe Universität und wissenschaftlicher Leiter des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945, Gottfried Kößler, freier Kurator und ehemaliger stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts, und Dr. Andrea Rudorff, Historikerin am Fritz Bauer Institut und Autorin der Studie "Katzbach - das KZ in der Stadt", in Abstimmung mit den Initiativen, den Akteuren im Stadtteil, den Nachkommen der Opfer, deutschen und europäischen Gedenk- und Bildungsstätten und städtischen Institutionen entwickelt wurde.

Der Geschichtsort Adlerwerke wird durch den Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V., einem der ältesten Frankfurter Vereine, die sich der Aufarbeitung der NS-Geschichte verschrieben haben, betrieben. Das Team des Geschichtsortes unter Leitung von Thomas Altmeyer hat seine Arbeit bereits im Vorfeld der Eröffnungsvorbereitungen aufgenommen.

Der Geschichtsort ist ein lebendiger Erinnerungsort, an dem der zahlreichen Opfer des KZ und der Zwangsarbeit gedacht wird. Gleichzeitig ist es ein partizipativer Ort, an dem Themen des KZ "Katzbach" und der Zwangsarbeit aufgearbeitet und vermittelt werden können. Dabei steht der Bezug zum Hier und Jetzt stets im Fokus. Aspekte wie Migration und Diversität, Arbeit und deren Bedingungen oder Zivilcourage bilden fruchtbare und sinnvolle Anknüpfungspunkte. Neben Angeboten für Kinder und Jugendliche, engagiert sich der Geschichtsort stark in der Erwachsenenbildung.

Der Geschichtsort widmet seine Arbeit der Aufarbeitung des KZ "Katzbach" und der Zwangsarbeit und schließt eine Lücke in der Frankfurter und südhessischen erinnerungskulturellen Landschaft.

Das Projekt wird jährlich mit 126.000 Euro vom Dezernat Kultur und Wissenschaft gefördert. Darin enthalten ist ein Betriebskostenzuschuss inklusive Personalkosten sowie die Miet- und Nebenkosten für den Raum in der Kleyerstraße 17. Dieser bildet den Grundstock der dauerhaften Finanzierung und personellen Ausstattung des Geschichtsortes. Selbstverständlich wurden auch die Umbaumaßnahmen und die Einrichtung der aktuellen Ausstellung vom Dezernat und dem Kulturamt breit gefördert.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Magistrat und den beteiligten Initiativen auch im Stadtteil gestaltet sich seit vielen Jahren vertrauensvoll und konstruktiv. Die Organisation der Gedenkveranstaltungen aus Anlass des Todesmarsches aus dem KZ "Katzbach" und somit zur dessen Auflösung liegt traditionell in der Hand des Fördervereins, dem das ein Anliegen und Vereinszweck ist. Der Förderverein plant und führt zwischen 24. und 29. März, dem Beginn des Todesmarsches in Frankfurt und des vorläufigen Abschlusses in Hünfeld, in unterschiedlichen Formaten (darunter Podiumsdiskussion, Buchvorstellung, Lesung) an unterschiedlichen Orten (darunter stadtRaum, Gallus Theater) Gedenkveranstaltungen durch. Mit dem Geschichtsort Adlerwerke können diese einen festen Ort bekommen. Das Dezernat Kultur und Wissenschaft resp. Kulturamt wird diese Bemühungen in bewährter Form wie in der Vergangenheit durch Zuschussmittel, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit oder Auftritte unterstützen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. März 2022KAKA 21Gedenkveranstaltungen am Geschichtsort AdlerwerkeKAV-Anfrage
  2. 20. Juni 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 Wochen
    STST 1462Gedenkveranstaltungen am Geschichtsort Adlerwerke
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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