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Den Südfriedhof zu einem Modellprojekt der Aufforstung von Grünflächen im Stadtgebiet machen

Vorlagentyp: STMagistrat
14 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat sieht den Südfriedhof nicht als geeignet für ein Modellprojekt zur Aufforstung, da bereits ein hoher Baumbestand vorhanden ist. Zudem sind viele Flächen bereits für Grabstätten vorgesehen. Der Bedarf an Bestattungsflächen bleibt bestehen, was die Umsetzung des Vorschlags erschwert.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Nach Auffassung des Magistrats ist der Südfriedhof nicht als Modell für eine Aufforstung im Stadtgebiet geeignet. Der Südfriedhof, ebenso wie viele andere Frankfurter Friedhöfe, verfügt bereits über einen hohen, dichten Baumbestand. Darüber hinaus gehende Flächen, die als freie Grünflächen wahrgenommen werden, werden oftmals bereits als Rasenurnengrabfelder genutzt oder sind perspektivisch für besondere Grabfelder vorgesehen

Insgesamt stehen auf den Frankfurter Friedhöfen auf 256 Hektar mehr als 21.000 Bäume. Bei notwendigen Fällungen werden in der Regel Ersatzpflanzungen vorgenommen. Darüber hinaus werden bei der Neu- und Umgestaltung von Flächen zusätzliche Bäume gepflanzt. Die bereits vorhandene Dichte des Baumbestandes übertrifft auf vielen Friedhöfen bereits den parkartigen Charakter und befindet sich am Übergang zum waldartigen Bestand.

Im Hinblick auf den verringerten Flächenbedarf bei den großen Friedhöfen wurden schon vor Jahren Entwicklungskonzepte erarbeitet. Ziel ist es, die Bestattungsflächen zu zentrieren und sich aus der Peripherie zurückzuziehen. Dies ist jedoch wegen der Laufzeiten der Grabrechte ein langfristiger Prozess, zumal die Nutzungsrechte an bestehenden Wahlgrabstätten immer wieder verlängert werden können.

Überhangflächen werden ökologisch wertvoll angelegt, vorzugsweise als insektenfreundliche Wildwiesen. Diese haben den Vorteil, dass sie bei Bedarf problemlos für eine andere Nutzung umgestaltet werden können. Erfahrungsgemäß werden für Bestattungen - und die sind nun einmal der originäre Auftrag des Friedhofs - immer wieder neue Flächen benötigt, z.B. für gärtnerbetreute oder für muslimische Grabfelder oder für neue Grabarten. Dafür sind größere zusammenhängende Bereiche erforderlich. Bäume reduzieren allerdings durch ihre Wurzeln die Bestattungsmöglichkeiten, da Graböffnungen zu Schäden an den Wurzeln führen können, was zum Erhalt des Baumes unbedingt zu vermeiden ist. Dieses Problem zeigt sich zunehmend bei bereits bestehenden Gräbern und führt zu Unmut bei den Personen, die "ihre" Grabstätte nicht so nutzen können, wie es beim Erwerb vorgesehen war. Das heißt, dass gewünschte Bestattungen im Sarg aufgrund eines benachbarten Baumes gegebenenfalls nicht möglich sind.

Das Angebot an naturnahen Beisetzungsmöglichkeiten wurde ausgebaut. Mittlerweile gibt es zwei Trauerwälder - vergleichbar mit den vorgeschlagenen Friedparks - in den Waldfriedhöfen Oberrad und Goldstein, die stetig erweitert werden. Auf Friedhöfen mit geeigneten Flächen werden Trauerhaine durch Neupflanzungen ausgeweitet.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 19. Juni 2026VV 63Den Südfriedhof zu einem Modellprojekt der Aufforstung von Grünflächen im Stadtgebiet machenAnfrage
  2. 19. Juni 2026OFOF 93/5Den Südfriedhof zu einem Modellprojekt der Aufforstung von Grünflächen im Stadtgebiet machenOrtsbeiratsantrag · Linke
  3. 25. September 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 Wochen
    STST 1446Den Südfriedhof zu einem Modellprojekt der Aufforstung von Grünflächen im Stadtgebiet machen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
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