Unterdeckung bei der Kindergartenversorgung beseitigen
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Stellungnahme des Magistrats vom 28.11.2005, ST 1210
Betreff:
Unterdeckung bei der Kindergartenversorgung beseitigen
Der Magistrat hat in den letzten Jahren diverse Maßnahmen zur besseren Kita-Versorgung im Bereich der westlichen Stadtteile umgesetzt und plant auch für die Zukunft solche Maßnahmen.
Im Bericht B 639 vom 09.09.2005 werden daher auch in Bezug auf die Maßnahmenplanung 7 Stadtteile mit hohem Handlungsbedarf (darunter Griesheim, Schwanheim, Goldstein und Nied) und 5 Stadtteile mit erhöhtem Handlungsbedarf (darunter Höchst) benannt. (vgl. B 639, Seite 31/32)
Damit sind 5 westliche Stadtteile bei der Maßnahmenplanung für 2005 und 2006 priorisiert.
Im Einzelnen wurden folgende Maßnahmen umgesetzt bzw. befinden sich in Planung:
Goldstein
INDEX
In Goldstein wurde im Rahmen der Planung zur Umwandlung der Spiel- und Lernstube Am Kiesberg 7 die Option eines Kindertagesstätten-Neubaus offen gehalten.
Planungsmittel für diesen Neubau, der die Grundversorgung dieses Stadtteils verbessern soll, sind im Haushalt weiterhin vorgesehen.
Als Übergangslösung wurde 2004 im Kinderhaus des Caritasverbandes am Kiesberg 3 eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen eingerichtet.
Griesheim
INDEX
Im vergangenen und im laufenden Jahr war Griesheim in der Maßnahmenplanung priorisiert. Es wurde nach geeigneten Liegenschaften gesucht.
In der Fabriciusstraße 8 wurde 2004 eine neue Einrichtung in Trägerschaft des Vereins zur Unterstützung berufstätiger Eltern eröffnet. Hier werden 25 Kindergartenplätze angeboten.
An der Boehleschule wurde eine Übermittag-Betreuung mit 20 Plätzen durch den Förderverein der Schule neu eingerichtet.
Die bestehende Einrichtung des Internationalen Bundes (IB) in der Lärchenstraße 8 wurde zum September 2005 mit Mitteln aus dem Sofortprogramm Kinderbetreuung erweitert. Durch aufgestellte Container konnte die Kapazität um insgesamt 45 Kindergartenplätze erweitert werden.
Der Stadtteil Griesheim, insbesondere der Schulbezirk Berthold-Otto-Schule, bleibt bei der Maßnahmenplanung weiter priorisiert. Das Stadtschulamt prüft zurzeit die Möglichkeit eines Kita-Neubaus (100 Plätze) für diesen Bereich. Ein geeignetes Grundstück wurde bereits gefunden. Der Grundstückseigentümer (Evangelischer Regionalverband) hat gegenüber dem Stadtschulamt die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, das Grundstück für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen bzw. zu veräußern.
INDEX
Höchst
In Höchst konnte 2004 in der Gersthoferstraße 4 ein neuer Kindergarten mit 40 Plätzen in Trägerschaft des Vereins Kosmopolitische Frauen in Betrieb genommen werden.
Parallel dazu entstand eine weitere neue Einrichtung in der Josef-Fenzl-Straße 11. Hier werden 20 Kindergarten- und 11 Krabbelstubenplätze in Trägerschaft des Vereins Kinderbande e.V. angeboten.
Im Oktober 2005 konnte der Kindertagesstätten-Neubau im Blauglockenweg (Lindenviertel II) in Betrieb genommen werden. Hier bietet das Internationale Familienzentrum (IFZ) als Träger der Einrichtung 70 Kindergarten- und 30 Hortplätze an.
Das Gebäude wurde im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages durch einen Investor finanziert. Der Standort liegt zwar im Lindenviertel, aber auf der Gemarkung von Unterliederbach. Diese Lage wird von Seiten der Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung positiv bewertet, da ein Versorgungsauftrag in beide Stadtteile (Höchst und Unterliederbach) beschrieben werden kann.
Da sich die Fertigstellung des Neubaus etwas verzögert hatte, wurde der Betrieb der neuen Einrichtung im September 2005 übergangsweise im Bürgerzentrum des Lindenviertels aufgenommen. Mitte Oktober konnte der Neubau dann bezogen werden.
Für 2006 ist darüber hinaus die Erweiterung der Kindertageseinrichtung der evangelischen Christopherusgemeinde in der Hospitalstraße 42 um 2 Gruppen mit ca. 40 Kindergartenplätzen geplant.
Nied
An der Niddaschule wurde 2004 über den Förderverein der Schule eine Übermittag-Betreuung mit 15 Plätzen neu eingerichtet.
Durch die Erweiterung der Kindertageseinrichtung der evangelischen Apostelgemeinde in der Werner-Bockelmann-Straße 44 konnten im Sommer 2005 je 5 zusätzliche Kindergarten- und Hortplätze eingerichtet werden.
Für März/April 2006 ist die Erweiterung des Kindergartens der evangelischen Christuskirchengemeinde Im Rosengarten 2b um eine Gruppe mit 21 neuen Kindergartenplätzen geplant.
Für den Schulbezirk Friedrich-List-Schule hat das Stadtschulamt Mittel für eine Sofortprogrammmaßnahme reserviert. In dieser Region wird nach einer geeigneten Liegenschaft für eine Angebotserweiterung im Kindergartenbereich gesucht.
INDEX
Schwanheim
In der Deidesheimer Straße wird zurzeit ein Kindertagesstätten-Neubau durch das Hochbauamt errichtet.
Die Einrichtung wird auf einer Fläche von ca. 2500 m² entstehen (westliches Teilstück des Geländes südlich Aldi-Markt) und ist 4gruppig mit 80 Plätzen konzipiert.
Mit der Fertigstellung des Neubaus ist zum Herbst 2006 zu rechnen. Die Betriebsträgerschaft für die neue Kita wurde vom Jugendhilfeausschuss an den Caritasverband übergeben.
Als Übergangsmaßnahme wurde 2004 in der Kita Kosmos in der Zelterstraße 38 der Kindergarten um 12 Plätze erweitert.
Sindlingen
INDEX
Sindlingen ist ein überdurchschnittlich versorgter Stadtteil. Dennoch lassen sich kleinräumig Unterschiede beschreiben. Während im nördlichen Sindlingen (Schulbezirk Ludwig-Weber-Schule) im Kindergartenbereich eine mehr als ausreichende Versorgungsquote von 97% vorherrscht, ist in Sindlingen-Süd (Schulbezirk Meisterschule) ein unterdurchschnittlicher Versorgungsgrad von 81% feststellbar.
Ausgelöst durch die Zusammenlegung der evangelischen Kirchengemeinden in Sindlingen und die Veräußerung des Gemeindezentrums in der Hugo-Kallenbach-Straße hat die Gemeinde den Kindergarten "Arche“ in Sindlingen-Nord zum Sommer 2005 geschlossen.
Im Gegenzug soll der Kindergarten in der Gustavsallee (Sindlingen-Süd) um eine Kindergartengruppe erweitert werden.
Für die Zeit der Umbaumaßnahmen in der Gustavsallee wurde die Einrichtung in das alte Gebäude in der Hugo-Kallenbach-Straße ausgelagert und hat bereits zum September 2005 um eine Gruppe aufgestockt. D.h. es werden hier 20 zusätzliche Kindergartenplätze angeboten.
Der evangelische Regionalverband hat für diese Umbaumaßnahme einen städtischen Zuschuss beantragt.
Sossenheim
INDEX
Hier wurde 2004 an der Henri-Dunant-Schule eine Übermittag-Betreuung mit 20 Plätzen in Trägerschaft des Fördervereins der Schule neu eingerichtet.
Unterliederbach
INDEX
Der zweite Kindertagesstätten-Neubau im Lindenviertel liegt auf der Gemarkung von Unterliederbach im Blauglockenweg (vgl. Angaben unter Stadtteil Höchst).
An der Karl-von-Ibell-Schule wurde die Übermittag-Betreuung in Trägerschaft des Fördervereins 2004 um 32 Plätze erweitert.
Zeilsheim
INDEX
In Zeilsheim wurde 2004 die bestehende Übermittag-Betreuung des Fördervereins der Adolf-Reichwein-Schule um 10 Plätze erweitert.
Der Ausbau des Platzangebotes im Kita-Bereich in den westlichen Stadtteilen war bei der Maßnahmenplanung des Magistrats in den vergangenen 2 Jahren hoch priorisiert.
Auch für 2006 sind Maßnahmen in erheblichem Umfang in diesem Teil des Stadtgebietes geplant.
Im Bereich der in Planung befindlichen Kita-Neubauten in Frankfurt am Main sind 2 Standorte in den westlichen Stadtteilen angesiedelt (Schwanheim-West, Goldstein). Ein weiterer Standort für einen Kita-Neubau (Griesheim) wird zurzeit geprüft.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. September 2005BB 639Stand und Perspektiven der Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung für Frankfurt am Main - Fortschreibung -Magistratsbericht
- 27. September 2005OFOF 1397/6Unterdeckung bei der Kindergartenversorgung beseitigenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 4. Oktober 2005OMOM 3822Unterdeckung bei der Kindergartenversorgung beseitigenDirektanregung
- 28. November 2005Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 11 WochenSTST 1210Unterdeckung bei der Kindergartenversorgung beseitigenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab