Grünflächenversorgung im Ortsbezirk 9
Zusammenfassung
Der Magistrat unterstützt das Ziel, die Versorgung mit Grün- und Freiflächen im Ortsbezirk 9 zu verbessern. Es wurden Versorgungswerte ermittelt, die aufzeigen, dass Ginnheim und Dornbusch gut versorgt sind, während Eschersheim unter dem städtischen Mittelwert liegt. Technische Herausforderungen und Zugangsbarrieren zu Freiräumen sollen in weiteren Untersuchungen berücksichtigt werden.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat begrüßt ausdrücklich das Ziel des Koalitionsvertrags, die wohnungsnahe Versorgung mit Grün- und Freiflächen zu verbessern und erkennt den Wunsch des Ortsbeirats an, einen Überblick über mögliche Unterversorgungen im Ortsbezirk 9 zu erhalten.
Das Anliegen ist auch im gesamtstädtischen Kontext verankert:
Im "Integrierten Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030+" sowie im Bericht zur Stadtentwicklung 2012 wird ein Orientierungswert von 13 m² öffentlicher Grünfläche pro Einwohner zugrunde gelegt, davon 6 m² in maximal 500 m Fußwegentfernung. Diese Werte orientieren sich an den Empfehlungen der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK). Ebenso gewinnt das Leitbild "3-30-300" (3 Bäume in Sichtweite des Wohnortes, 30% Vegetationsbedeckung pro Nachbarschaft, maximal 300m Entfernung zu größeren Grünflächen) zunehmend an Bedeutung für eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung.
Erste Erkenntnisse zur Versorgung im Ortsbezirk 9
Nach Auswertungen der Fortschreibung des Freiflächenentwicklungsplans 2022 ergeben sich für den Ortsbezirk 9 folgende Versorgungswerte (öffentliche Grünfläche pro Einwohner):
- Ginnheim: 32 m²
- Dornbusch: 14 m²
- Eschersheim: 10 m²
Während die Stadtteile Ginnheim und Dornbusch somit überdurchschnittlich gut versorgt sind, liegt Eschersheim unter dem städtischen Mittelwert. Zugangsbarrieren zu Freiräumen bestehen in Teilen des Bezirks und sollten bei vertiefenden Untersuchungen berücksichtigt werden.
Technische Möglichkeiten und Zuständigkeiten
Der Magistrat verfügt über ein umfangreiches Grünflächenkataster mit Flächen in eigener Unterhaltung. Nicht enthalten sind darin jedoch alle öffentlichen Grünräume z.B. privater Träger oder weiterer Fachämter. Eine flächendeckende Auswertung zur Entfernung von Wohnungen zu öffentlichen Grünflächen setzt zudem wohnungsbezogene Geodaten voraus.
Eine kartografische Darstellung mittels Luftlinien-Radien (z. B. 500 m) wäre methodisch nur eingeschränkt belastbar, da bauliche oder natürliche Barrieren die tatsächliche Erreichbarkeit erheblich beeinflussen können. Routing-basierte Analysen sind über das städtische Geoportal derzeit nur für Einzelstandorte möglich; flächendeckende Berechnungen ganzer Stadtteile oder Bezirke sind mit den vorhandenen Werkzeugen aktuell nicht umsetzbar.
Hinweis auf bereits laufende Untersuchungen
Der Magistrat hat im Rahmen des Projekts "Rahmenkonzept Nachverdichtung Mittlerer Norden" eine Analyse durchgeführt, die große Teile des Ortsbezirks 9 umfasst und unter anderem der Freiraumversorgungsgrad ermittelt. Das Rahmenkonzept befindet sich derzeit in der Fertigstellung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. März 2025OMOM 6688Grünflächenversorgung im Ortsbezirk 9 auswertenDirektanregung
- 7. Juli 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 1082Grünflächenversorgung im Ortsbezirk 9 auswertenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab