Den Opfern ein Gedächtnis verschaffen
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Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten, einen Gedenkort für Blanka Zmigrod zu schaffen, um das Andenken an die Opfer rechtsterroristischer Morde zu bewahren. Dies soll in enger Abstimmung mit dem Ortsbeirat geschehen und finanziell unterstützt werden.
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Niedenau — 3 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 04.09.2026.
- Einfahrt frei halten!04.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Unsichere Baustellenführung auf der Bockenheimer Landstraße beenden21.08.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Untersuchung von Straßenverkehrsunfällen27.05.2024 · B (Bericht des Magistrats)
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Neues zu Niedenau per E-MailAnregung
Der Magistrat wird gebeten, in enger Abstimmung mit dem Ortsbeirat einen geeigneten Gedenkort (Plakette, Stele o. Ä.) für Frau Blanka Zmigrod zu schaffen. Dieser soll sich nach Möglichkeit im Bereich der Kreuzung Kettenhofweg/Niedenau befinden, wo Frau Zmigrod ermordet wurde. Es dient zur Kenntnis, dass der Ortsbeirat bereit ist, sich an diesem Gedenkort im Rahmen seines Budgets finanziell zu beteiligen.
Begründung
Allzu oft stehen Täterinnen und Täter von rechtsterroristischen Morden und Angriffen im Mittelpunkt der Berichterstattung und des öffentlichen Interesses. Die Opfer spielen dabei eine Nebenrolle oder werden völlig vergessen. Dieses Schicksal erlitt leider auch Blanka Zmigrod. Frau Zmigrod wurde 1924 in Oberschlesien geboren. Die Jüdin überlebte mehrere Konzentrationslager und fand ab 1945 zunächst ein neues Zuhause in Israel. 1960 entschied sie sich, nach Deutschland zurückzukehren, und fand in Frankfurt wieder Geborgenheit auf deutschem Boden. Am 23. Februar 1992 wurde die damals 68-jährige Dame auf dem Nachhauseweg von ihrer Arbeitsstelle im Restaurant "Mövenpick" an benannter Stelle auf offener Straße erschossen. Der Mord blieb bis 2018 ungeklärt und Frau Zmigrod geriet in Vergessenheit. Auch nachdem ihr Mörder, ein schwedischer Neonazi, vom Frankfurter Landgericht für seine Tat verurteilt wurde, wurde zwar über dessen vielfältige Verbrechen intensiv berichtet, Blanka Zmigrod kam aber allenfalls in Nebensätzen vor. Umso mehr dankt der Ortsbeirat Herrn Ruben Gerczikow, der mit einer Online-Petition gegen das Vergessen von Blanka Zmigrod in die Öffentlichkeit ging. Ohne ihn hätte weiterhin nur der Täter einen Namen!
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Februar 2021OFOF 1308/2Den Opfern ein Gedächtnis verschaffen Gedenkort für Blanka ZmigrodOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD, GRÜNE, FDP, LINKE., BFF, Piraten
- 22. Februar 2021Sie sind hierOMOM 7249Den Opfern ein Gedächtnis verschaffen Gedenkort für Blanka ZmigrodDirektanregung
- 25. Juni 2021STST 1287Den Opfern ein Gedächtnis verschaffen Gedenkort für Blanka ZmigrodStellungnahme
- 14. Dezember 2021OFOF 225/2Gedenktafel für Blanka ZmigrodOrtsbeiratsantrag · GRÜNE, CDU
- 17. Januar 2022OIBOIB 71Gedenktafel für Blanka ZmigrodBudget-Initiative
- 14. März 2022Antwort des Magistrats · nach 57 WochenSTST 678Gedenktafel für Blanka ZmigrodStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats