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Tauschen statt wegwerfen - Vorgaben statt Ablehnung: Eine Givebox für Bockenheim

Vorlagentyp: OMOrtsbeirat 2
23 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren
Vorlage
Idee
Bei einigen tausend Vorlagen geht die
Strassenzuordnung nur automatisch
und dadurch werden alle gefundenen
Strassenabschnitte als Punkte angezeigt.

Zusammenfassung

Der Ortsbeirat 2 schlägt die Einrichtung einer Givebox in Bockenheim vor, um das Teilen und Wiederverwerten von nützlichen Dingen zu fördern. Dies soll zur Nachbarschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Stadtteil beitragen und die soziale Integration unterstützen.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Anregung

Der Magistrat wird gebeten, a) die Einrichtung einer Givebox nicht grundsätzlich abzulehnen und b) zu prüfen und zu berichten, welche konkreten Vorgaben für die bauliche Gestaltung und den Betrieb einer solchen Givebox erfüllt werden müssten, damit diese genehmigungsfähig ist.

Begründung

Die Givebox stellt einen Ort und Symbol der Nachbarschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Fürsorge dar. Der Grundgedanke dieser Einrichtung ist das Teilen und Wiederverwerten nützlicher Dinge. Die Givebox ist ein öffentlich zugänglicher Ort, an dem man gut erhaltene Dinge jeglicher Art, die man selbst nicht mehr braucht, ablegen kann, damit diese dann von anderen entnommen und weiter genutzt werden können. Es ist sozusagen eine Tauschbörse am Straßenrand. Tauschobjekte können z. B. folgende sein: - Kleidung (von Schuh bis Hut), - Haushaltsgegenstände wie Töpfe, Besteck, Bilderrahmen, - kleine und mittlere (noch funktionstüchtige) Elektrogeräte, - Deko-Objekte, - (Kinder-) Spielzeuge, - Taschen - und vieles mehr. Nicht geeignet wären z. B. folgende Tauschobjekte: - Lebensmittel (aus hygienischen Gründen dürfen keine Lebensmittel oder andere verderbliche Dinge abgelegt werden), - kaputte Gegenstände (insbesondere defekte Elektrogeräte), - gefährliche Gegenstände wie Messer. Eine Givebox hat viele positive Aspekte und Wirkungen. Nützliche Dinge werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Personen mit geringerem Einkommen können so kleinere Einsparungen erzielen. Es fördert im Stadtteil ein soziales Gefühl des "Gebens und Nehmens", des sich "gegenseitigen Unterstützens" und trägt damit zur allgemeinen sozialen Integration im Stadtteil bei. Außerdem ist die Givebox ein Beitrag zu einem nachhaltigeren, ressourcenschonenden Konsum. Einer immer noch vorherrschenden "Wegwerfmentalität" wird ein Modell der Wiederverwertung und des achtsamen Umgangs mit Ressourcen entgegengestellt. Zudem kann das räumliche Umfeld der Givebox in vielerlei Hinsicht aufgewertet werden, die soziale Atmosphäre um die Givebox verbessert sich, die Umgebung wird durch die Nutzerinnen bzw. Nutzer der Givebox höher frequentiert und - sofern sie ästhetisch-künstlerisch wertvoll gestaltet ist - "verschönert". Eine Givebox kann auf vielen Ebenen ein echter Zugewinn sein - für die einzelnen Bürgerinnen bzw. Bürger, für umliegende Geschäfte, Cafés oder anliegende Dienstleister und Organisationen sowie für das Stadtteilimage insgesamt. Im Rahmen des "Masterplans 100 % Klimaschutz" hat das Energiereferat bereits die Aufstellung und Inbetriebnahme einer solchen Givebox im Stadtteil Höchst unterstützt. Auch in Bockenheim ist die Neigung der Anwohnerinnen bzw. Anwohner, Dinge zu tauschen statt verstauben zu lassen, reparieren statt wegzuwerfen, Gebrauchtes statt Neues zu kaufen, recht ausgeprägt. Hier sei auf Bücherschränke, Repaircafés und Secondhandläden verwiesen. Auch die Onlineplattform "nebenan.de" erfreut sich gerade in Bockenheim großer Beliebtheit und hat in diesem Raum über 3.000 Nutzerinnen bzw. Nutzer. Die Givebox kann hierfür eine gute Ergänzung im nicht digitalen Raum und für weniger digitalaffine Menschen darstellen. Der Verein erhofft sich durch die grundsätzliche Befürwortung des Ortsbeirates eine erhöhte Bereitschaft zur Genehmigung seitens des Magistrats. Die Signalisierung grundsätzlicher Befürwortung und Genehmigungsfähigkeit seitens des Ortsbeirates und des Magistrats ist für den Verein notwendig, um den ehrenamtlichen Planungs-, Organisations- und Umsetzungsaufwand zu rechtfertigen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 25. November 2020OFOF 1251/2Tauschen statt wegwerfen - Givebox für BockenheimOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 31. Dezember 2020OFOF 1257/2Tauschen statt wegwerfen - Vorgaben statt Ablehnung: Eine Givebox für BockenheimOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  3. 18. Januar 2021Sie sind hier
    OMOM 7069Tauschen statt wegwerfen - Vorgaben statt Ablehnung: Eine Givebox für Bockenheim
    Direktanregung
  4. 7. Mai 2021Antwort des Magistrats · nach 23 WochenSTST 1038Tauschen statt wegwerfen - Vorgaben statt Ablehnung: Eine Givebox für BockenheimStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

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