Ein Beleuchtungskonzept gegen Lichtimmissionen entwickeln
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten, ein Beleuchtungskonzept gegen Lichtimmissionen zu entwickeln, um die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Dies ist notwendig, da zu viel künstliches Licht negative Auswirkungen auf den natürlichen Tag-und-Nacht-Rhythmus und das Ökosystem hat.
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Der Magistrat wird gebeten, folgende Maßnahmen gegen die zunehmende Lichtverschmutzung zu ergreifen: - Schaffung einer Stelle für eine Beauftragte/ einen Beauftragten gegen Lichtimmissionen im Ortsbezirk 1, z. B. beim Umweltamt Frankfurt; - Bürgerbeteiligung im Rahmen eines Ideenworkshops gegen Lichtverschmutzung; - anschließende Erstellung eines Beleuchtungskonzepts mit umfassenden Analysen und Empfehlungen zur Reduktion der Lichtverschmutzung durch die Beauftragte/ den Beauftragten gegen Lichtimmissionen zur Vorlage bei dem Ortsbeirat 1 und der Stadtverordnetenversammlung;
Begründung
Zu viel und falsch gerichtetes künstliches Licht hat weitreichende Auswirkungen auf die innere Uhr der Lebewesen und somit das Ökosystem im Gesamten, weil es den natürlichen Tag-und-Nacht-Rhythmus negativ beeinflusst. Das Hormon Melatonin wird nämlich in Abhängigkeit von den Lichtverhältnissen ausgeschüttet, sodass sich bei zu viel Licht zur Nachtzeit auch die Stoffwechselprozesse der Menschen ändern. Menschen klagen bedingt durch Lichtimmissionen besonders über Kopfschmerzen und Sehprobleme. Weitere Auswirkungen infolge von Schlafproblemen sind bereits belegt (erhöhter Körperfettanteil, reduzierte Muskelmasse, Herz-Kreislauf-Störungen etc.). Noch immer spielt dieses wichtige Thema eine nachgeordnete Rolle. Eine Beauftrage/ein Beauftragter gegen Lichtimmissionen kann grundlegende Störfaktoren analysieren und Empfehlungen an die entscheidenden Gremien geben, um die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Die zu starke Beleuchtung beeinflusst neben dem Menschen insbesondere die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere. Besonders offensichtlich wird das bei den Verhaltensänderungen der Insekten (Anziehung zum Licht). Folglich ist die Reduktion von Licht nicht nur für den Menschen nötig, sondern auch für ganze Ökosysteme. Die Stadt Fulda ist als erste deutsche "Sternenstadt" durch die International Dark-Sky Association (IDA) ausgezeichnet worden aufgrund ihres Kampfes gegen Lichtverschmutzung. So hat Fulda bereits eine Richtlinie zum "nachhaltigen Umgang mit funktionalem und gestalterischem Licht im Außenbereich" erlassen und diverse Maßnahmen zur aktiven Verdunklung ergriffen. Die Stadt Frankfurt kann sicher von diesen Erfahrungen einer anderen hessischen Stadt profitieren.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. Oktober 2020OFOF 1512/1Ein Beleuchtungskonzept gegen Lichtimmissionen entwickelnOrtsbeiratsantrag · SPD
- 24. November 2020Sie sind hierOMOM 6927Ein Beleuchtungskonzept gegen Lichtimmissionen entwickelnDirektanregung
- 26. Februar 2021Antwort des Magistrats · nach 21 WochenSTST 531Ein Beleuchtungskonzept gegen Lichtimmissionen entwickelnStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats