Höchst: Gedenktafel am 17. Polizeirevier für Karl Koch anbringen
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten, eine Gedenktafel für Karl Koch am 17. Polizeirevier anzubringen, um an seinen Mut während der Verfolgung von Halbjuden zu erinnern. Dies soll das öffentliche Bewusstsein für seine heldenhaften Taten stärken.
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Der Magistrat wird gebeten, entsprechend des Antrages der AG Geschichte und Erinnerung am 17. Polizeirevier eine Gedenktafel für Karl Koch anzubringen. Ein konkreter Vorschlag zu Text, Gestaltung und Ausführung liegt bereits vor.
Begründung
Der Höchster Karl Koch trat 1918 in die preußische Polizei ein, ab 1934 im gehobenen Dienst. Als die Verfolgung auch für sogenannte Halbjuden begann, warnte Karl Koch Josefine Schain mehrere Male, damit sie sich verstecken konnte. Einmal war es so kurzfristig, dass er und seine Frau sie bei sich in der Wohnung versteckten. Durch dieses menschliche Handeln brachte er sich selbst und seine eigene Familie in Gefahr. Mit der Anbringung der Tafel am 17. Polizeirevier, seinem Dienstort, soll öffentlich an seinen Mut erinnert werden. Weitere Informationen zu Karl Koch: siehe Schreiben der AG Geschichte und Erinnerung (Anlage). Die Leitung des 17. Polizeireviers und das Polizeipräsidium Frankfurt begrüßen ebenfalls die Initiative.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. August 2020OFOF 1353/6Höchst: Gedenktafel am 17. Polizeirevier für Karl Koch anbringenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 15. September 2020Sie sind hierOMOM 6475Höchst: Gedenktafel am 17. Polizeirevier für Karl Koch anbringenDirektanregung
- 15. Januar 2021STST 82Höchst: Gedenktafel am 17. Polizeirevier für Karl Koch anbringenStellungnahme
- 15. Februar 2021OFOF 1509/6Höchst: Gedenktafel für Karl Koch am 17. PolizeirevierOrtsbeiratsantrag · SPD, GRÜNE
- 23. Februar 2021OIBOIB 529Höchst: Gedenktafel für Karl Koch am 17. PolizeirevierBudget-Initiative
- 30. April 2021Antwort des Magistrats · nach 37 WochenSTST 936Höchst: Gedenktafel für Karl Koch am 17. PolizeirevierStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats