Ausfälle im Busverkehr in Bergen-Enkheim
Zusammenfassung
Der Magistrat wird aufgefordert, kurzfristige und mittelfristige Lösungen für die Ausfälle im Busverkehr in Bergen-Enkheim zu finden. Dies ist notwendig, um die Mobilität von Schülerinnen, Schülern sowie Seniorinnen und Senioren zu gewährleisten und die Akzeptanz der Verkehrswende zu fördern.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenAnregung
Der Magistrat wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit der VGF bzw. traffiQ umgehend eine kurzfristige und anschließend eine mittelfristige Lösung für die Probleme im Busverkehr in Bergen-Enkheim zu finden.
Begründung
Die Verkehrswende kann nur mit einem zuverlässigen ÖPNV gelingen. Jedoch fallen derzeit in Bergen-Enkheim häufig Busse aus. Aufgrund Bergen-Enkheims Hanglage können viele Personen den Weg des Busses bei einem Ausfall nicht zu Fuß zurücklegen. So sind in Bergen-Enkheim insbesondere Schülerinnen und Schüler sowie Seniorinnen und Senioren auf die Busse angewiesen. Bei Ersteren führen die Ausfälle zu einer Zunahme von Eltern-Taxis und besorgten Erzieherinnen und Erziehern im Hort, Letztere werden in ihrer Vulnerabilität bald nicht nur sprichwörtlich im Regen stehen gelassen und in ihrer Mobilität und dementsprechend Teilnahme am öffentlichen Leben eingeschränkt. Für diese und alle weiteren Betroffenen ist der Status quo ein Hindernis für die Akzeptanz der Verkehrswende. Begründet wird der Missstand seitens VGF bzw. traffiQ mit hohen Krankheitsständen und einem latenten Personalmangel. Besonders schlimm ist für die Gäste des ÖPNV, dass sie in keinem Fall überhaupt über die Tatsache der Verspätung oder eines Ausfalls unterrichtet werden und in beiden Fällen auch nicht erfahren, wie lange sie auf den verspäteten oder den nächstfolgenden Bus warten müssen. Ein entsprechendes Informationssystem fehlt in Bergen-Enkheim vollkommen. Der Magistrat wird deshalb aufgefordert, hier sofort Abhilfe zu schaffen (zum Beispiel durch Priorisierungsänderungen von Bussen in der Innenstadt hin zu den Außenbezirken) und anschließend mit den betreffenden Unternehmen einen Plan zu erstellen, wie der Fachkräftemangel mittelfristig gemildert werden kann. Es kommt hinzu, dass in Bergen-Enkheim abgesehen von der U-Bahn-Station "Enkheim" ein Informationssystem fehlt, welches die Nutzerinnen und Nutzer über Ausfälle und Verspätungen informiert. Der Besitz eines internetfähigen Smartphones kann nicht vorausgesetzt werden, sodass nicht alle die RMV-App während des Wartens an der Haltestelle konsultieren können. Auch hier wird die Stadt aufgefordert, schnell Abhilfe zu schaffen, um so den ÖPNV auch generell attraktiver zu machen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 13. Oktober 2023OFOF 214/16Ausfälle im Busverkehr in Bergen-EnkheimOrtsbeiratsantrag · WBE, CDU, GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., BFF
- 17. Oktober 2023Sie sind hierOMOM 4651Ausfälle im Busverkehr in Bergen-EnkheimDirektanregung
- 5. Februar 2024Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 289Ausfälle im Busverkehr in Bergen-EnkheimStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats