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Tagesfamilien stärken - U3-Betreuung in Frankfurt sicherstellen

Vorlagentyp: OMOrtsbeirat 3
37 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Magistrat wird gebeten, die Vergütung der Tagesfamilien zu überprüfen und anzupassen, um deren finanzielle Situation zu verbessern und die Attraktivität der Tagespflege zu erhöhen. Dies soll dazu beitragen, die U3-Betreuung in Frankfurt sicherzustellen und den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken.

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Anregung

Kindertageseinrichtungen leisten nicht nur einen herausragenden Beitrag zur Früherziehung unserer Kinder, sie stellen außerdem die nötige Infrastruktur bereit, um jungen Eltern schnell den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Sie sind ein unverzichtbarer Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ermöglichen Müttern und Vätern, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, und leisten in Zeiten des Fachkräftemangels ihren Beitrag, um möglichst vielen das Arbeiten in Vollzeit zu ermöglichen.

Tagesfamilien stellen hierbei einen besonderen Baustein dar. Sie ergänzen das Angebot der Kindertagesstätten mit zusätzlichen Betreuungsplätzen. Weil sie als Selbstständige Kinder in Kleingruppen in den eigenen vier Wänden betreuen, sind sie sehr flexibel. Sie können Betreuung in Randzeiten und in der Nacht anbieten und so auch Beschäftigten im Schichtdienst eine kindgerechte Unterbringung ermöglichen. Sie können besser auf die individuellen Förderbedürfnisse der Kinder eingehen. Außerdem sparen Sie der Stadt Kosten für die Anmietung und den Unterhalt von Immobilien.

Doch das Angebot an Tagesfamilien in Frankfurt ist bedroht. Steigende Kosten, die durch die Stadt nicht ausgeglichen werden, und schlechte Arbeitsbedingungen machen den Job zunehmend unattraktiv. Immer mehr Tagesfamilien geben auf und das, obwohl schon heute Betreuungspersonal und Kitaplätze fehlen.

Dies vorausgeschickt, wird der Magistrat gebeten, zu prüfen, inwieweit es möglich ist, bei der Aufstellung des Haushalts die Vergütung der Tagesfamilien rückwirkend dahin gehend anzupassen, dass

  1. Tagesfamilien finanziell nicht schlechter gestellt sind als angestellte Erzieherinnen und Erzieher. Dabei ist unbedingt dem Umstand Rechnung zu tragen, dass Tagesfamilien als selbstständig Tätige nicht sozialversichert sind und deshalb aus ihren Bezügen privat für Krankheit, Pflege, Rente und Berufsunfähigkeit vorsorgen sowie ausreichend haftpflichtversichert sein müssen;
  2. Tagesfamilien auch die rechtlich zustehenden Vor- und Nachbereitungszeiten wieder bezahlt bekommen; 3. finanzielle Anreize geschaffen werden, um die maximale Zahl von fünf Betreuungsplätzen auszuschöpfen. Das derzeitige Modell, wonach Tagesfamilien prozentual weniger bekommen, sobald sie mehr als drei Kinder betreuen, ist umgehend abzuschaffen; 4. die Betreuung in Randzeiten und bei Nacht wieder attraktiv gestaltet wird, um ein ausreichendes Betreuungsangebot für Berufsgruppen in Schichtdiensten zu erhalten; 5. die seit 2009 konstant gebliebene Betriebskostenpauschale entsprechend der Teuerung der letzten 14 Jahre angepasst wird. Des Weiteren wird der Magistrat gebeten, zu prüfen und zu berichten, 1. wann in Frankfurt eine Satzung für die Kindertagespflege erlassen wird, die bereits 2021 angekündigt wurde; 2. ob aktuell seitens der Stadt Gelder für die Kindertagespflege beim Land und Bund abgerufen werden. Wenn nein, warum nicht? 3. wie sich das Platzangebot in der Kindertagespflege im Nordend im letzten Jahr entwickelt hat; 4. welche Maßnahmen ergriffen werden, um das Platzangebot zu erhöhen; 5. wie viele Plätze es für Hortkinder im Nordend gibt; 6. wie er mit der Kritik der Tagesbetreuungspersonen bzgl. der Bezahlung um geht, z. B. die Kürzung bei der Nachtbetreuung, Nichtteilnahme an der letzten Tariferhöhung. Der Ortsbeirat erinnert den Magistrat an den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz und dringt darauf, die ausreichende Versorgung mit Betreuungsplätzen im Zweifelsfall höher zu gewichten ist, als der geplanteWegfall des Elternentgelts für das dritte Kitajahr.

Begründung

Frankfurt sicherstellen Kindertageseinrichtungen leisten nicht nur einen herausragenden Beitrag zur Früherziehung unserer Kinder, sie stellen außerdem die nötige Infrastruktur bereit, um jungen Eltern schnell den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Sie sind ein unverzichtbarer Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ermöglichen Müttern und Vätern, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, und leisten in Zeiten des Fachkräftemangels ihren Beitrag, um möglichst vielen das Arbeiten in Vollzeit zu ermöglichen. Tagesfamilien stellen hierbei einen besonderen Baustein dar. Sie ergänzen das Angebot der Kindertagesstätten mit zusätzlichen Betreuungsplätzen. Weil sie als Selbstständige Kinder in Kleingruppen in den eigenen vier Wänden betreuen, sind sie sehr flexibel. Sie können Betreuung in Randzeiten und in der Nacht anbieten und so auch Beschäftigten im Schichtdienst eine kindgerechte Unterbringung ermöglichen. Sie können besser auf die individuellen Förderbedürfnisse der Kinder eingehen. Außerdem sparen Sie der Stadt Kosten für die Anmietung und den Unterhalt von Immobilien. Doch das Angebot an Tagesfamilien in Frankfurt ist bedroht. Steigende Kosten, die durch die Stadt nicht ausgeglichen werden, und schlechte Arbeitsbedingungen machen den Job zunehmend unattraktiv. Immer mehr Tagesfamilien geben auf und das, obwohl schon heute Betreuungspersonal und Kitaplätze fehlen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 9. März 2023OFOF 488/3Tagesfamilien stärken - U3-Betreuung in Frankfurt sicherstellenOrtsbeiratsantrag · FDP
  2. 23. März 2023Sie sind hier
    OMOM 3804Tagesfamilien stärken - U3-Betreuung in Frankfurt sicherstellen
    Direktanregung
  3. 20. November 2023Antwort des Magistrats · nach 37 WochenSTST 2353Tagesfamilien stärken - U3-Betreuung in Frankfurt sicherstellenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
OBR 3
Sitzung 22 · 13.07.2023
TO I, TOP 36
Zur Kenntnis
a) Es dient zur Kenntnis, dass eine schriftliche Stellungnahme des Magistrats nicht vorliegt und ein Vertreter des Magistrats in der Sitzung nicht zugegen war. b) Der Magistrat wird hiermit unter Hinweis auf § 4 Absatz 10 GOOBR an die Erledigung der Angelegenheit erinnert.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 3
Sitzung 23 · 21.09.2023
TO I, TOP 54
Zur Kenntnis
a) Es dient zur Kenntnis, dass eine schriftliche Stellungnahme des Magistrats nicht vorliegt und ein Vertreter des Magistrats in der Sitzung nicht zugegen war. b) Der Magistrat wird hiermit unter Hinweis auf § 4 Absatz 10 GOOBR an die Erledigung der Angelegenheit erinnert.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 3
Sitzung 24 · 19.10.2023
TO I, TOP 48
Zur Kenntnis
a) Es dient zur Kenntnis, dass eine schriftliche Stellungnahme des Magistrats nicht vorliegt und ein Vertreter des Magistrats in der Sitzung nicht zugegen war. b) Der Magistrat wird hiermit unter Hinweis auf § 4 Absatz 10 GOOBR an die Erledigung der Angelegenheit erinnert.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme Aktenzeichen: 40-7

Mitdiskutieren

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