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Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch Tempobegrenzung

Vorlagentyp: OM
91 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren
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Idee
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Anregung an den Magistrat vom 09.04.2013, OM 2103 entstanden aus Vorlage: OF 673/6 vom 23.03.2013

Betreff: Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch Tempobegrenzung Der Magistrat wird gebeten, sich mit der Landesregierung in Verbindung zu setzen mit dem Ziel, auf der Autobahn A 66 eine Tempobegrenzung auf 100 km/h im Bereich zwischen Krifteler Dreieck und Anschlussstelle Höchst zu erreichen.

Begründung: Auf der A 66 kommt es insbesondere im Bereich der zahlreichen Anschlussstellen immer wieder zu schweren Unfällen. So wurde vor etwa 16 Monaten ein Auto, welches an der Ausfahrt Zeilsheim abfahren wollte und entsprechend abgebremst hatte, von einem mit über 160 km/h fahrenden Fahrzeug gerammt und neben die Fahrbahn geschleudert, wo es ausbrannte. Beide Insassen starben. Es ist nicht einzusehen, wieso auf diesem Teilstück der A 66 beliebig schnell gefahren werden darf. Solche Unfälle, wie der geschilderte, werden dadurch begünstigt, dass die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge sehr unterschiedlich sind. Auf den wenigen Kilometern zwischen dem Krifteler Dreieck und dem Eschborner Dreieck gibt es mit diesen beiden Knotenpunkten sowie den Anschlussstellen Zeilsheim, Kelkheim, Höchst und Eschborn insgesamt sechs Stellen, an denen auf die Autobahn auf- oder von der Autobahn abgefahren werden kann. Die A 66 hat damit in diesem Bereich den Charakter einer typischen Stadtautobahn, und es erscheint nur logisch, dass die Geschwindigkeit auf den meisten Teilstrecken in diesem Bereich auch deutlich reduziert wird. So gibt es auch schon ab der Anschlussstelle Kelkheim Richtung Frankfurt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h, die kurz hinter Höchst in Tempo 100 übergeht. In der Gegenrichtung gilt ab der Anschlussstelle Eschborn ebenfalls Tempo 100, und zwar durchgehend bis zur Anschlussstelle Kelkheim, dort wird dann plötzlich jegliche Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben. An der Anschlussstelle Zeilsheim gilt derzeit in Richtung Höchst Tempo 120, wahrscheinlich aufgrund von Straßenschäden. Für die knapp drei Kilometer zwischen den Anschlussstellen Zeilsheim und Kelkheim wird diese Geschwindigkeitsbegrenzung dann aufgehoben, bis, wie geschildert, ab der Anschlussstelle Kelkheim dann wieder Tempo 120 gilt. Dieser verwirrende Wechsel verschiedener Tempobegrenzungen auf einem kleinen Autobahnteilstück, dazu noch mit teils unterschiedlichen Geschwindigkeiten in unterschiedlichen Richtungen, kann keine für alle Verkehrsteilnehmer sichere Situation gewährleisten. Eine einheitliche Geschwindigkeit von 100 km/h, wie sie auf den geschilderten Teilstücken bereits gilt, wäre auf der gesamten Strecke wesentlich sicherer. Folgende weitere Argumente sollten gegenüber dem Land Hessen vorgebracht werden: Derzeit haben Autos, die an der Anschlussstelle Kelkheim (Schmalkaldener Straße) auf die A 66 in Richtung Frankfurt auffahren, große Probleme, sich in den fließenden Verkehr einzufädeln, denn vor ihnen staut sich meist schon der Verkehr durch Fahrzeuge, die nur wenige hundert Meter weiter an der Anschlussstelle Höchst abfahren wollen. Von hinten kommen aber Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit angefahren, die von der Anschlussstelle Zeilsheim kommend gar keine Geschwindigkeitsbegrenzung hatten, auf der langen Geraden Gas gegeben haben und nun nur zögerlich auf die ab der Anschlussstelle Kelkheim erlaubten 120 km/h abbremsen. In dieser Konstellation ist die Anschlussstelle Kelkheim (Schmalkaldener Straße) eigentlich sogar noch gefährlicher als die Anschlussstelle Zeilsheim, bei der der geschilderte schwere Unfall passiert ist und an der auch sonst immer wieder von kleineren Unfällen und gefährlichen Situationen berichtet wird. Durch den Ausbau des Main-Taunus-Zentrums hat der Verkehr an den beiden Ausfahrten Kelkheim und Höchst übrigens noch einmal deutlich zugenommen. Diesem Fakt wurde bisher keinerlei Rechnung getragen. Studien haben ergeben, dass die Staugefahr bei Tempo 80 auf Stadtautobahnen mit vielen dicht aufeinander folgenden Auffahrten geringer ist als ohne Tempobegrenzung. Gerade durch das abrupte Abbremsen bei hoher Geschwindigkeit wird die Staubildung gefördert. Die Kapazität der Autobahnen nimmt bei niedrigeren Geschwindigkeiten durch die niedrigeren Sicherheitsabstände zu, mehr Autos könnten die Strecke im gleichen Zeitraum benutzen. Wenn man sich in Richtung staufreies Hessen entwickeln will, gehört die Einrichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen an solchen Stellen wie hier an der A 66 zu den unbedingt notwendigen Maßnahmen. Dies ist übrigens auch daran zu erkennen, dass in dem Bereich, in dem momentan durch Straßenschäden ab der Anschlussstelle Zeilsheim Tempo 120 vorgeschrieben ist, kein Nachteil im Verkehrsfluss zu beobachten ist. Den direkten Vergleich ermöglicht die entgegengesetzte Fahrtrichtung, für die es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Fazit: Die Ungleichbehandlung der verschiedenen Abschnitte der A 66 im geschilderten kurzen Bereich ist nicht vermittelbar, begünstigt Unfälle, behindert einen gleichmäßigen Verkehrsfluss und sollte deswegen abgeschafft werden. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 6

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 23. März 2013OFOF 673/6Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch TempobegrenzungOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 9. April 2013Sie sind hier
    OMOM 2103Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch Tempobegrenzung
    Direktanregung
  3. 22. Juli 2013STST 1106Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch TempobegrenzungStellungnahme
  4. 13. Januar 2014STST 26Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch TempobegrenzungStellungnahme
  5. 11. August 2014STST 1037Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch TempobegrenzungStellungnahme
  6. 22. Dezember 2014Antwort des Magistrats · nach 91 WochenSTST 1587Entschärfung der Unfallgefahr auf der A 66 durch TempobegrenzungStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

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