Keine Umsetzung der Planungen der Hochbahnsteige in Seitenlage der U 5-Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße
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Der Ortsbeirat begrüßt ausdrücklich eine zeitnahe Umsetzung der Barrierefreiheit auf der U5. Aber als Stadtteilgremium im Nordend, in dem es eine besondere gründerzeitliche Struktur zu bewahren gilt und in dem durch die Innenstadtnähe ohnehin schon starke Beeinträchtigungen durch den Verkehr bestehen, würde es dem Ortsbeirat schwer fallen eine Entscheidung zu treffen, die der Funktion und Leistungsfähigkeit eines Verkehrssystems solche Dominanz vor den städtebaulichen Aspekten einräumt – auch wenn ein Architektenwettbewerb die Gestaltung der 60cm oder 80cm hohen Bahnsteige lösen soll. Hochbahnsteige jeglicher Art stellen nun mal eine Barriere dar mit Nachteilen für Anwohner, Fußgänger, Fahrradfahrern, Einzelhändler, Blinde und Sehbehinderte. Außerdem sollten nochmals die Planungen zur Lage der Haltestelle Glauburgstraße überprüft werden, da gerade die stadteinwärts liegende Haltstelle zu weit nördlich der Glauburgstraße liegt. Zudem liegt bis jetzt noch kein Gesamtplan vor, wie die weiteren Haltestellen zwischen dem Nordend und der Endhaltestelle in Preungesheim barrierefrei umgestaltet werden und finanziert werden.
Inhalt
Antrag vom 10.06.2010, OF 974/3
Betreff:
Keine Umsetzung der Planungen der Hochbahnsteige in Seitenlage der U 5-Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße
Vorbemerkung
Der Ortsbeirat nimmt zur Kenntnis, dass der Magistrat
zwar an den Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße die Bahnsteige zu Teilen barrierefrei gestaltet und dabei eine durchgängige Fahrradspur ebenso einplant, wie die Fußgängerquerungen im Umfeld der Haltestellen Musterschule/ Glauburgstraße beizubehalten und sogar neue zu schaffen.
zwar mit der neu geplanten Sackgasse und dem kleinen Plätzchen an der Ecke Hebelstraße/Eiserne Hand/Eckenheimer Landstraße die Aufenthaltsqualität erhöht,
aber sehr stark eine Systemlösung favorisiert, die eine Vereinheitlichung der Wagentypen der U5 vorsieht und durch die Verlängerung der Linie die direkte Anbindung des Europaviertels ermöglicht,
die ehemals favorisierte Lösung Niederflurbahn (mit zusätzlicher Linienführung durch die Glauburgstraße) nicht mehr weiter verfolgt, weil sie in einer an der Konstablerwache endenden U5 zu viele Nachteile sieht, ohne allerdings die Lösung einer oberirdischen Streckenführung zum Hauptbahnhof näher in Erwägung zu ziehen,
allein unter Betrachtung verkehrlicher und wirtschaftlicher Aspekte der vorgelegten Machbarkeitsstudie folgt, aber weniger Beachtung Einwände gefunden haben, die sich aus fachlicher Sicht mit der Verträglichkeit des schienengebunden Systems und seiner Baukörper gerade in dem innenstadtnahen und hoch verdichtetem Stadtteil Nordend und hier speziell mit der Situation in der Eckenheimer Landstraße beschäftigen.
Daher möge der Ortsbeirat beschließen,
die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen,
die M 88 nicht umzusetzen.
Begründung:
Der Ortsbeirat begrüßt ausdrücklich eine zeitnahe Umsetzung der Barrierefreiheit auf der U5.
Aber als Stadtteilgremium im Nordend, in dem es eine besondere gründerzeitliche Struktur zu bewahren gilt und in dem durch die Innenstadtnähe ohnehin schon starke Beeinträchtigungen durch den Verkehr bestehen, würde es dem Ortsbeirat schwer fallen eine Entscheidung zu treffen, die der Funktion und Leistungsfähigkeit eines Verkehrssystems solche Dominanz vor den städtebaulichen Aspekten einräumt – auch wenn ein Architektenwettbewerb die Gestaltung der 60cm oder 80cm hohen Bahnsteige lösen soll.
Hochbahnsteige jeglicher Art stellen nun mal eine Barriere dar mit Nachteilen für Anwohner, Fußgänger, Fahrradfahrern, Einzelhändler, Blinde und Sehbehinderte.
Außerdem sollten nochmals die Planungen zur Lage der Haltestelle Glauburgstraße überprüft werden, da gerade die stadteinwärts liegende Haltstelle zu weit nördlich der Glauburgstraße liegt.
Zudem liegt bis jetzt noch kein Gesamtplan vor, wie die weiteren Haltestellen zwischen dem Nordend und der Endhaltestelle in Preungesheim barrierefrei umgestaltet werden und finanziert werden.
Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 17.05.2010, M 88 Beratung im Ortsbeirat: 3
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. Mai 2010MM 88Stadtbahnlinie U 5 - Hochbahnsteige an den Haltestellen Musterschule und GlauburgstraßeMagistratsvortrag
- 10. Juni 2010Sie sind hierOFOF 974/3Keine Umsetzung der Planungen der Hochbahnsteige in Seitenlage der U 5-Haltestellen Musterschule und GlauburgstraßeOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 24. Juni 2010OAOA 1152Keine Umsetzung der Planungen der Hochbahnsteige in Seitenlage der U 5-Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße Vortrag des Magistrats vom 17.05.2010, M 88Anregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP gegen CDU (= Annahme) zu 2. GRÜNE und LINKE. gegen CDU (= Ablehnung); SPD und FDP (= Enthaltung)