Standrohrkosten für Baumpatenschaften im Ortsbezirk 9 übernehmen
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat beantragt, dass die Stadt Frankfurt die Kosten für die Ausleihe von Standrohren zur Bewässerung von Jungbäumen in Ortsbezirk 9 übernimmt, um den Baumpat*innen finanziell entgegenzukommen und sicherzustellen, dass die Bäume auch bei Trockenheit ausreichend Wasser erhalten. Ziel ist es, die Patenschaften zu fördern und die klimatische Wirkung der Bäume in der Stadt zu unterstützen.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
der Magistrat wird gebeten,
für registrierte Baumpat*innen sowie Urban-Gardening-Initiativen im Ortsbezirk 9 die Kosten einer Standrohr-Ausleihe bei der Mainova (Kaution und Mietgebühr) zu übernehmen,
- etwa aus vorhandenen Programmmitteln wie der Förderung "Stadtgrün sucht dich";
- sich bei der Mainova dafür einzusetzen, dass für diese Pat*innen ein ermäßigter Gebührensatz gilt, wie er für Kleingärtner*innen bereits besteht (Zahlung einer reduzierten Jahrespauschale statt Tagesmiete und Kaution).
Begründung
Die Stadt Frankfurt ruft in ihrem FAQ zur Trinkwassernutzung des Umweltamts ausdrücklich dazu auf, Jungbäume bei Baumpatenschaften auch bei großer Hitze und Trockenheit weiterhin zu gießen, weil Bäume durch Verdunstung und Schatten eine überaus positive klimatische Wirkung haben und im überhitzten Stadtgebiet spürbar entlasten können.
Wer sich als Pat*in oder im Rahmen einer Initiative, wie es sie im Ortsbezirk 9 etwa in Ginnheim und Eschersheim gibt, um einen Baum in seiner Nachbarschaft kümmert, leistet einen wichtigen Dienst an der Gemeinschaft. Einen einfachen, bezahlbaren Weg zum nötigen Wasser gibt es dafür bislang nicht. Wer als Baumpat*in tätig ist, muss unzählige Gießkannen zum Baum schleppen. Das hindert viele Menschen daran, sich zu engagieren, da es gar nicht allen Menschen möglich ist, diese körperliche Arbeit gerade in den Hitzeperioden, in denen es besonders darauf ankommt, auszuführen. Dabei sind Anschlüsse an das Wassernetz an vielen Stellen so positioniert, dass die Bäume auch darüber gegossen werden können, sofern man einen Zugang dazu hat.
Die Bürger*innen können bei der Mainova bereits heute ein Standrohr ausleihen. In der Praxis scheitert das an den Kosten: Allein die Kaution beträgt 400 Euro, hinzu kommen Tagesmiete und Wasserpreis. Für eine einzelne Patenschaft ist das ein unverhältnismäßig hoher Betrag. Allein die Tagesmiete summiert sich über eine typische Gießsaison von rund vier Monaten auf etwa 280 Euro, zusätzlich zur Kaution und zum tatsächlichen Wasserverbrauch. Für Kleingärtnerinnen und Kleingärtner bietet die Mainova bereits eine deutlich günstigere Jahrespauschale von 60 Euro an. Ein vergleichbares Modell für alle Grünpatenschaften würde die finanzielle Hürde beseitigen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. August 2026Sie sind hierOFOF 88/9Standrohrkosten für Baumpatenschaften im Ortsbezirk 9 übernehmenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 20. August 2026OMOM 545Standrohrkosten für Baumpatenschaften im Ortsbezirk 9 übernehmenDirektanregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung CDU und 1 SPD